Hauptthemen der Bürgerversammlung in Lindenberg: Verkehrstechnische Fragen

Viel und zu schnell unterwegs

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Die Riedstraße in Lindenberg bereitet den Anwohnern trotz Tempobeschränkung Kummer und Verdruss.

Lindenberg – Gut besucht war die vor einigen Tagen stattgefundene Bürgerversammlung im Lindenberger Schützenheim. Aus „erster Hand“ wurden dabei die Anwesenden von Bürgermeister Josef Schweinberger über verkehrstechnische Probleme und Fragen des innerörtlichen Verkehrs informiert.

Dabei ging es zunächst um den stark anwachsenden Verkehr in der Kemptener Straße. PKW`s und zunehmender Schwerverkehr bereiten Kopfzerbrechen. Dabei sei ein massiver Ziel- und Quellverkehr festzustellen. Nachdem mit einem steigenden Verkehrsaufkommen in den nächsten Jahren zu rechnen sei, mahnte Josef Schweinberger, speziell den innerörtlichen Verkehr zu entlasten. Dabei sollte der Einzelne ernsthaft nachdenken, welche Fahrten mit dem PKW wirklich notwendig sind und ob man nicht zwischendurch auf´s „Radl umsteigen“ sollte. Schätzungen zu Folge werden bis 2030 maximal 9.000 Kraftfahrzeuge Lindenberg auf dieser Hauptdurchgangsstraße täglich passieren.

Für die Sicherheit der Fußgänger müsse daher schon jetzt gesorgt werden. Mit dem Straßenbauamt Kempten sei man diesbezüglich in Verbindung. Durch die Schaffung von Gehwegen habe man bereits für eine Verbesserung gesorgt. Nun müsse noch eine Querungshilfe in der Kemptener Straße für Sicherheit sorgen. Ein „Zebrastreifen“ bringe diese nicht und so habe man sich dazu entschlossen eine Querungs-Insel zu bauen. Dadurch sei eine möglichst gefahrlose Überquerung der Straße möglich, so der Rathauschef, der dies als eine gute Lösung im Interesse der Fußgänger sieht.

Als ein weiteres Problem bezeichnete Josef Schweinberger das Thema „Riedstraße“. Bei einer Tempobegrenzung auf 30 Stundenkilometer seien bei zwei Messungen in diesem Jahr einmal 67 bzw. 74 Prozent der gemessenen Fahrzeuge zu schnell unterwegs gewesen. Der überörtliche Verkehr von Lindenberg nach Weicht sei hier das Hauptproblem. Eine Beschränkung nur auf landwirtschaftliche Fahrzeuge und Sperrung des Durchgangsverkehr sei eine Möglichkeit. Ein dadurch entstehender Umweg über Weinhausen würde lediglich ein paar Minuten ausmachen. Wie sich aber in der folgenden Diskussion zeigte, würden bei einer solchen Lösung die Probleme nur verlagert und mit Sicherheit eine gewisse Signalwirkung für andere Straßen mit ähnlicher Problematik auslösen. Es müsse, so der Bürgermeister, ein besserer Kompromiss gefunden werden.

Durch parkende Fahrzeuge könne man beispielsweise, so entsprechende Vorschläge, für eine gewisse Temporeduzierung sorgen. Andererseits müsse aber dafür gesorgt werden, dass die betroffenen Landwirte mit ihren Fahrzeugen und Maschinen ungehindert ihre Felder erreichen. Mit einem einseitigen Parkverbot und versetzt gekennzeichneten PKW-Parkflächen könne man da unter Umständen etwas erreichen, so ein weiterer Vorschlag. Man einigte sich schließlich dahingehend, dass man sich mit den Anliegern - die bei dieser Versammlung leider nur sehr spärlich vertreten waren - und den betroffenen Landwirten zusammensetzen wolle und aus den vorgebrachten Anregungen eine Lösung suchen werde, die dann über ein Jahr ausprobiert wird. Eine Sperrung der Riedstraße bleibe offen.

Zum Abschluss ging es noch einmal um die Waldstraße. Der Bauausschuss hatte den Antrag auf eine Tempobeschränkung schon einmal abgelehnt. Es werde aber immer noch nach wie vor zu schnell gefahren. Bürgermeister Schweinberger erklärte sich bereit, den neuerlichen Antrag auf Tempobegrenzung von 50 Stundenkilometern in der Waldstraße, dem Bauausschuss vorzulegen, damit sich dieser nochmals damit beschäftigt.

Von Klaus Dieter Körber

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