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Dankesurkunden für zehn Jahre Mitarbeit in der Sicherheitswacht Kaufbeuren

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Mitarbeiter der Kaufbeurer Sicherheitswacht im Rathaus Kaufbeuren: Joachim Peitz, ehemaliger Ansprechpartner, Oberbürgermeister Stefan Bosse und Inspektionsleiter Markus Ziegler. 2022
Dankesurkunden für zehn Jahre Mitarbeit in der Sicherheitswacht Kaufbeuren gab es bei einer Feierstunde: Markus Holste (v. li.), Ansprechpartner Sicherheitswacht Kaufbeuren, Mitarbeiter der Sicherheitswacht, Joachim Peitz, ehemaliger Ansprechpartner, Oberbürgermeister Stefan Bosse und Inspektionsleiter Markus Ziegler. © Krusche

Kaufbeuren – Vor 20 Jahren wurde in Kaufbeuren die Sicherheitswacht gegründet und bietet seitdem Schutz und Hilfe für die Kaufbeurer Bürger. Derzeit engagieren sich 136 Männer und Frauen in den Sicherheitswachten von 17 Kommunen im Bezirk Schwaben Süd/West.

Mit der Sicherheitswacht wird dem Trend zum Wegsehen wirkungsvoll begegnet. Durch sichtbare Präsenz in den Stadtteilen und an Orten mit erhöhtem Sicherheitsbedürfnis, wie beispielsweise in öffentlichen Parks oder bei Veranstaltungen, stärken die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sicherheitswacht das subjektive Sicherheitsgefühl.

Sie unterstützen damit die örtlichen Polizeidienststellen mit ihrer freiwilligen und ehrenamtlichen Tätigkeit, die durch eine Aufwandsentschädigung ausgeglichen wird.

Gleichzeitig sind sie auch Auskunftsperson im Stadtbereich. Neben sogenannten „Jedermannsrechten“, wie beispielsweise das Festhalterecht bei auf frischer Tat ertappten Straftätern, haben sie weitere Rechte nach dem Sicherheitswachtgesetz und können damit Personen anhalten und Personalien aufnehmen oder Platzverweise aussprechen. Die Tätigkeit basiert auf einer 40-stündigen, fundierten und praxisnahen Ausbildung und vierteljährlichen Fortbildungen.

Urkundenverleihung im Rathaus

In einer Feierstunde fand im Rathaus die Urkundenverleihung an Mitarbeiter für ihr zehnjähriges Engagement bei der Sicherheitswacht Kauf­beuren statt. Oberbürgermeister Stefan Bosse dankte den anwesenden Mitarbeitern und den zuständigen Führungskräften der Polizei: „Wir sehen die Sicherheit in der Stadt als gemeinsame Aufgabe.“

Kaufbeuren stehe bei der Kriminalstatistik in Südbayern am positiven Ende der Statistik. Die Bevölkerung fühle sich für die Sicherheit in ihrer Stadt mitverantwortlich.

Jugendschutz im Fokus

Markus Ziegler, Leiter der Polizeiinspektion in Kaufbeuren, bedankte sich ausdrücklich bei OB Bosse für dessen Anwesenheit, weil er damit die wichtige Wertschätzung für die Tätigkeit der Sicherheitswacht zeige. Ein besonderer Schwerpunkt der Sicherheitswacht in der kreisfreien Stadt sei der Jugendschutz und die auftretenden Probleme im Zusammenhang mit Alkohol.

Die derzeit elf ehrenamtlichen Mitglieder der Sicherheitswacht, darunter zwei Frauen, würden durchschnittlich 1.600 Stunden im Jahr leisten und an drei bis vier Fortbildungen teilnehmen. Seit 2019 seien sie mit einheitlicher Dienstkleidung ausgestattet und verfügen über zwei E-Bikes für ihre Streifen.

Im Namen der Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner vom Polizeipräsidium Schwaben Süd/West in Kempten überbrachte Michael Keck Grüße und berichtete von 1.253 Sicherheitswacht-Mitgliedern in 202 Städten in Bayern.

Zwei nun ausscheidende Mitglieder, Peter Güttl und Anton Gleich, hatten sich vor mehr als zehn Jahren für das Engagement in der Sicherheitswacht entschieden und fanden die erhaltene Ausbildung sehr interessant.

Sie waren zwei bis drei Mal im Monat für drei Stunden als Sicherheitswacht mit Funkgerät und Dienstkleidung auf Streife und erfuhren im Gespräch mit den Bürgern oft Anerkennung: „Schön, dass es Sie gibt“, war zu hören gewesen.

Interessenten am Ehrenamt gesucht

Wer Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit bei der Sicherheitswacht habe, so Inspektionsleiter Markus Ziegler, möge sich einfach bei der örtlichen Polizei-Dienststelle melden. Der zuständige Ansprechpartner in Kaufbeuren ist Markus Holste.

Interessenten, auch ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger, sollten im Alter zwischen 18 und 62 Jahren sein, sowie neben einer abgeschlossenen Schul- oder Berufsausbildung auch einen guten Ruf besitzen und Zuverlässigkeit und Verantwortungsbereitschaft bewiesen haben.

Als Auge und Ohr der Polizei sollten sie für zehn bis 15 Stunden im Monat zur Verfügung stehen. Näheres findet man im Internet unter https://www.polizei.bayern.de/ und in einem Flyer zum Herunterladen: „Die Bayerische Sicherheitswacht“.
Von Wolfgang Krusche

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