Drive-in-Testzentrum

Zum Corona-Test am Drive-In-Schalter auf dem Tänzelfestplatz

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Das Unterallgäuer Gesundheitsamt und seine Mitarbeiter demonstrierten beispielhaft den Drive-In-Schalter am Kreisbauhof Mindelheim: Mit einem Greifarm wird das Röhrchen an den Fahrer übergeben. Dieser muss ein Stäbchen in den Mund stecken, einen Abstrich machen, das Röhrchen danach wieder verschließen und in eine Kiste werfen. Am Ende eines Tages wird die Box vom Gesundheitsamt abgeholt.

Kaufbeuren – Das Gesundheitsamt Ostallgäu will in den nächsten Tagen auf dem Kaufbeurer Tänzelfestplatz ein Drive-in-Testzentrum auf das Coronavirus SARS-CoV-2 errichten.

Das teilte die Stadt Kaufbeuren auf Anfrage des Kreisbote mit. Vor der Inbetriebnahme müsse das Drive-in-Testzentrum jedoch noch vom Gesundheitsamt abgenommen und freigegeben werden. Diese Maßnahme soll vor allem auch helfen, die Notaufnahmen in den Kliniken zu entlasten. Thematisiert wurde das Ganze gestern auch im Verwaltungsausschuss der Stadt. 

Oberbürgermeister Stefan Bosse verkündete in seiner Videobotschaft vom 19. März, dass Ärzte direkt Personen zur Abstrichstelle am Tänzelfestplatz verweisen können. Die Testpersonen werden ausschließlich vom Gesundheitsamt Ostallgäu zum Test geladen. Es werden auch nur die vom Gesundheitsamt Ostallgäu geladenen Personen getestet.

In Mindelheim gibt es so etwas bereits beim Kreisbauhof. Testen lassen können sich dort nur Reiserückkehrer aus Risikogebieten mit Krankheitssymptomen sowie Kontaktpersonen von bereits Infizierten, aber auch Personen, die einen systemkritischen Beruf ausüben wie Alten- oder Krankenpfleger. Man darf aber nur zum Kreisbauhof fahren und diesen Abstrich machen, wenn man zuerst über das Bürgertelefon mit dem Landratsamt Kontakt aufgenommen hat. Nur bei ausdrücklich begründeten Verdachtsfällen bekommen die Personen vom Gesundheits­amt eine Nummer, mit der sie zum Schalter fahren und sich testen lassen können. Diese Nummer wird vor der Schranke abgefragt. Beim zweiten Häuschen wird noch einmal die Identität der Person mit der Nummer verglichen. An der dritten Stelle bekommt der Fahrer, der während des ganzen Prozesses nicht aus dem Auto steigen darf, ein Röhrchen mit einem Wattestäbchen per Greifarm überreicht. Das Stäbchen steckt er sich dann in den Mund und wirft es anschließend in eine Kiste, die abends vom Gesundheitsamt abgeholt wird.

kl/mt

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