Bund investiert in das Radwegenetz

Rund 800.000 Euro für Geh- und Radweg an der B472 bei Marktoberdorf

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Entlang der B472 wird ein Geh- und Radweg entstehen.

Marktoberdorf – Gute Nachrichten für Radler in der Region rund um Marktoberdorf hat der Allgäuer Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke (CSU). Zwischen Bertoldshofen und Etzlensberg investiert der Bund rund 800.000 Euro in den Bau eines rund sechs Kilometer langen Geh- und Radweges entlang der B472.

„Gerade in Zeiten von Corona haben viele Menschen das Fahrrad im Alltag für sich entdeckt. Mit einem modernen und möglichst lückenlosen Radwegenetz soll diese positive Entwicklung nachhaltig unterstützt werden“, erklärt der Abgeordnete. Bund und Land investieren in die Infrastruktur für Radfahrer. Dafür werden im Freistaat Bayern in den kommenden fünf Jahren 90 Millionen Euro an Bundesmitteln in die Hand genommen, um rund 370 Kilometer Radwege entlang von Bundesstraßen neu zu bauen. „Profitieren wird davon auch die Region rund um Marktoberdorf“, freut sich Stracke.

So wird an der B472 im Zusammenhang mit dem dreistreifigen Ausbau der Bundesstraße östlich von Bertoldshofen ein asphaltierter Geh- und Radweg errichtet. Für die Maßnahme wurde bereits ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt und der notwendige Grunderwerb getätigt. „Mit der Fertigstellung des dreistreifigen Ausbaus wird es somit auch eine komplett durchgehende Radwegeverbindung entlang der B472 in Richtung Schongau geben“, teilt der Abgeordnete dazu mit.

Mit dem Radwegebauprogramm 2020 bis 2024 wird die erfolgreiche Reihe der Radwegebauprogramme aus den Vorjahren fortgesetzt. Mit den Mitteln sollen sowohl Radwege nachträglich an vorhandene Straßen angebaut als auch bei Neubauprojekten begleitende Radwege gleich mit angelegt werden. Die Staatsbauverwaltung hat dafür Stellen in Bayern identifiziert, an denen viele Radfahrer unterwegs sind oder Lücken im Radwegenetz geschlossen werden können. Auch die Landkreise und kreisfreien Gemeinden wurden bei der Auswahl beteiligt, um deren kommunale Radwegekonzepte in die Bauprogramme einzubeziehen.

„Von den 200 Millionen Euro, die investiert werden, stammen 110 Millionen Euro aus dem Staatshaushalt und 90 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt“, erklärt Stracke zur Aufteilung der Gelder. Insgesamt ist ein Projektpool mit 200 Vorhaben an Bundesstraßen mit einer Länge von 370 Kilometern sowie 239 Vorhaben an Staatsstraßen mit einer Länge von 440 Kilometern entstanden. „Neben den Investitionen bei Marktoberdorf, werden im Ostallgäu mit Bundesmitteln noch zwei weitere Radwege entstehen und zwar bei Füssen-Ziegelwies sowie am Campinglatz Bannwaldsee“, erklärt Stracke.

Ambitioniertes Ziel

Auch für Radwege, die Städte und Gemeinden unabhängig vom Radwegebauprogramm umsetzen wollen, werde es in bewährter Weise Fördermittel geben, betont Stracke. „Das Fahrrad ist für kurze bis mittlere Strecken meist das schnellste, kostengünstigste und effektivste Verkehrsmittel. Mehr Radverkehr heißt auch mehr Lebensqualität in den Städten und auf dem Land. Die Förderung des Radverkehrs ist daher ein wichtiger politischer Schwerpunkt. Gerade der Alltagsradverkehr muss intensiviert werden. Für die Fahrt zur Arbeit oder zum Bahnhof ist das Fahrrad oft das beste Verkehrsmittel – ohne Stau und Parkplatzprobleme. Auch im Lieferverkehr steckt Potential: Mit und ohne elektrische Unterstützung sind Lastenfahrräder gerade auf der ,letzten Meile‘ interessant“, teilt der Abgeordnete mit. Aus diesem Grund sei es das Ziel, „dass bis 2025 bayernweit 20 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt werden und die Menschen nicht nur in ihrer Freizeit, sondern auch auf dem Weg in die Arbeit oder zum Einkaufen mit dem Fahrrad unterwegs sind“, so Stracke.

Eine Karte sowie eine Liste mit allen Vorhaben aus dem Projektpool gibt es im Internet unter www.radverkehr.bayern.de.

kb

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