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Bürgerversammlung in Oberbeuren: Verkehrsführung mit Schutzstreifen wird geprüft

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Von: Wolfgang Becker

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Radstreifen auf der Lindauer Straße Oberbeuren 2022
Durch den hier beginnenden Radstreifen auf der Lindauer Straße kann es laut Darstellung von Bürgern zu gefährlichen Situationen kommen. © Becker

Kaufbeuren – Verkehrsprobleme waren auch für die Oberbeurer Bürger im Rahmen der Bürgerversammlung im Stadtsaal ein Thema. Als kritisch stellte sich ein Problem an der Lindauer Straße mit Beginn an der Alten Steige dar.

Der hier beginnende Angebotsstreifen für Radfahrer (Fahrradschutzstreifen) habe sich in ihrer Wahrnehmung schon ein paarmal als gefährlich erwiesen, bestätigten mehrere Besucher. Oberbürgermeister Stefan Bosse kündigte eine Überprüfung der Situation und gegebenenfalls eine Änderung an.

Die zum Teil hohe Geschwindigkeit von Fahrzeugen und der zu geringe Abstand zum Radfahrer schaffe aufgrund der Straßenbreite insbesondere bei Gegenverkehr ein ungutes Gefühl. Es gebe auch Autofahrer, die sich trauten, die gestrichelten Linien zu überfahren, wenn kein Radler dort fahre. Zudem gebe es Radler, die den Fahrradschutzstreifen – auch als Angebotsstreifen bezeichnet – in der Gegenrichtung benutzten. Das ist jedoch verboten, wie Polizeihauptkommissar Stefan Horend als Verkehrssachbearbeiter ausführte und ergänzte: „Alle Fraktionen, die sich im Straßenverkehr bewegen, müssen lernen, rücksichtsvoller miteinander umzugehen“. Er kündigte an, dass zukünftig auch verstärkt Radfahrerkontrollen mit Blick auf die Beleuchtung durchgeführt würden.

Ein Bürger beklagte zunehmend parkende Wohnmobile in der Salzstraße. Horend erläuterte, dass dies nach geltender Rechtslage nicht verboten sei, es sei denn, es würde beispielsweise der ÖPNV behindert, was aber schon überprüft worden sei.

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