Modellhafte interkommunale Zusammenarbeit

Sichere Trinkwasserversorgung

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Mit einem Schluck Kaufbeurer Trinkwassers stießen auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit an: Inge Weiß (v. li.) Bürgermeisterin Rieden, Dr. Christian Hellmich, Leiter des Gesundheitsamtes Ostallgäu, Caroline Moser, Werksleiterin Städtisches Wasserwerk Kaufbeuren, Christoph Mayer, Technische Führungskraft im Städtischen Wasserwerk Kaufbeuren, Bernd Engstle, Stellvertretender Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Kempten, Herbert Hofer, Bürgermeister Pforzen, und Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse.

Neugablonz – Am Parkplatz des Neugablonzer Freibades, dem Ort der künftigen Trinkwasserübergabestelle, hatte man am Montag symbolhaft für die künftige Zusammenarbeit hinsichtlich einer sicheren Trinkwasserversorgung einen „blauen Teppich“ in Richtung der beiden mitbeteiligten Gemeinden Rieden und Pforzen ausgerollt.

Mit der gleichzeitig stattgefundenen Unterzeichnung einer Zweckvereinbarung durch die drei beteiligten Bürgermeister wurde dieses beispielhafte Projekt an Ort und Stelle besiegelt. Dabei handelt es sich um eine bayernweit modellhafte interkommunale Zusammenarbeit, die auch künftig eine sichere Wasserversorgung auf hohem Qualitätsniveau gewährleisten soll. 

Wie Caroline Moser, Werksleiterin des Städtischen Wasserwerks Kaufbeuren, betonte, gehört eine sichere Trinkwasserversorgung zu den wichtigsten kommunalen Aufgaben im Freistaat Bayern. Die Gemeinden Rieden und Pforzen mit der Stadt Kaufbeuren werden nun künftig dies gemeinsam umsetzen. 

Im kommenden Jahr soll mit der Verlegung der notwendigen Vorsorgungsleitungen begonnen werden. Wenn alles planmäßig verläuft, könne 2017 das Wasser fließen, so Moser. Rund 2,4 Millionen Euro wurden für die Verbindung der Ortsnetze veranschlagt. 

Die Gemeinde Rieden ist an diesen Kosten mit rund 60 Prozent, die Gemeinde Pforzen mit 30 Prozent und die Stadt Kaufbeuren mit rund zehn Prozent beteiligt. Nachdem derartige Projekte staatlich unterstützt werden, übernimmt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz 750.000 Euro. Wie Bernd Engstle, Stellvertretender Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Kempten, hervorhob, würden derzeit in ganz Bayern nur drei solche Verbundsvorhaben bezuschusst. 

Sowohl Oberbürgermeister Stefan Bosse, als auch Bürgermeisterin Inge Weiß aus Rieden und Bürgermeister Herbert Hofer aus Pforzen, zeigten sich erfreut, dass man nun endlich am Ziel sei. Mit der Unterzeichnung der Zweckvereinbarung zur Übernahme der technischen Betriebsführung und Wasserlieferung an die Gemeinden Rieden und Pforzen durch die Stadt Kaufbeuren konnte für die Bürgerinnen und Bürger der jeweiligen Gemeinden für die Zukunft eine hochwertige Wasserversorgung sichergestellt werden, sind sich Weiß, Bosse und Hofer einig. 

Speziell für die Gemeinde Rieden sei diese Lösung enorm wichtig, erklärte Dr. Christian Hellmich, Leiter des Gesundheitsamtes Ostallgäu. Einschneidende Veränderungen der Infrastruktur und intensive landwirtschaftliche Nutzung in der Gemeindeflur hätten zu steigenden Nitratwerten im Trinkwasser geführt. 

Dies bestätigte auch Bürgermeisterin Weiß und so habe man nach langwierigen und zum Teil turbulenten Debatten letztendlich den Wasserbezug aus Kaufbeuren als die nachhaltigste Lösung einer gesicherten Trinkwasserversorgung angesehen und schließlich beschlossen.

von Klaus-Dieter Körber

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