Klare Standpunkte zu lokalen Problemen auf der CSU-Hauptversammlung in Kaufbeuren

Es bleibt (fast) alles beim Alten

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„Miteinander ins Gespräch kommen ist die Devise!“ Vorsitzender Stephan Stracke auf der Hauptversammlung des CSU-Ortsvereins Kaufbeuren.

Kaufbeuren – Keine großen Überraschungen gab es bei den Vorstandswahlen auf der CSU-Jahreshauptversammlung vor einigen Tagen – dafür umso klarere Worte von den Rednern. Ob MdL Franz Pschierer über das Thema "gleichgeschlechtliche Partnerschaften" oder OB Stefan Bosse zum Kliniken-Problem: Man nahm kein Blatt vor den Mund.

„Wir wollen aus den Chancen, die sich hier erschließen, das Bestmögliche machen“, so der Ortsvorsitzende und MdB Stephan Stracke bei der jüngsten Jahreshauptversammlung der CSU. Dabei stellte er das gemeinschaftliche Handeln in den Vordergrund. Er gab zudem einen Rückblick auf das vergangene Jahr und die Entwicklung der aktuellen Ereignisse auf Bundesebene. 

In Grußworten äußerten sich MdL Franz Pschierer und Oberbürgermeister Stefan Bosse zu Themen auf Landes- und Kommunalebene und bezogen klare Positionen. Der Ortsvorsitzende konnte über 60 Mitglieder und Gäste begrüßen. „Natürlich beschäftigen wir uns vor allem mit politischen Themen und mit Pro- blemen hier vor Ort. Aber wir legen auch Wert auf das Miteinander und pflegen die Geselligkeit“, so Stracke in seinem Rechenschaftsbericht über das vergangene Jahr. Der freundschaftliche Austausch ermögliche es, Herausforderungen an- zunehmen und Lösungen zu finden. Er streifte die Themen Arbeit, Soziales sowie Familienpolitik und kehrte mit dem gerade erfolgten Spatenstich zur Kindertagesstätte am Klinikum auf die lokale Ebene zurück. „Mit dieser qualitativ hochwertigen Einrichtung stellen wir uns der Vereinbarkeit von Familie und Beruf in extensiver Weise“, schloss der Abgeordnete. 

Klare Positionen 

MdL Franz Pschierer bezog eindeutig Stellung für den besonderen Schutz von Ehe und Familie: „Respekt und Toleranz für gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften ist keine Frage. Ob ich sie aber vollumfänglich mit dem gleichsetzen muss, was wir als Ehe und Familie kennen, wage ich zu bezweifeln. Da gibt es noch einen kleinen Unterschied!“ In der Klinikpolitik erwarte er „mutige, aber notwendige Entscheidungen“ insbesondere vom Landkreis Ostallgäu. Beim Ausbau der B12 sah er eine „Bringschuld des Bundes aus den 70er Jahren“, in denen die Region „abgehängt“ worden sei. 

Klinik, Stadion, TSLw 1 

Auch Oberbürgermeister Stefan Bosse äußerte sich nochmals zum Klinikunternehmen. Die Situation stelle sich zum Teil „haarsträubend“ dar. Er sei aber sicher, so Bosse, dass der Landkreis erkannt habe, dass es so nicht weitergehe. Die Defizitvereinbarung sei ein Vehikel für eine leistungsfähige Struktur gewesen. „Und wer glaubt, Kreistags- und Verwaltungsratsbeschlüsse einfach ignorieren zu können, der irrt“, so der OB, „denn konkludentes (folgerichtiges) Handeln lernt man im zweiten Jura-Semester als Rechtsgrundlage für Verträge!“ Beim Thema „Neubau Eisstadion“ werde derzeit mit einem parteiübergreifenden Konsens die Möglichkeit eines Ratsbegehrens im Rahmen der anvisierten Bürgerbeteiligung ge- prüft. Bei einem durch Stephan Stracke vermittelten Gespräch mit dem Präsidenten des Technischen Hilfswerkes (THW) habe sich in der letzten Woche der Wunsch nach einer Akademie für das THW angedeutet, die sich die THW-Spitze durchaus auf dem Fliegerhorstgelände vorstellen könnte. 

"Kaum Veränderungen" 

Für die Zukunft sah Schatzmeister Alexander Bartsch den Ortsverein nicht zuletzt durch Spenden der Mandatsträger und Fraktionsmitglieder gut gerüstet. „Keine Kredite für den Wahlkampf“, so lautet seine Devise. Die Vorstandswahlen mit Gerhard Bucher als Wahlleiter brachten indes keine Überraschung. Der Vorsitzende sowie der Schatzmeister und Stellvertreter Ulf Jäkel wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Die Stellvertreter Dr. Thomas Jahn und Sigrid Chmiel erreichten 92 und 72 Prozent Zustimmung. Lediglich der Posten des Schriftführers musste neu besetzt werden. Bei den Beisitzern gab es vier personelle Wechsel (siehe Info unten). Mehrere Mitglieder wurden für ihre langjährige Mitgliedschaft zum Ortsverband geehrt. von Wolfgang Becker

Der CSU-Vorstand Kaufbeuren nach den jüngsten Neuwahlen: 

1. Vorsitzender: Stephan Stracke 

Gleichberechtigte Stellvertreter: Ulf Jäkel, Sigrid Chmiel, Dr. Thomas Jahn 

Schriftführerin: Julia Constanze von Stillfried 

Schatzmeister: Alexander Bartsch 

Beisitzer: Karl-Georg Bauernfeind, Johannes Böckler, Melanie Dworacek, Felix Wobst, Sylwia Pohl 

Neu im Gremium sind Helmut Folter, Klaus Höpp, Dr. Cordula von der Ropp und Ernst Schönhaar 

Weitere Mitglieder sind die Vorsitzenden von Frauenunion (Susanne Zoller), Seniorenunion (Rainer van Rijckevorsel) und Junge Union (Patrick Sekora)

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