Vor allem verkehrstechnische Fragen bei Bürgerversammlung Neugablonz

Bürger stören sich an Verkehr

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Am Gablonzer Haus soll aufgestockt und die Fassaden renoviert werden. Der Platz vor dem Gebäude ist dann 2020 dran.

Kaufbeuren-Neugablonz – Es hätten getrost noch ein paar BürgerInnen mehr sein können, die sich zur Bürgerversammlung im Gablonzer Haus eingefunden hatten. 

Die Anwesenden nutzten aber die Gelegenheit, ihre Probleme und Anregungen dem Kaufbeu­rer Stadtoberhaupt und den anwesenden Stadträten der verschiedenen Fraktionen und Referatsleitern vorzutragen.

Gleich zu Beginn ging Oberbürgermeister Stefan Bosse auf aktuelle Probleme und anstehende Vorhaben im städtischen Bereich ein. Dabei stellte er bauliche Veränderungen am Gablonzer Haus in Aussicht, die in nächster Zeit in Angriff genommen würden. Dank entsprechender Fördermittel für das Isergebirgsmuseum soll ein Stockwerk hinzukommen und an der Fassade eine neue Lochblechoptik angebracht werden. Außerdem sei Baureferatsleiter Helge Carl damit beschäftigt die Fensterfassade des Saales hinsichtlich Schallschutz und Dämmung zu verbessern, nachdem der augenblickliche Zustand geradezu als katastrophal zu bezeichnen sei. Nach einer Pause müsse schließlich im Jahre 2020 der Platz vor dem Gablonzer Haus gründlichen Renovierungs- und Verschönerungsmaßnahmen unterzogen werden.

Auch sonst sei, nach Meinung des Rathauschefs, einiges in Bewegung. So arbeite man recht zuversichtlich daran, zumindest Teile des Bundeswehrstandortes noch für längere Zeit halten zu können. Die Arbeiten in der Fußgängerzone gingen gut voran. Im Juni könne der Obstmarkt freigegeben werden. Als große Bauprojekte in naher Zukunft bezeichnete Bosse die notwendige Sanierung des Jakob-Brucker-Gymnasiums und den Neubau der Feuerwache in der Neugablonzer Straße. Dazu käme nach die Fertigstellung des neuen Eisstadions, das Anfang Oktober eröffnet werden könne.

Gefahrenpunkte im Straßenverkehr

Anschließend hatten die Neugablonzer das Wort. So monierte Bertram Müller die teilweise schlechte Straßenmarkierung zwischen Kaiserweiher und dem Ölmühlhang in Kleinkemnat und schlug vor, beim Kinderspielplatz an der Proschwitzer Straße einen Schutzzaun anzubringen. Er habe schon mehrmals beobachtet, dass Kinder einen auf die belebte Straße rollenden Ball hinterher gesprungen sind. Beide Hinweise will man entsprechend prüfen. Auf die Frage, warum die Firma HAWE derart nah an die Bundesstraße bauen durfte, erklärte Bosse, dass der erforderliche Querschnitt reiche und das Ganze amtlich abgestimmt worden sei.

Josef Koncyk und Erich Pfeifer bemängelten übereinstimmend, dass sie schon öfters beobachtet hätten, dass Linienbusfahrer am Neuen Markt und auch am Plärrer sich zwischendurch nicht an die Vorschriften ihrer Sondersignale der Ampeln hielten und dadurch Verkehrsteilnehmer gefährdeten. Auch hier versprach Bosse diesen Hinweisen nachzugehen und gegebenenfalls mit der Verkehrsgesellschaft Kirchweihtal Kontakt aufzunehmen. „Gerade Hinweise den Straßenverkehr betreffend, werden von uns sehr ernst genommen“, so Bosse zu diesen Wortmeldungen.

Inge Hausmann sprach den Radweg am Reifträgerweg an und erklärte, dass die Autos aus den Zufahrtsstraßen, wie dem Riederlohweg, oftmals sehr weit in die Kreuzung führen und dadurch Radfahrer zum starken Abbremsen zwängen. Auch hier werden sich Verkehrsexperten umsehen und notfalls mit einem Verkehrsschild „Radweg kreuzt“ auf diese Situation aufmerksam machen, so Bosse. Ortsfremde LKW-Fahrer wären schon einige Male Ausgang der Wiesenstraße aus Unkenntnis vor der zu niedrigen Bundesstraßen-Unterführung gestanden und hätten mit langwierigen Wendemanövern den Durchgangsverkehr gestört. Man will sich das Ganze ansehen und in entsprechender Entfernung Höhenbegrenzungsschilder aufstellen, die dann rechtzeitig warnen.

Hundebesitzer monierten am Fußweg des Reifträgerwegs zu wenige „Hundestationen“. Sollte dies tatsächlich der Fall sein, versprach Bosse Abhilfe. Zum Abschluss wollte Renate Domin wissen, was aus einer angekündigten Nachlass-Spende für eine Grünanlage am Neugablonzer Friedhof geworden sei. Dazu erklärte der Oberbürgermeister, dass man mit der Stifterin dieser kleinen Ruheoase intensive Gespräche geführt und Detailpläne erstellt habe. Leider würden aber für´s erste die nachfolgenden Unterhaltskosten die vorhandenen Mittel überschreiten und so habe man sich auf eine Denkpause geeinigt und werde zu gegebener Zeit dieses „sicherlich begrüßenswerte Projekt“ nochmals aufrollen.

Von Klaus Dieter Körber

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