Ein sportlicher Politiker

Bürgermeisterwahl 2020 Marktoberdorf: Stefan Elmer kandidiert für die SPD

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„Hier in der Natur krieg ich den Kopf frei!” – Stefan Elmer am Dachserberg.

Marktoberdorf – Stefan Elmer von der SPD, Mitglied des Stadtrates Marktoberdorf, kandidiert für das Amt des Bürgermeisters. Der Kreisbote hat sich mit ihm zu einem ganz persönlichem Interview getroffen.

„Hier hab ich die schöne Natur ja fast vor der Haustür!” Zum Ausspannen geht Stefan Elmer gerne auf den Dachserberg im Nordwesten der Stadt. Wann immer sein Beruf und die zahlreichen Wahlkampftermine es erlauben, geht er dort joggen, um den Kopf freizubekommen. Weil er das Laufen zeitlich flexibel einplanen kann, kommt er auch fast täglich dazu. Dem ambitionierten Sportler geht es hier ausnahmsweise nicht um Leistung, sondern einfach um die Entspannung, die sich einstellt, wenn man den Gedanken freien Lauf lässt. Dabei ist Elmer durchaus sportlich ambitioniert. Der 44-jährige Polizeihauptkommissar aus Markt­oberdorf war jahrelang Fußballtrainer beim FSV Marktoberdorf und hat zusätzlich eine Ausbildung zum Tennislehrer. Aufgewachsen ist er in Wiggensbach bei Kempten, wo er mit seinen beiden Schwestern eine glückliche „Dorfkindheit” erlebt hat, „mit viel Fußball und wenig TV!” Man sieht Elmer an, dass er gerne daran zurück denkt.

Nach sieben Jahren Polizeidienst in Marktoberdorf hat er 2005 die Stadt auch privat zu seiner Wahlheimat gemacht. Verheiratet ist der Vater von drei Kindern mit einer Kinderpflegerin, die selbst in Markt­oberdorf aufgewachsen ist. „Markt­oberdorf hat für mich einfach die richtige Größe”, findet Elmer. „Es ist nicht zu klein und auch nicht zu groß und gerade deswegen vereint es die städtischen Vorzüge und die ländlichen gleichermaßen.” Er lebt mit seiner Familie sehr gerne hier.

Elmer möchte einerseits die bestehende Attraktivität Marktoberdorfs bewahren, den Ort aber gleichzeitig städteplanerisch für seine Bewohner noch attraktiver machen – besonders, was den bezahlbaren Wohnraum anbelangt. Doch auch die Entwicklung der einzelnen Ortsteile von Marktoberdorf ist für ihn ein lohnendes Vorhaben in der gegenwärtigen Zeit. Marktoberdorf werde für immer mehr Zuzügler interessant, erklärt Elmer, gerade deswegen müsse man alles dafür tun, damit die Stadt attraktiv und gleichzeitig erschwinglich bleibe.

Zur Politik ist Stefan Elmer durch den Sport gekommen. Im Vereinsleben und an den Stammtischen werde ja immer viel diskutiert, sagt er, – natürlich auch über Politik. „Eine Zeit lang habe ich dort fleißig mit geredet, irgendwann fand ich es aber besser, selber mitzubestimmen, und dafür auch die Verantwortung zu übernehmen.“

2014 hat sich der 44-Jährige zum ersten Mal für den Stadtrat aufstellen lassen und freut sich noch heute darüber, damals gleich direkt hinein gewählt worden zu sein. Als Markt­oberdorfer Polizeibeamter hatte Elmer nie Berührungsängste im Umgang mit seinen Mitbürgern. Sich für die Stadt und das wohl ihrer Bewohner einzusetzen, ist ihm in beiden Funktionen wichtig, auch wenn die zahlreichen Sitzungen und Termine nicht immer leicht mit dem Schichtbetrieb seines Berufes zu vereinbaren sind. Wenn neben allem noch ein wenig Freizeit bleibt, dann verbringt er diese gerne im Hallenbad der Stadt, in Restaurants wie dem Bistro Central, oder natürlich sportlich in der Natur. In den Urlaub fährt Elmer mit seiner Familie gerne nach Italien, oder auch mal etwas weiter Weg nach Ägypten oder in die Türkei. Wenn einmal weniger Zeit ist, lädt er gerne Freunde zu sich ein. Da wird mit Grill und Beamer so manches Fußballevent gefeiert, aber auch sonst empfängt Elmer gerne Gäste, denn er kocht auch leidenschaftlich gern.

von Felix Gattinger

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