Gewerbehalle wird umgebaut

Corona-Impfzentrum für das Ostallgäu entsteht im Marktoberdorfer Norden

Die Vorbereitungen für das Impfzentrum laufen bereits.
+
Die Vorbereitungen für das Impfzentrum im Landkreis Ostallgäu laufen bereits.

Ostallgäu/Marktoberdorf – Der Standort für das Corona-Impfzentrum für den Landkreis Ostallgäu ist gefunden: Im Marktoberdorfer Norden wird eine Gewerbehalle umgebaut. Das teilte die Pressestelle des Landratsamtes heute Mittag mit. Nach intensiver Suche ist Landrätin Maria Rita Zinnecker froh, dass die Standortfrage nun geklärt ist: „Die umgebaute Halle bietet das beste Gesamtpaket für die uns gestellten Anforderungen und liegt zentral im Landkreis“.

Laut Bayerischem Gesundheitsministerium könnten in Bayern schon Mitte Dezember Impfstoffe gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 zur Verfügung stehen. Die Landratsämter in Bayern wurden daher beauftragt, bis Mitte Dezember je ein Impfzentrum pro Landkreis sowie sogenannte Mobile Impfteams aufzustellen. Die Mobilen Impfteams sollen die Impfungen vor Ort durchführen, in bestimmten Einrichtungen wie zum Beispiel Alten- und Pflegeheimen oder bei vulnerablen Personen an deren Wohnsitz.

Die Ausschreibung des Betriebs der Impfzentren und Mobilen Impfteams wird gemeinsam mit der Stadt Kaufbeuren erfolgen, die ebenfalls aufgefordert ist, ein Impfzentrum in der Stadt zu errichten. Eine Schwierigkeit bei den Vorbereitungen sind derzeit noch die sich ständig ändernden Vorgaben des Gesundheitsministeriums beispielsweise hinsichtlich Kapazität und Öffnungszeiten der Impfzentren. Die Impfzentren und Mobilen Impfteams übernehmen in der Anfangszeit staatlich gesteuert die Verteilung des zunächst noch nicht in großen Mengen verfügbaren Impfstoffs. Die Priorisierung richtet sich nach Empfehlungen der Ständigen Impfkommission und noch zu erstellenden Richtlinien des Gesundheitsministeriums. Diese werden dann vor Ort konkret umgesetzt. In einer späteren Phase soll dann die Impfung durch die niedergelassenen Ärzte erfolgen. Die Impfzentren werden auch die vom Freistaat bereit gestellten Impfstoffe entgegennehmen und bis zur Impfung lagern.

Task-Force im Landratsamt übernimmt Vorbereitungen

Zinnecker sieht in den angekündigten Impfstoffen eine Chance, wieder zu mehr Normalität zurückkehren zu können, wenngleich dies auch kein schneller Weg sein wird. „Es wird eine Zeit geben, in der die Beschränkungen zum Schutz und die Impfung der Bevölkerung parallel laufen“, sagt Zinnecker. Der Erfolg werde letztlich auch von der Bereitschaft von ausreichend Bürgern abhängen, sich in den kommenden Monaten freiwillig impfen zu lassen. Um die Herausforderung zu bewältigen, innerhalb von gerade einmal vier Wochen betriebsbereite Impfzentren zu errichten, begann eine Task-Force im Landratsamt umgehend mit den Vorbereitungen. „Die Hauptaufgabe war, einen Standort zu finden, der den Anforderungen des Ministeriums genügt“, sagt Zinnecker. Erreichbarkeit, Winterbetrieb, Größe, Einbahnsystem, Barrierefreiheit waren dabei die Kernthemen. Zudem gilt es einen Betreiber zu gewinnen, der das erforderliche Personal wie Ärzte, medizinisches Fachpersonal, Verwaltungsmitarbeiter und die Dokumentation gewährleisten kann.

kb

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mit einem Küchenmesser soll ein 38-Jähriger elf Mal auf seine Frau eingestochen haben
Mit einem Küchenmesser soll ein 38-Jähriger elf Mal auf seine Frau eingestochen haben
Kaufbeuren: Aggressiver Maskenverweigerer (43) stößt andere Kundin in Supermarkt gegen Regal
Kaufbeuren: Aggressiver Maskenverweigerer (43) stößt andere Kundin in Supermarkt gegen Regal
Spaßmacher aus Kaufbeuren und dem Ostallgäu sind mit dabei
Spaßmacher aus Kaufbeuren und dem Ostallgäu sind mit dabei
Der ESVK ist keine Wohlfühloase: Kreitl nimmt Joker in die Pflicht
Der ESVK ist keine Wohlfühloase: Kreitl nimmt Joker in die Pflicht

Kommentare