Mit charakterstarken Perspektivspielern

Cheftrainer Norbert Schmidbauer. Foto: sg

Für Fußball-Bezirksoberligist Marktoberdorf geht es am kommenden Samstag wieder los. Das Team von Cheftrainer Norbert Schmidbauer steht gleich vor Beginn der Rückrunde nach der Winterpause vor schweren Aufgaben. Schon das Auftaktprogramm mit Nördlingen (A), Oberhausen (H) und Sonthofen (A) hat es in sich. Marktoberdorf beendete die Spielzeit vor der Winterpause auf dem 12. Tabellenplatz. Die Klasse ist daher noch nicht gerettet. Der KREISBOTE sprach vor dem ersten Anpfiff nach der Winterpause mit Norbert Schmidbauer.

Wie lief aus Sicht des TSV Marktoberdorf die Vorbereitungsphase für den Rückrundenstart nach der Winterpause? Schmidbauer: „Die Vorbereitungsphase lief leider etwas unrund, da bei mehreren Spielern Blessuren auftraten. Bereits im ersten Training nach der Winterpause klagte Michael Keller über Knieschmerzen. Wie sich herausstellte, muss er am Meniskus operiert werden. Norbert Bickel startete gut in die Einheiten, zog sich dann eine Entzündung am Muskelansatz zu. Michael Strehle und Johannes Schmidbauer legten aufgrund ihrer Muskelverletzungen jeweils eine zehntägige Pause ein. Auch Sebastian Satzger zog sich eine Virusinfektion zu und musste sogar für zwei Wochen ins Krankenhaus. Er wird noch für längere Zeit ausfallen.“ Auf welche Schwerpunkte haben sie gesetzt? Schmidbauer: „Wir haben eindeutig die Spieler aus der 2. Mannschaft ans BOL-Team herangeführt. Die Stimmung ist trotz der vielen verletzten Spieler ausgezeichnet. Das harte Training wird sich auszahlen.“ Hat sich der TSV in der Winterpause verstärken können bzw. gab es Abgänge? Schmidbauer: „Traditionell gibt es bei uns keine großen Wechsel. Verlassen hat uns Roland Huber. Er war ein Perspektivspieler und spielt künftig wieder in Seeg. Mit Alexander Huber ist ein Akteur von der SVK in die Kreisstadt gekommen. Ich sehe ihn auch als Perspektivspieler. Nach rund sechsmonatiger Verletzung ist Sommerneuzugang Robert Speer wieder zurück im Team. Der 20-jährige ist ein Stürmertalent und tut uns richtig gut. Ebenfalls zurück ist TSV-Urgestein Michael Kaufmann. Ihn plagte eine hartnäckige Sprunggelenksverletzung, die hat er jetzt ausgeheilt." Insgesamt 15 Punkte hat der TSV bis zur Winterpause geholt. Woran lag es, dass Marktoberdorf nicht mehr Zähler auf dem Konto hat? Schmidbauer: „Du holst immer so viele Punkte wie gut oder schlecht das Team ist. Die Bilanz trügt nicht. Festzuhalten bleibt aber, dass wir etwa fünf bis acht Punkte wegen der relativen Unerfahrenheit der Mannschaft abgaben. Das war in den ersten 12 Partien jeweils in den Schlussminuten der Fall. Die jungen Spieler haben aber extrem schnell dazugelernt und sich weiter entwickelt. Die beiden letzten Ergebnisse sprechen für sich: 1:0-Sieg gegen Bobingen und 4:1-Erfolg in Memmingen.“ Wie bewerten sie das Torverhältnis von 14:22? Schmidbauer: „Die 22 Gegentore sind gut. Nicht zufriedenstellend war die Torausbeute. Ich denke, hier sind wir auf einem guten Weg. Das haben wir in Memmingen gezeigt.“ Kann der TSV in der Rückrunde das Feld von hinten aufrollen? Schmidbauer: „Das interessiert eigentlich nicht. Ziel ist es die Mannschaft wieder zu entwickeln. Wir haben dieses Jahr eine totale Umbruchsaison. Mit Norbert Bickel, Alexander Schmidbauer, Matthias Franke, Edi Topolay, Philipp Jauernig, Michael Tumler und Robert Speer haben wir allein sieben 18 bis 21-jährige Spieler an die Erste Mannschaft herangeführt. Zum Teil sind sie schon nicht mehr wegzudenken. Wenn es uns gelingt, den Klassenerhalt in der BOL zu schaffen und wir in den nächsten Monaten unsere Hausaufgaben bezüglich der einen oder anderen Neuverpflichtung erledigen, dann werden wir in der neuen, kommenden Saison definitiv eine gute Rolle spielen. Wichtig ist mir, dass wir bei den neuen Spielern junge, motivierte, hungrige und charakterstarke Perspektivspieler für den TSV gewinnen.“

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