Verwaltungsausschuss

„Buron-App“ im Gespräch: Kaufbeurer Stadtverwaltung prüft Antrag

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Kommt eine zentrale App für Kaufbeuren?

Kaufbeuren – Eine zentrale App für die Bürger und Besucher Kaufbeurens stieß in der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses auf Interesse. Die Idee stellte Alexander Uhrle (KI) in einem Antrag vor und bat darum, die technische, personelle und finanzielle Umsetzung zu prüfen.

Als App wird eine Anwendungssoftware für Smartphones und Tablets bezeichnet, für Kaufbeuren bestehen bereits die Apps EasyPark und Tab­Race, die Uhrle als Schritt in die richtige Richtung bezeichnete. In den Internetangeboten der Stadt www.kaufbeuren.de, www.kaufbeuren-aktiv.de, www.kaufbeuren-baut.de und www.kaufbeurem-tourismus.de sieht er jedoch die „Problematik der fragmentierten Informationen“. Er möchte die lieber gebündelt wissen – eben in einer App, für die der IT-Unternehmensberater auch schon einen Namen parat hat: „Buron-App“. Als Vorbild könnte die Saarbrücken-App dienen, die Informationen rund um die saarländische Landeshauptstadt für Bürger, Touristen, Nachtschwärmer und Geschäftsleute bereitstellt. Über eine solche App ließe sich auch in Kaufbeuren der moderne Informationsfluss und die Einbindung digitaler Services realisieren. Denn heute würden die Menschen nicht mehr gezielt auf Informationssuche in Nachrichtenportalen gehen, sondern erhielten Informationen als sogenannte Push-Nachrichten auf ihre Mobiltelefone oder auf der Startseite in sozialen Netzwerken via Hashtags. Deutlich werde dies etwa darin, dass in sozialen Netzwerken immer weniger bekannt gegebene Informationen wie Verkehrsänderungen oder kommunale Projekte die Verbreitung fänden wie früher. Uhrle betonte, die App solle nicht in Konkurrenz zu journalistischen Medien und Internetseiten stehen.

Da Apps sehr flexibel seien, könne die App für Kaufbeuren mit kleinen Bausteinen starten und immer weiterentwickelt werden, um letztlich auf einer breiten Basis zu stehen, sagte Uhrle. Die Leute könnten zudem auch entscheiden, worüber sie informiert werden möchten. Der Umfang und die Dienste der App könnten durch eine Bürgerbefragung festgelegt werden, schlug er vor.

„Da kann man nichts dagegen haben“, bewertete Oberbürgermeister Stefan Bosse den Antrag der KI-Fraktion. Jürgen Wittek, Abteilungsleiter für Informations- und Kommunikationstechnologien, will den Antrag dahingehend prüfen, dass die Inhalte und der Leistungsumfang spezifiziert werden, und danach eine Stellungnahme im Stadtrat abgeben, der letztlich über den Sachverhalt entscheiden wird.

von Martina Staudinger

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