Verbundenheit weiter gefestigt

Bundeswehr und Stadt Kaufbeuren besiegeln Patenschaft

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Große Freude über die begründete Patenschaft bei Ernst Holy (v. li.), Stefan Bosse, Dirk Niedermeier und Gerhard Bucher.

Kaufbeuren – In der letzten Stadtratssitzung des Jahres unterzeichnete Oberst Dirk Niedermeier als Kommandeur der Abteilung Süd des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe (TAusbZLw Abt Süd) gemeinsam mit Kauf­beurens Oberbürgermeister Stefan Bosse eine Patenschaftsurkunde.

Damit hat die Bundeswehr am Standort Kaufbeuren ihre traditionell guten Beziehungen mit der Stadt noch weiter gefestigt.

Wesentliches Ziel solcher Patenschaften zwischen Dienststellen der Bundeswehr zu Städten und Gemeinden im Inland ist es, das Verständnis der Bürger für die Bundeswehr zu fördern, die Integration der Truppenteile in ihre Umgebung vertiefen, sowie die gegenseitigen Kontakte zu verstärken.

Niedermeier hatte mit Zustimmung des OB die Patenschaft beim kommandierenden General des Luftwaffentruppenkommandos mit der Begründung beantragt, die Stadt Kaufbeuren und das TAusbZLw Abt Süd verbinde schon seit langer Zeit ein sehr gutes Verhältnis. Gemeinsame Veranstaltungen wie beispielsweise der Neujahrsempfang oder sicherheitspolitische Veranstaltungen seien Ausdruck dieser guten Beziehungen. Darüber hinaus engagiere sich das TAusbZLw Abt Süd auch bei Veranstaltungen und Feierlichkeiten der Stadt, wie bei dem alljährlichen Tänzelfest oder dem Weihnachtsmarkt. 

Hinzu gekommen sei dieses Jahr noch eine Kooperation mit dem Kaufbeurer Stadtmuseum und das TAusbZLw Abt Süd trete als offizieller Bildungsförderer der Stadt Kauf­beuren auf. Darüber hinaus könne die Öffentlichkeitsarbeit ergänzt und ein Beitrag zur Personalgewinnung geschaffen werden.

Hinzu kommt die diesjährige Entscheidung, dass große Teile der technischen Ausbildung voraussichtlich noch bis zum Jahr 2028 am Standort Kaufbeuren verbleiben, was die Idee einer offiziellen Patenschaft nach außen hin entstehen ließ, wie der Kommandeur in seiner Ansprache deutlich machte: „Ich kenne viele Standorte in der Bundeswehr, habe aber nirgendwo eine so enge Partnerschaft zwischen Standort und Bundeswehr erlebt wie hier. Das ist schon etwas ganz Besonderes!“ Deshalb habe er gerne den Antrag auf den Weg gebracht, der schnell positiv beschieden wurde.

Verbleib über 2028 hinaus?

Im Übrigen hoffe er, dass die bestehende Situation auch über 2028 hinaus fortgeführt werden könne. „Daran arbeiten wir“, sagte er, „solange eine Entscheidung noch nicht getroffen ist, kann man sie auch noch beeinflussen.“ Er sei recht zuversichtlich, dass dies zu schaffen sei und rechne „im nächsten Jahr mit der einen oder anderen Entscheidung“. Abschließend präsentierte er das Muster einer „Gelben Schleife“, welche die Verbundenheit der Soldaten im Einsatz dokumentiert und in anderen Städten an den Ortsschildern angebracht ist. Da das TAusbZLw Abt Süd ständig und auch aktuell Soldaten im Einsatz habe, wäre dies ebenfalls ein Ausdruck der Verbundenheit.

„Große Freude“

Der kommandierende General beim Luftwaffentruppenkommando hat in seinem Antwortschreiben mitgeteilt, dass er „mit großer Freude die Bitte um Genehmigung einer Patenschaft mit der Stadt Kaufbeuren erhalten“ habe. Eine Patenschaft „wachse aus dem gegenseitigen Kennen und Verstehen, vertiefe die Integration in das lokale Umfeld und ermögliche einen Einblick in den Truppenalltag“. Das zu fördern „liege ihm sehr am Herzen“ und daher begrüße er die Anregung zu einer Patenschaft sehr und erteile formal die Genehmigung.

Bundeswehrstandort Kaufbeuren

Die Stadtspitze zeigte sich sehr erfreut und guten Mutes, dass die Tradition der seit Jahrzehnten vorhandenen Luftwaffe weiterhin am Standort verbleiben könne. Bürgermeister Ernst Holy (KI) machte deutlich, dass Kaufbeuren ein Bundeswehrstandort sei und die Uniformen zum Stadtbild gehörten. Er erinnerte schmunzelnd daran, dass die Bundeswehr auch einmal außerhalb der Kaserne die Stadt von Randalierern befreit habe. Dr. Thomas Jahn (CSU) begrüßte die Patenschaft ausdrücklich. Die Bundeswehr sei unverzichtbarer Bestandteil des Landes und die Stadt habe immer zur Bundeswehr und zu öffentlichen Gelöbnissen gestanden. 

„Wir hoffen, dass durch die Patenschaft das Miteinander noch weiter ausgebaut werden kann“, sagte Jahn. Richard Drexl (FW) sprach von einer „Symbiose“ von Bundeswehr und Stadt und bezeichnete die Ausbildungseinrichtung als einstiges „technisches Gehirn der Luftwaffe“, was durch die Fähigkeit der Menschen begründet sei und nicht aufgegeben werden dürfe. Abschließend unterstützte der Stadtrat mit einem einstimmigen Votum die Patenschaft, die sehr guten Beziehungen weiter zu befördern.


Wolfgang Becker

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