Mauerstettens Bürger sind rundum zufrieden

Kaum Probleme, gute Finanzlage

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In der Mauerstettener Bürgerversammlung gab Bürgermeister Holderried einen Sachstand zu aktuellen Themen und stand Rede und Antwort.

Mauerstetten – „Uns geht es gut, wir sind zufrieden!“ So könnte man die Stimmung der Mauerstettener Bürger auf den Punkt bringen. Bei der Bürgerversammlung in der vergangenen Woche jedenfalls gab es weder große Kritikpunkte noch Anmerkungen zu den von Bürgermeister Armin Holderried vorgetragenen Themen.

Und das, obwohl sich die Gemeinde­spitze für einige in der Zukunft liegende Projekte der Kommune durchaus Anregungen erwartet hätte. Doch die Bürgerinnen und Bürger sind offensichtlich rundum zufrieden mit den Leistungen ihrer Verwaltung und den Entscheidungen ihrer gewählten Gemeindevertreter.

Die rund 90 Besucher der dritten und letzten Bürgerversammlung aller Ortsteile hatten nach den vom Bürgermeister präsentierten umfassenden Informationen nicht viel Gesprächsbedarf. Wie in den anderen Ortsteilen zuvor hatte Holderried einen bunten Strauß an Themen vorgestellt. Dabei ging es nicht nur um Zahlen zum aktuellen Haushalt, sondern auch um die sich in der Planung befindlichen Großprojekte der neuen Sporthalle inklusive Zufahrtsvarianten (geschätzt 9,5 Millionen Euro) und eines neuen Feuerwehrgebäudes (etwa 2,3 Millionen Euro). Der B12-Ausbau mit den jüngsten Diskussionen um eine weitere Zufahrt westlich von Frankenried mit einem angrenzenden interkommunalen Gewerbegebiet (beides vom Gemeinderat mehrheitlich abgelehnt, siehe Seite 10) kam ebenso zur Sprache, wie die Überarbeitung innerörtlicher Bebauungspläne, die in Teilen nicht mehr zeitgemäß sind. Im letzteren Fall gibt es Überlegungen für ein Förderprogramm, mit dem bei Eigentümern Anreize zum Erhalt wichtiger Bausubstanz geschaffen werden sollen.

Investitionen und Gerüchte

Das Jahr 2017 bezeichnete der Bürgermeister als „Planungsjahr“, in dem zwar viele Investitionsentscheidungen getroffen wurden, man „aber nichts sieht“. Die Gemeinde konnte im Durchschnitt der letzten zehn Jahre jährlich rund eine Million Euro für Investitionen erwirtschaften und hat zum Jahresende voraussichtlich Rücklagen in Höhe von 4,5 Millionen Euro. „Doch das ist keine Garantie für künftige Entwicklungen“, machte Holderried deutlich. Aus seiner Sicht bedauerlich ist die Tatsache, dass ein Radweg von Frankenried nach Hirschzell am erforderlichen Grunderwerb von entsprechenden Eigentümern scheitert. Klar trat der Gemeindechef immer wieder aufkommenden Gerüchten entgegen, dass der „Sonnenhof“ geschlossen oder gar abgerissen wird, da der Pachtvertrag bis 2030 Bestand habe. Auch die „Mooshütte“ soll trotz Auslaufen des Pachtvertrages 2018 bleiben. Die Sanierungen der dörflichen Entwässerungsanlage und der Mittelschule Germaringen sind im Raum stehende zukünftige Investitionen.

Einen Appell richtete Holderried an alle Grundstücksbesitzer. Das Zurückschneiden von Hecken und Sträuchern sei ebenso notwendig wie das Freischneiden von Verkehrszeichen und Straßenschildern, damit die Verkehrssicherheit gewährleistet und der Einsatz von Rettungsdiensten nicht verzögert würde. Am Ende richtete Holderried seinen Dank an alle ehrenamtlich Aktiven und engagierten Bürgerinnen und Bürger für ihren Einsatz in der Gemeinde und schloss auch seine Stellvertreter, den Gemeinderat und die Verwaltung mit ein. „Die Gemeinde kann nur Rahmenbedingen schaffen, die Lebensqualität schaffen die Menschen“, sagte er abschließend.

In der sich anschließenden Diskussion wünschte sich Anton Bergman eine stärkere Kontrolle bezüglich einer fachgerechten Verfüllung von Straßenöffnungen bei Bauarbeiten, was laut Holderried allerdings nicht leistbar sei. Edwin Binder wollte wissen, inwieweit die Gemeinde über Flächen für die Ansiedlung von Gewerbe verfüge. Der Bürgermeister sagte, dass es zwar regelmäßig Anfragen gebe, aber derzeit keine Flächen verfügbar seien und im Gemeinderat entschieden worden sei, momentan „nicht mit Gewalt nach Flächen zu suchen“.

Lesen Sie auch den Kommentar auf Seite 4 der kommenden Samstagsausgabe.

von Wolfgang Becker

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