Für gleiche Bildungschancen

Crowdfunding-Projekt der VR Bank Ostallgäu– Mithilfe der Bürger gefragten

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Symbolbild

Kaufbeuren/Ostallgäu – Gerade in Coronazeiten fällt die fehlende Bildungsgerechtigkeit besonders ins Gewicht. Die Kinder aus sozial benachteiligten Familien beim Homeschooling nicht abgehängt werden.

Darum haben die Kinderbrücke Allgäu und die VR Bank Augsburg-Ostallgäu das Crowdfunding-Projekt „Zuhause nicht abgehängt“ ins Leben gerufen.Das Ziel: Gemeinsam eine Spendensumme von 60.000 Euro zugunsten bedürftiger Grundschulkinder zu sammeln. Rund 28.000 Euro sind schon zusammengekommen – jetzt ist die weitere Mithilfe der Bürger gefragt.

Denn bei vielen Bedürftigen Familien fehlt es an der nötigen technischen Ausstattung für den Heimunterricht. Ein Umstand, der die Kinder und Eltern an ihre Grenzen bringt. Um dieser Benachteiligung aktiv entgegenzuwirken und schnelle Abhilfe zu schaffen, haben sich der gemeinnützige Verein und die VR Bank Augsburg-Ostallgäu kurzerhand mit den Bildungsregionen Ostallgäu und Kaufbeuren zusammengetan. 

Startkapital

Jeweils 10.000 Euro haben VR-Bank und Kinderbrücke bereits als Startkapital in den Spendentopf eingezahlt. Für jede Spende ab fünf Euro legt die VR-Bank außerdem noch einmal zehn Euro drauf. Die Projektbeteiligten haben nicht lange gezögert – für sie war schnell klar: „Da wollen und müssen wir uns engagieren“, bekräftigt Vorstandssprecher Dr. Hermann Starnecker von der VR Bank Augsburg-Ostallgäu. 

„Keinem Schüler sollten durch die Krise Nachteile entstehen“, so der Gedanke hinter der Aktion. Auch für die Kinderbrücke Allgäu war es laut der Zweiten Vorsitzenden des Vereins, Ursula Gollmitzer, eine „Herzensangelegenheit“, sich dafür stark zu machen, dass kein Kind abgehängt wird. „Die Pandemie trifft leider besonders diejenigen hart, die es schon vorher nicht leicht hatten“, so Gollmitzer. In Familien, in denen das Einkommen gering ist, fehle es nicht nur an Laptops oder Druckern, sondern teilweise schon an Druckerpatronen, um Arbeitsblätter ausdrucken zu können. 

Fehlendes Know-how

Es gehe aber nicht nur um materielle Dinge, sagt Gollmitzer. Manchen Eltern fehle auch das Know-how, mit den Programmen umzugehen. „In dieser Hinsicht gibt es Lücken bei vielen Familien“, so gebe es laut Gollmitzer die Möglichkeit, die Spendengelder neben der Anschaffung von Hardware auch für Schulungen einzusetzen, um den Eltern eine Hilfestellung zu bieten. Für den Umgang mit Lerninhalten und eine gute Schulung reiche der Besitz eines Smartphones alleine nicht aus, verweist Gollmitzer auf die Wichtigkeit, den Familien durch solche Projekte unter die Arme zu greifen.

Über 100 Unterstützer haben aktuell schon für das Projekt gespendet. Bis zum Ende des Projektzeitraums am 30. Juni muss nun die restliche Spendensumme zusammenkommen, um die Aktion erfolgreich umsetzen zu können. Damit das Vorhaben gelingt, ist jetzt die Mithilfe des Einzelnen gefragt. „Da die Summe mit 60.000 Euro sehr hoch ist, brauchen wir noch die Unterstützung vieler Bürgerinnen und Bürger im Ostallgäu und in Kaufbeuren – und wirklich jede Spende zählt“, so der Appell der Projektbeteiligten.

Schnelle und unkomplizierte Hilfe

„Die Bildungschancen für Kinder aus bedürftigen Familien dürfen durch die Coronakrise und den Heimunterricht nicht noch mehr leiden. Es braucht jetzt schnelle, unkomplizierte Hilfe. Deshalb vertrauen wir auf die BürgerInnen in unserer Region, dass sie dieses wichtige Projekt unterstützen“, heißt es auf der Crowdfunding-Plattform der VR Bank. Davon, dass die Unterstützer mit ihrer Spende einen Unterschied machen können, ist auch Gollmitzer überzeugt: „Viele kleine Beträge ergeben schließlich einen großen Betrag“, so die Zweite Vorsitzende der Kinderbrücke Allgäu. Alle, die mithelfen, können damit auch ein Zeichen setzen, dass diese Kinder nicht alleingelassen werden. Wer spenden möchte, kann dies unter www.vrbank-hilft.de tun; eine Spendenquittung wird ausgestellt.

Mahi Kola

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