Damit der Schallschutz für die nördlichen Nachbarn in Marktoberdorf gewährleistet ist

Lärmschutzwand beim Edeka

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Ansicht zum neuen Edeka-Markt, der nächstes Jahr gebaut wird: Der Eingang befindet sich auf der Ostseite.

Marktoberdorf – Hinter dem neuen Edeka-Markt, der nächstes Jahr als Vollsortimenter im Norden Marktoberdorfs eröffnen soll, ist eine 27 Meter breite und stellenweise bis zu dreieinhalb Meter hohe Lärmschutzwand erforderlich. Sie dient als Schallschutz für die Nachbarn in den angrenzenden Reihenhäusern.

Die Marktoberdorfer Stadträte haben auf der jüngsten Sitzung den Bebauungsplan gebilligt, der eigens für dieses Einzelhandels-Projekt notwendig ist. Verbunden damit ist der Beschluss, die Planung erneut öffentlich auszulegen. „Hoffen wir, dass keine Einwände kommen“, lautete dazu der Kommentar von Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell, der den Markt mit einem großen Wohnbauprojekt in diesem Quartier und mit dem nun fertiggestellten Kreisverkehr „im Einklang“ sieht.

Marion Schmidt, Architektin im Stadtbauamt, blickte zum weiteren Prozedere voraus, dass die öffentliche Auslegung in der Zeit von Anfang Dezember bis Anfang Januar erfolgen wird. Danach könnten die Stadträte den Satzungsbeschluss fassen und den Weg zum Edeka-Markt baurechtlich freimachen. Mit dem Projekt verfolge man das Ziel, ungenutzte Flächen wiederzubeleben und eine „verbrauchernahe Versorgung“ im Wohngebiet des Marktoberdorfer Nordens zu erreichen.

Eine weitere Maßnahme für den Schallschutz ist, dass in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr allenfalls Kleintransporter bis 2,8 Tonnen auf das Edeka-Gelände fahren dürfen. Eine Anlieferung mit größeren Lkw ist nicht zulässig. Dies sei aber mit dem Bauherrn so abgesprochen, fügte Marion Schmidt hinzu. Vom Landratsamt Ostallgäu wurde zu der Thematik eine schallschutztechnische Untersuchung gefordert, wie Laura Brethauer vom Büro Sieber (Stadt- und Landschaftsplanung) aus Lindau vor den Markt­oberdorfer Stadträten in Erinnerung rief.

Deren Kollege Marian Baumeister, Diplom-Geograph und Stadtplaner, führte bei der Beratung aus, dass die Firma das alte Gebäude abreißen wird. Der neue Einkaufsmarkt werde circa 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche haben. Die Filiale werde in einem Baukastenprinzip erstellt – ohne dies „negativ zu meinen“, wie es Marian Baumeister formulierte.

Zulässig ist nach den Worten Baumeisters alles, was für einen Vollsortimenter typisch ist. Dazu würden auch eine Metzgerei und ein Backshop gehören. Das Gebäude wird entlang der Bahnlinie erstellt. Die Zufahrt erfolgt von Osten – die Einmündung des Edeka befindet sich nahe des neuen Kreisverkehrs an der Ruderatshofener Straße.

Das Thema, am Standort der früheren Edeka-Filiale wieder einen Markt zu etablieren, sei eine „längerfristige Angelegenheit“ gewesen, merkte Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell an. Doch es sei der Stadt gelungen, die Investoren davon zu überzeugen, dass dort der richtige Platz für einen Nahversorger sei.

jj

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