Radeln fürs Klima

Das Ostallgäu tritt beim Stadtradeln 2021 an

Fahrradfahrer Alpen
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Erstmals nimmt heuer auch der Landkreis Ostallgäu am so genannten Stadtradeln teil. Die Allgäuer zusammen liegen bei den Gesamtkilometern im deutschlandweiten Vergleich zusammen auf Platz vier noch vor Hamburg, München und Köln.

Landkreis/Marktoberdorf – Erstmals nimmt heuer auch der Landkreis Ostallgäu am so genannten Stadtradeln teil. Initiiert wurde die Teilnahme vom Bündnis nachhaltiges Marktoberdorf (www.zukunft-mod.de). Im vergangenen Jahr führte die Gruppe, unterstützt vom Büro des Bürgermeisters Dr. Wolfgang Hell, die Kreisstadt in ihrer Größenklassen bis 50.000 Einwohner zum 1. Platz in Bayern. Deutschlandweit wurde Marktoberdorf auf dem vierten Platz bester Newcomer (wir berichteten). Nun soll der Wettbewerb zusammen mit dem Landratsamt Ostallgäu weiter in die Fläche getragen werden. 

Die sei zum einen eine gute Möglichkeit bei allen Corona-Einschränkungen gemeinsam für eine gute Sache anzutreten und etwas zu erleben. Zum anderen sei es nur logisch die Radregion Allgäu in diesem Wettbewerb zu präsentieren, erklärt Johannes Auburger von der Arbeitsgruppe Verkehr des Bündnisses Nachhaltiges Markt­oberdorf.

Ziel von Stadtradeln ist es, möglichst viele Menschen aufs Rad zu bringen und drei Wochen lang ihre täglichen Strecken zu erfassen. Einige Allgäuer Kommunen nehmen schon seit Jahren erfolgreich an dem Wettbewerb teil. „Interessant ist es, wenn man die geradelten Kilometer aller Allgäuer Kommunen aufaddiert“, sagt Auburger. 2020 radelten somit 8000 Allgäuer in drei Wochen knapp zwei Millionen Kilometer. Im Allgäu, das neben den Landkreisen Lindau, Oberallgäu, Unterallgäu und Ostallgäu, den kreisfreien Städten Kempten, Kaufbeuren und Memmingen auch noch Teile des Landkreises Ravensburg umfasst, leben laut Auburger rund 792.000 Menschen.

Die Allgäuer zusammen liegen bei den Gesamtkilometern im deutschlandweiten Vergleich zusammen auf Platz vier noch vor den Millionenmetropolen Hamburg, München und Köln. Und auch bei den Teilnehmerzahlen rangieren die rührigen Allgäuer unter den Top Ten.

„Es zeigt aber auch, wie wichtig es ist, neben den hervorragenden touristischen Radelangeboten auch die Alltagsradler hier im Allgäu zu unterstützen. Wichtig ist ein geschlossenes, sicheres Radwegenetz, das alle wichtigen Orte und Ziele verbindet. Dazu ein guter Unterhalt mit Winterdienst, Leihangebote zum Beispiel von Lastenrädern und gute Infrastruktur“, betont Auburger. Einladend wirken stabile, sichere Radständer in ausreichender Anzahl vor Geschäften und öffentlichen Einrichtungen. An Haltestellen beim Umstieg auf den ÖPNV, vor Schulen oder am Arbeitsplatz braucht es Witterungsgeschützte Abstellanlagen, gerne auch mit Ladepunkten, wo auch hochwertige Fahrräder sicher und wettergeschützt abgestellt werden können.

„Radfahren macht Freude und hält gesund und das muss durch entsprechende Investitionen gefördert werden. Dies machen die Zahlen deutlich, nicht nur in den Städten, sondern auch hier im ländlich geprägten Allgäu. Nachhaltigkeit passt zum Allgäu und macht die Region für alle Altersgruppen noch attraktiver“, ist sich Auburger sicher.

Wie funktioniert Stadtradeln?

Die teilnehmenden Kommunen und Kreise haben einen dreiwöchigen Zeitraum gewählt, in dem alle, die dort wohnen, arbeiten, zur Schule gehen oder einem Verein angehören, teilnehmen können. Unter www.stadtradeln.de müssen Interessierte dann ihre Kommunen heraussuchen, sich mit einem Team anmelden oder einer Gruppe anschließen und dann losradeln. Entweder erfasst man die täglichen Strecken über die Stadtradeln-App oder mit dem Tacho und trägt diese dann online nach. Manche Kommunen bieten auch Papierformulare zur Kilometererfassung an.

Seit vergangenem Jahr gibt es Stadtradeln in Bayern auch als Schulradeln. Schulen können sich dort parallel zum Stadtradeln untereinander messen. www.stadtradeln.de/schulradeln-bayern.

Der Landkreis Ostallgäu mit Marktoberdorf, Obergünzburg und Füssen nimmt in der Zeit vom 13. Juni bis 3. Juli teil. Kaufbeuren startet für drei Wochen sein Stadtradeln am 21. Juni. In Biessenhofen wird vom 30. August bis 19. September geradelt.

kb

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