„Ein Silberstreif am Horizont“

Coronavirus im Senioren- und Pflegeheim Waal: Lage entspannt sich

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Symbolbild

Waal – Die Lage im Senioren- und Pflegeheim Waal entspannt sich langsam, aber stetig. Für den Großteil der Bewohner endete inzwischen die Quarantäne im Heim. Auch Bewohner, die sich in Krankenhäusern befanden, konnten mittlerweile zurückverlegt werden, weitere werden in den nächsten Tagen folgen.

„Die jüngsten Testergebnisse waren erfreulich“, sagte Landrätin Maria Rita Zinnecker. „Sie geben uns Hoffnung in der Bewältigung des Ausbruchsgeschehens.“

Von den 31 Bewohnern auf der Isolierstation wurden zwei Drittel aus der Quarantäne entlassen, weitere werden aller Voraussicht in den nächsten Tagen folgen.

 „Nachdem die überwiegende Zahl der Bewohner seit über 14 Tagen in Quarantäne und mehr als 48 Stunden symptomfrei sind, gelten sie als genesen“, zeigte sich Zinnecker froh über die Nachrichten aus Waal. Zwischenzeitlich waren von 47 im Haus befindlichen Bewohnern 39 an Corona erkrankt. 14 davon starben an den Folgen des Virus.

Auch bei den Mitarbeitern haben die jüngsten Testergebnisse ein erfreuliches Ergebnis gebracht: 50 Mitarbeiter wurden negativ getestet, nur noch ein positiver Fall ist zu verzeichnen. „Diese Entwicklung ist nach den vielen Todesfällen und Infektionen im Heim mehr als ein Silberstreif am Horizont“, sagt Zinnecker. Die Verstorbenen und deren Angehörige dürfe man aber keinesfalls vergessen. Ihnen gehöre die Anteilnahme des Landkreises und seiner Bürger.

„Hingebungsvoller Einsatz“

Durch den Einsatz des Gesundheitsamtes, eines Heimarztes sowie einer Koordinierungsstelle für Heime wurden konsequent Maßnahmen ergriffen, um einen noch ernsteren Verlauf zu verhindern. So sei auch dazu beigetragen worden, dass im Heim in Obergünzburg ein Ausbruch verhindert und in Buchloe eine ähnlich ernste Lage abgewendet werden konnte.

„Wir hoffen nun, dass die Bewohner und Mitarbeiter in Waal wieder ein wenig in den Alltag zurückfinden können. Normalität wird sich angesichts der Todesfälle natürlich noch eine geraume Zeit nicht einstellen. Solidarität und Umsicht im Umgang miteinander sind nun wichtig, damit das Heim in Waal für Bewohner und Mitarbeiter ein Ort des Vertrauens und der Gemeinsamkeit bleibt“, sagt Zinnecker. 

Sie bekräftigt dabei noch einmal, dass die pflegerische und medizinische Versorgung in der sehr schweren Zeit dank des hingebungsvollen Einsatzes der Mitarbeiter und des Heimarztes großartig gewesen sei.

kb

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