34 Intensivbetten und 23 Beatmungsgeräte stehen zur Verfügung

Corona-Pandemie: Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren sind gerüstet

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Aktuell stehen 34 Intensivbetten in den Krankenhäusern zur Verfügung.

Landkreis/Kaufbeuren – Als „absolut motiviert“, ihr Bestes zu geben, beschreibt Andreas Fischer, zusammen mit Ute Sperling Vorstand des Klinikverbundes Ostallgäu-Kaufbeuren, die Mitarbeiter, die an den insgesamt 34 Intensivbetten im Klinikverbund im Einsatz sind. Belegt sind die Betten mit Menschen, die als schwer erkrankte Covid-19-„Fälle“eingestuft werden müssen. Wie Fischer auf Nachfrage des Kreisbote erklärte, ist die Klinik Kaufbeuren in der Region der „Schwerpunktversorger“. Zum Krankenhausverbund gehören die Häuser Buchloe, Füssen und Kaufbeuren.

Jede der drei genannten Kliniken steht vor der noch nie dagewesenen Herausforderung, für die von der Corona-Pandemie betroffene Patientengruppe die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten. Dazu gehöre es, „dass wir eine weitere Aufstockung des Bettenangebots für die schwer erkrankten Corona-Patienten vorbereiten“, so Fischer.

Nach weiteren Angaben des Vorstands des Dreierverbunds stehen an den Kliniken insgesamt 610 Betten für stationäre Aufenthalte zur Verfügung. Von den so genannten Planbetten können – je nach Erfordernis – die speziell ausgestatteten Intensivbetten für Corona-Patienten entsprechend vorbereitet werden. Deren Zahl – aktuell 34 – könne bei Bedarf „noch aufgestockt werden“. Beatmungsgeräte stehen dem Klinik-Zusammenschluss laut Fischer insgesamt 23 zur Verfügung.

Im Kampf gegen das Coronavirus gilt darüber hinaus derzeit an den drei Klinik-Standorten Ostallgäu-Kaufbeuren ein generelles Verbot, die Häuser zu betreten und Krankenbesuche zu machen. Die Klinikteams wenden sich mit einer Kampagne an die Bürger: „Wir bleiben für euch da – Bleibt ihr bitte für uns Zuhause!“

Ein positives Signal in den für die Bewohner der Region körperlich und seelisch belastenden Tagen der Corona-Pandemie senden jetzt auch die Fachkliniken in Hopfen, Pfronten und Schwangau aus: die dort tätigen Ärzteteams und Pflegefachkräfte sind nach Recherchen des Kreisbote offenbar recht gut darauf vorbereitet, mit den Krankenhäusern im Ostallgäu betroffenen Patienten zu helfen.

Die Fachklinik Allgäu kann in Pfronten Patienten aufnehmen, damit eine Anschlussheilbehandlung in der medizinischen Fachabteilung vorgenommen wird. Dadurch sollen die Akutkrankenhäuser, die eine stationäre Behandlung vornehmen, gezielt entlastet werden – indem es den Häusern erleichtert wird, sich gezielt um Covid-19-Fälle zu kümmern.

Auch die Schwangauer Fachklinik „König Ludwig“ ist darauf vorbereitet, einen erkrankten Personenkreis zur Entlastung der auf Covid-19-Patienten konzentrierten Häuser aufzunehmen. Dafür seien „derzeit Kapazitäten vorhanden“, heißt es aus der Geschäftsleitung in Schwangau. Nicht zuletzt kommen gute Nachrichten von der Fachklinik Enzensberg mit Sitz in Hopfen, die im engen Kontakt mit den zuständigen Behörden ihr Hilfsangebot gestaltet.

Stand Mitte der Woche sind die Kliniken im Verbund Ostallgäu-Kaufbeuren mit ihrem Fachpersonal – laut Mitteilung von Vorstand Fischer – gut aufgestellt, um die Patienten „optimal zu versorgen“.

von Selma Höfer

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