Kaffeeliebhaber, Sportler und Jurist

Bürgermeisterwahl 2020 in Marktoberdorf: Michael Eichinger geht für die Freien Wähler ins Rennen

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Plaudert gerne beim Kaffee: Michael Eichinger (rechts) beim Interview mit Kreisbote-Mitarbeiter Felix Gattinger.

Marktoberdorf – „Öfter? Ich komme hier regelmäßig her!”, erzählt Michael Eichinger im Marktoberdorfer „Café Muckefuck”. Dort ist der 30-jährige Kaffeeliebhaber inzwischen Stammgast. Zur Arbeit fährt er regelmäßig nach Kempten, wo er mit zwei Kollegen eine Rechtsanwaltskanzlei betreibt. Aus Liebe zu seiner Heimat jedoch ist er privat in Marktoberdorf geblieben, wo er aufgewachsen und zur Schule gegangen ist. Nun bewirbt sich Eichinger für die Freien Wähler Marktoberdorf für das Amt des Bürgermeisters.

Michael Eichinger blickt sehr gern auf diese Zeit zurück: Während seiner Schulausbildung an der Kaufbeurer Fach­oberschule (Ausbildungsrichtung Sozialwesen) durfte der heutige Jurist unter anderem ein halbes Jahr lang im Peter-Dörfler-Kindergarten sowie im Gulielminetti Seniorenwohn- und Pflegeheim arbeiten. „Es war eine tolle Zeit“, findet Eichinger und erinnert sich unter anderem an einen greisen Professor, der damals dort residierte und immer erst dann frühstücken wollte, wenn Michael Eichinger ihm seine zwei Marmelade-Toastbrotscheiben in einem exakten Winkel von 90 Grad geviertelt hatte.

Die Zeit von damals hat ihn sehr geprägt, so dass er auch heute noch sehr gerne hier wohnt, gemeinsam mit seiner Frau, die halb Französin, halb Deutsche ist und in der Nähe von München als Lehrerin arbeitet. Seine Frau stehe übrigens vollkommen dahinter, dass er sich jetzt als Bürgermeisterkandidat in den Wahlkampf stürze, versichert Eichinger. „Sonst würde ich das nicht tun. Das ist ganz klar.“ Das Gleiche gilt für seine beiden Kollegen von der Kemptener Rechtsanwaltskanzlei, die momentan alles dafür tun, ihm den Rücken ein wenig freizuhalten.

Viel Freizeit bleibt ihm im Wahlkampf natürlich nicht, aber immer wenn es möglich ist, schwingt sich der sportbegeisterte Jurist auf sein Mountainbike, oder fährt mit seiner Frau zum Skifahren. Früher habe er auch sehr gern Handball gespielt, bis drei schwere Knieverletzungen ihn dazu zwangen, kürzer zu treten. „Mittlerweile habe ich es geschafft, wieder fast alles machen zu dürfen“, erzählt Eichinger nicht ohne Stolz, denn der Weg dorthin sei kein einfacher gewesen. Die Balance zu halten zwischen dem „Dranbleiben” und dem „Wissen, wann Schluss ist“, sei für ihn beim Training nach der Verletzung am schwierigsten gewesen. Der Sport im Verein ist für Eichinger sehr wichtig. Eine ebenso große Bedeutung aber hat für ihn das aktive Vereinsleben, das einen wichtigen Beitrag zur Sozial-und Jugendarbeit leistet. Im dortigen Austausch gebe es häufig wertvolle Impulse für seine politische Arbeit, sagt Eichinger. Aber auch das Miteinander in den Cafés und natürlich die täglichen Erfahrungen in seinem Beruf als Rechtsanwalt, so Eichinger weiter, ermöglichten ihm einen guten Blick auf die Realitäten des praktischen Alltags. Mit den Sachgebieten Familienrecht, Arbeitsrecht, Miet- und Verkehrsrecht sei seine Anwaltskanzlei thematisch sehr breit aufgestellt. Als Mitglied der Freien Wähler sei er, und das ist für Eichinger sehr wichtig, weder an den Fraktionszwang noch an ein festes Parteibuch gebunden. „Die Gegend hier ist wirklich sehr lebenswert, und die möchte ich mitgestalten.“

Wenn er es zwischendurch mal ruhiger angehen lässt, fährt Eichinger mit seiner Frau gerne an den Gardasee. „Das kann man auch mal kurzfristig machen, und man trifft dort auch viele Marktoberdorfer!“, sagt Eichinger und lacht.

von Felix Gattinger

Am 15. März ist es so weit, dann finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Die Bürger sind an diesem Tag aufgerufen zur Wahlurne zu schreiten, um ihre Vertreter auf kommunaler Ebene zu wählen. Alle Artikel werden auch auf unserer Kreisbote-Homepage veröffentlicht und können dort kostenlos abgerufen und nachgelesen werden. Somit sind Sie, liebe Kreisboten-Leser, immer im Bilde und können dann die für Sie richtige Entscheidung beim Gang zur Wahlurne treffen.

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