Bundestagswahl: Werner Fischer beantwortet Fragen der Kreisbote-Leser

"Ich will neutral informieren"

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Werner Fischer

Landkreis/Kaufbeuren – Am 24. September wissen wir, wer die Bundestagswahl gewonnen hat. Bis dahin aber erwartet uns ein spannendes Rennen, für das bereits die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen. Heute im Fokus: Werner Fischer (Unabhängige)

Auch der Kreisbote Kaufbeuren-Ostallgäu bereitet sich auf dieses wichtigste innenpolitische Ereignis in diesem Jahr vor. Wir haben Sie, liebe Kreisbote-Leser, aufgefordert, uns Ihre Fragen an die Bundestagskandidaten des hiesigen Wahlkreises Ostallgäu zu schicken. Wir haben diese den Kandidaten weitergeleitet und werden in den kommen Wochen bis zur Wahl die Antworten präsentieren. Heute lesen Sie die Antworten von Werner Fischer, der als Unabhängiger ins Rennen geht.

1. In welchen drei nachprüfbaren Beispielen haben Sie sich in den letzten zwei Jahren öffentlich für Belange Ihrer Mitbürger eingesetzt?

Fischer: Gerade jetzt zur Bundestagswahl helfe ich seriösen Bürgern persönlich und als Vorsitzender von UNABHÄNGIGE, wenn sie zu Wahlen ohne Partei antreten wollen. Wir setzen uns für deren Interessen ein und unterstützen z.B. den aktuell erfolgreichsten Einzelbewerber Konrad Dippel schon seit 2005. Bei uns zählt der Mensch, nicht die Partei.

Mit Petitionen hab ich den gewählten Volksvertretern im Bundestag gute Vorschläge für Bürgerbeteiligung (bundesweite Volksentscheide), ein gerechtes Wahlrecht, Beschränkung von Parteispenden und Verbesserungen im Steuerrecht übermittelt. Meine Erkenntnis: Abgeordnete werden zwar vom Volk gewählt, vertreten aber zunehmend Parteiinteressen.

Aktuell startet das von mir initiierte BÜRGER-PARLAMENT (www.buerger-parlament.de), um repräsentative und direkte Demokratie sinnvoll zu verbinden. Bundesweit kann sich jeder daran beteiligen. Bürger und politische Organisationen können dort parlamentarische Regeln praktisch erproben und so demokratische Strukturen stärken.

Sie treten schon zum wiederholten Male an. Wie schätzen Sie Ihre Chancen ein, ohne die Rückenstärkung einer Partei tatsächlich gewählt zu werden?

Fischer: Neun von zehn Kandidaten in unserem Wahlkreis wissen, sie haben nur eine theoretische Chance. Im Gegensatz zu den etablierten Parteien meiner Mitbewerber erhalten UNABHÄNGIGE keine staatlichen Mittel. Werbemäßig kann und will ich mit ihnen nicht mithalten.

Ich gehe einen anderen Weg. Meine Webseite www.fischer.unabhaengige.info informiert über mich, das Wahlrecht und meine Ziele. Dort biete ich interessierten Bürgern online und offline Kontakt zu mir und eine Bürger-Sprechstunde. Neue Medien sinnvoll nutzen – ich setze um, was ich politisch fordere.

Meine Kandidatur dient dazu, Bürger zu informieren zum Beispiel über ihr Wahlrecht, Steuern, Mitbestimmung und Parteienfinanzierung. Wer will, kann mich einladen, um mehr über mich und meine Ziele zu erfahren. Ich komme gern und bin gespannt, wie viele Leute dieses Angebot nutzen werden.

Im Übrigen hoffe ich auf eine neutrale und ausgewogene Berichterstattung von Presse und Medien – und auf viele Erststimmen-Geschenke zu meinem Geburtstag am 24. September!

Zukunftsorientierte und bürgernahe Politik lautet Ihr erklärtes Ziel. Was bedeutet das konkret? Wie lautet Ihr Wahlprogramm?

Fischer: Deutschland braucht dringend Modernisierung. Dazu sind Ideen nötig. In welche Richtung soll die langfristige Entwicklung gehen? Investitionen in die Infrastruktur, in Verkehrs- und Energienetze, in Bildung und öffentliche Dienstleistung sind überfällig. Auch die Gesetze sind zu überarbeiten. Politik kann und darf das nicht allein entscheiden – die Bevölkerung ist da umfassend zu informieren und einzubinden.

Was heißt das für unsere Region? Eine gute und sichere Verkehrsanbindung ist wichtig, zum Beispiel der schnelle 4-spurige B12-Ausbau, Verbesserungen im Schienenverkehr und sichere Fuß- und Radwege. Energieeffizienz, dezentrale Vernetzung und schnelles Internet für den ländlichen Raum. All das stärkt das Allgäu und entlastet Ballungsräume. In der Aus- und Weiterbildung sind Schulen zu modernisieren und Bildungsangebote auszubauen.

Das Allgäu als lebenswerte, traditionsbewusste und gleichzeitig moderne und kreative Region – das ist meine Vision. Es gibt viel zu tun – packen wir es gemeinsam an!

Steckbrief

Fischer ist 61 Jahre alt, seit 1981 verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Er ist seit 1977 als Prüfer für die Finanzverwaltung im gesamten Allgäu unterwegs.

Seine Hobbies neben der Politik sind Wandern, Musik und Tischtennis. Ehrenamtlich engagiert er sich beim Aufbau der TT-Abteilung beim TV Kaufbeuren sowie in anderen Vereinen und Stiftungen. Er ist Unterstützer für bundesweite Volksentscheide nach bayerischem Vorbild.

Grundsätze von denen sich Fischer leiten lässt sind:

"Gerechter demokratischer Wettbewerb

"Sachorientierte Entscheidungen

"Sicherung der individuellen Freiheit

"Regionale und kulturelle Vielfalt

"Langfristig solide Staatsfinanzen

"Sicherheit durch gesellschaftlich organisierte Mindestversorgung

"Neutrale und transparente Informationen

"Gewissenhafte Volksvertreter/Amtsträger

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