Coole Tricks und heiße Trends

Auf einer riesigen Fläche hatten die Besucher die Möglichkeit, sich zu informieren, zu bummeln oder sich bei einer der vielen Attraktionen unterhalten zu lassen.

Strahlender Sonnenhimmel, laute Motorengeräusche, waghalsige Stunts und kompetente Beratung - Vergangenes Wochenende hatte das lange Warten zahlreicher Biker endlich ein Ende: Nach einem Jahr Pause war es wieder soweit für die 9. Motorrad-Freizeit-Messe in der All-Kart-Halle in Kaufbeuren. Ein vielseitiges Showprogramm mit quietschenden Reifen und dröhnenden Motoren sorgte in der „Action Arena“ auf dem Außengelände für den entsprechenden Showcharakter.

Während es Chris Rid bei seiner spektakulären Stunt-Riding-Show nur selten im Sattel seines Motorrad hielt, zog es die die Sonthofener „Wrecking Crew“ in luftige Höhen. In ihrer Motorrad-Freestyle-Show sprangen sie über eine Schanze, um anschließend im freien Fall dem faszinierten Publikum zu präsentieren, was man mit Motorrädern so alles machen kann. Weitere Programmhöhepunkte waren Drift-Shows, Verfolgungsfahren und Rundkursrennen mit Motocross- und Supermoto-Maschinen. Spaß und Beratung Neben dem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm in der „Action Arena“ unter freiem Himmel fanden die Besucher in der Halle Verkaufs- und Beratungsstände „rund um’s Motorrad“ vor. Die zahlreichen Motorrad-Händler und das vielseitige Angebot der Aussteller der Messe spiegelten ebenfalls die Vielfältigkeit der Veranstaltung wieder. Motorräder soweit das Auge reicht in allen Größen und Arten, diverse Verkaufsstände für die entsprechende Ausrüstung und den passenden Look, Informationsstände von der Polizei, dem Arbeiter-Samariter Bund und dem TÜV Süd standen vor Ort bereit, um die Besucher kompetent zu informieren. Trend zur E-Mobilität Neben Beratungsgesprächen und Einkaufsmöglichkeiten, boten sogar einige Stände den Besuchern Probefahrten mit ihren Geräten an. Man hatte die Auswahl zwischen einer gemächlichen Fahrt durch die Halle mit den modischen Segways (elektrisch angetriebenes Einpersonen-Transportmittel auf zwei Rädern) und einer Tour mit den neuartigen E-Bikes durch den Outdoor-Parcours oder auf asphaltierter Strecke. „Diese Angebot wurde von den Besuchern unglaublich gut angenommen“, so der Veranstalter Josef Scheibel über die Testmöglichkeiten der geräuschlosen E-Bikes.Trend auf der diesjährigen Messe war dieses Jahr ganz klar die E-Mobilität, wie auch die Händler größtenteils bestätigten. „Gerade im Allgäu ist aufgrund der vielen Berge die Nachfrage enorm hoch“, sagte Roland Müller vom Motorradhändler KT Müller. „So können die Leute sich endlich bewegen und die schöne Natur genießen – und das ohne Anstrengung.“ Mittlerweile sind die E-Bikes in allen Größen und Variationen erhältlich. Vom schicken Damen-Rad über komplett-gefederte Mountainbikes bis hin zu PS-starken Motorrädern – ein Elektromotor ist fast für alle Ansprüche verfügbar. Fahrspaß ohne Lärm, ein einfaches Aufladen des Akkus über die Steckdose und ein geringer Wartungsaufwand – So lauten laut der Händler die Vorteile der trendigen Fortbewegungsmittel. Allerdings besteht gerade bei den größeren Maschinen im Bereich der Reichweite noch Verbesserungsbedarf. Während die elektrische Unterstützung bei Fahrrädern je nach Beanspruchung erst nach 150 Kilometern schlapp macht, halten die Akkus der Elektro-Motorräder im Moment nur circa 20 Minuten durch. Viele Besucher kritisierten deshalb die Technologie, da sie noch nicht hundertprozentig ausgereift ist. „Außerdem fehlt vielen Bikern durch die fehlenden Motorgeräusche der Sound – und somit das Feeling“, so ein Besucher. Veranstalter zufrieden Insgesamt kamen dieses Jahr um die 6.000 Besucher auf die Messe, um zu staunen, sich zu informieren und um auf viele Gleichgesinnte zu treffen. „Mit dem Ergebnis bin ich rundum zufrieden. Es ist alles Rund gelaufen.“, so Scheibel. 2014 ist es wieder soweit – dann findet die 10. Auflage der Motorrad-Messe in Kaufbeuren statt. Was dann an Trends, Showprogramm und Ausstellern vertreten sein wird, ist aufgrund der Schnelllebigkeit des Motorradsportes noch unbekannt. „Bis dahin muss mal geschaut werden, was in der Luft liegt. Das muss dann aufgegriffen und umgesetzt werden“, so Scheibel.

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