Suchtberatungsstelle in Buchloe neu besetzt

Hilfe zur Selbsthilfe

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Daniela Kioza berät nach telefonischer Anmeldung in ihrem Büro in der Bahnhofsstraße in Buchloe Menschen, die mit ihrer Sucht zu kämpfen haben.

Buchloe/Landkreis – Die Suchtberatungsstelle der Caritas in Buchloe ist seit August wieder regelmäßig besetzt. Die „Neue“ heißt Daniela Kioza und ist ausgebildete Sozialpädagogin. Einmal in der Woche bietet sie in der Bahnhofstraße 24 in Buchloe für suchtbedrohte Menschen Hilfe an.

Genauer gesagt ist es Hilfe zur Selbsthilfe. Denn die Klienten müssen bereit sein, am Therapieprozess mitzuarbeiten. In der Suchtberatung ist Daniela Kioza keine Unbekannte. Sie betreut seit 2010 die Suchtberatungsstellen der Caritas in Kaufbeuren und Füssen und kennt ihr Geschäft. Nun kommen Buchloe und dessen Umgebung mit zu ihrem Arbeitsbereich. 

Sie hat an der Katholischen Stiftungsfachhochschule in Benediktbeuern studiert. Über ein Praktikumssemester bei der Caritas in Kaufbeuren lernte sie ihr zukünftiges Arbeitsgebiet kennen. 

Vielfältige Probleme 

„Zu uns kommen Menschen, die ein Problem haben“, sagte Daniela Kioza, und die Probleme selbst seien vielfältiger Natur. Die Statistik der Suchtberatung besagt, dass Alkohol und illegale Drogen die häufigsten Suchtarten sind. Bei Daniela Kioza landen aber auch Menschen mit Spielsucht, Medienabhängigkeit oder mit Essstörungen. 

Zu ihrer Klientel gehören auch Menschen, die sich auf die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) vorbereiten, weil ihnen der Führerschein entzogen worden ist. Daneben ist die Beratung von Angehörigen von Suchtkranken ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit der Sozialpädagogin. 

Manche kommen freiwillig zur Suchtberatung, weil sie ihr Problem selbst erkannt haben. Manchmal sind es auch Verwandte, die darauf drängen, dass Süchtige sich bei der Caritas helfen lassen. Andere wiederum haben Auflagen eines Gerichtes, sich beraten und therapieren zu lassen. Voraussetzung für die Beratung ist eine telefonische Terminabsprache. 

Dann setzt sich die Sozialpädagogin mit dem Klienten zusammen. Gemeinsam werden die Probleme analysiert, Daniela Kioza arbeitet Empfehlungen aus. Das kann auch einen Klinikaufenthalt beinhalten. „Es ist die freie Entscheidung des Klienten, ob er den aufgezeigten Weg gehen will“, betonte sie gegenüber unserer Zeitung. 

„Wenn sich jemand freiwillig für den aufgezeigten Weg entschieden hat, begleiten wir ihn bis zur Therapie.” Die kann je nach Schwere des Falls ambulant oder auch stationär sein. Nach einer Therapie steht die Sozialpädagogin auch für die ambulante Nachsorge mit Rat und Tat zur Verfügung. 

Erfolge wie auch Misserfolge gehören zu ihrem Berufsalltag. „Oft brechen Klienten ihre Therapie ab oder werden rückfällig“. Aufgeben ist für Daniela Kioza aber ein Fremdwort. Wer sich wieder meldet, bekommt selbstverständlich weiterhin die Beratung der Caritas. „Es ist wichtig, dass wir vor Ort sind und unsere Hilfe jederzeit anbieten können”, unterstrich Daniela Kioza im Gespräch.

 Immerhin gibt es die Buchloer Außenstelle der Caritas schon seit 25 Jahren. Es ist eine Beratungsstelle für Erwachsene rund um Buchloe. „Wir weisen aber auch keinen Jugendlichen ab, der sich bei uns meldet.“

 Die Suchtberatungsstelle in Buchloe ist immer jeweils montags von 13 bis 20 Uhr besetzt. Telefonische Termine können mit Daniela Kioza unter der Telefonnummer 08241/6959 jeweils montags ab 13 Uhr vereinbart werden. Die Sozialpädagogin ist auch über die Füssener Caritas-Außenstelle unter Tel. 08362/ 37269 erreichbar.

von Siegfried Spörer

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