Museum für die Region

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Drei Vorsitzende vor der „zukünftigen“ Stadtmauer-Nachbildung im neuen Feuerwehrmuseum: Johann Marschall (v. li.), Helmut Winkler und Hubert Weikmann.

Kaufbeuren – Seit über einem Jahr arbeiten fleißige Helfer nun schon an den neuen Räumen des Feuerwehrmuseums im ehemaligen Momm-Werksgelände. Rund 3.000 Arbeitsstunden wurden bisher von den etwa 50 aktiven Freunden des Feuerwehrmuseums geleistet.

Helmut Winkler, der Vorsitzende des Feuerwehrmuseumsvereines Kaufbeuren und Ostallgäu, erinnert sich: „Bereits 1980 entwickelte sich erstes Interesse für ein Museum. Jetzt haben wir etwa 150 Mitglieder.“ Rund 20 Feuerwehrvereine im ganzen Landkreis seien inzwischen Mitglieder im Feuerwehrmuseumsverein. Hubert Weikmann, Vorsitzender des Kaufbeurer Feuerwehrvereins, sagte: „Auch Kreisbrandrat Markus Barnsteiner hat hier viel unterstützt“. Als Eröffnungstermin sei der 24. Juni 2017 geplant. Bis dahin gebe es noch viel Arbeit. Im ersten Stock des Museums werde es eine begehbare mittelalterliche Stadtlandschaft geben, erklärte Weikmann, um die Geschichte der Feuerwehr in anschaulichen Beispielen zu zeigen. Eine Maler-Klasse der Berufsschule Kaufbeuren hatte in einem Projekt historische Häuserfassaden in Kaufbeuren nachgeforscht und versuche sie nun originalgetreu umzusetzen. Auch ein Luftschutzbunker mit seiner beklemmenden Atmosphäre ist bereits fertig.

Johann Marschall, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Kaufbeuren, lobte bei einem Besuch die engagierten Aktivitäten und überbrachte eine Spende von 1000 Euro. „Seit mehr als zehn Jahren haben wir uns zur Aufgabe gemacht, in Kaufbeuren das Leben für die Bürger schöner und angenehmer zu machen“, erklärte Marschall. Man fördere dabei Kultur, Kinder- und Jugendarbeit, aber auch das Projekt der Allgäuer Wiesen und den Wertach Wanderweg. Die Bürgerstiftung könne aus Kapazitätsgründen nicht alle Projekte selbst machen, deshalb unterstütze sie gerne sinnvolle Initiativen mit einer finanziellen Spende. „Uns freut ganz besonders, dass wir in Kaufbeu­ren mit dem Feuerwehrmuseum doch eine gewisse Sonderstellung bekommen.“

Laut Weikmann solle im Spektrum des Museums auch die Entwicklung von Betriebsfeuerwehren berücksichtigt werden, was sich durch gerettete Exponate der ehemaligen Baumwollspinnerei und Weberei Momm darstellen lasse. In Erinnerung an ein Stück Stadtgeschichte in der früheren Weberstadt Kaufbeuren solle auch der vorgesehene Bistrobereich einen Teil der ehemaligen Momm-Kantine abbilden. Weit über die Stadtgrenzen hinaus seien inzwischen die Aktivitäten des Feuerwehrmuseums in Kaufbeuren bekannt und werden mit Aufmerksamkeit verfolgt, sagte Weikmann. So kämen einige Museumsfreunde bis aus Norddeutschland nach Kaufbeuren, um hier für einige Tage am Bau der Museumsdekoration mitzuwirken ohne Bezahlung, nur um einmal sagen zu können: „Wir sind dabei gewesen“.

„Ein großer Meilenstein, was die Finanzierung angeht, ist bereits geschafft“, sagte Weikmann. Der Zuschuss vom Bezirk Schwaben in Höhe von 35.000 Euro sei bereits eingetroffen, was die weiteren Planungen absichere. Man freue sich aber weiterhin über hilfreiche Spenden für das gemeinsame Ziel: „Ein Museum für die Region“. Wie das geht, erfährt man auf der Internetseite www.feuerwehrmuseum-kaufbeuren.de.

von Wolfgang Krusche

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