"Das traue ich uns zu"

„32 engagierte Städte + 32 prominente Persönlichkeiten + 32 Fußball-Nationalteams = 32 Operationen“, so lautet das erklärte Ziel des Vereins „Wir helfen Afrika“ . Unter den 32 Städten ist auch Kaufbeuren. Bis zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 soll jede der 32 Städte 8000 Euro zusammenbringen, so dass ein Kind in Afrika operiert werden kann. „Das sollten wir schaffen - das traue ich uns zu“, verkündigte Oberbürgermeister (OB) Stefan Bosse vergangene Woche beim Startschuss im alten Sitzungssaal des Rathauses.

Doch der Oberbürgermeister hofft auf mehr als 8000 Euro, denn „ein dicker fünfstelliger Betrag wäre schon mal nicht schlecht.“ Jeder Euro, der über den 8000 liegt, wird in Hilfsprojekte für Afrika gesteckt. „Und da wir auch einen starken Bezug zu Afrika haben“, sagt Bosse, soll dass Geld an die Kaufbeurer Hilfsorganisationen und Vereine „Zim Relief“, „Humedica“„Tanten für Tansania“, Weltladen sowie die Schulen Marien-Gymnasium, Volksschule Hirschzell und Gustav-Leutelt-Schule gehen, die damit Menschen in Afrika unterstützen. Durchgeführt werden viele der Operationen auf den „Mercy Ships“ von „Africa Mercy“. „Wir helfen Afrika“ sei das Folgeprojekt zu Wangen hilft Togo“, das zur letzten WM 2006 stattgefunden habe, wie Dr. Igor Wetzel, Initiator und Bambipreisträger, im Rathaussaal berichtete. Er forderte die Kaufbeurer Bürger zum Mitmachen auf: „Denn das Projekt lebt von den Aktionen der Bürger.“ Ein Geheimnis waren bis zu dem Abend die zwei prominenten Stadtpaten für Kaufbeuren: die Eishockey-Legende Dieter „Didi“ Hegen und der Ex-Fußballprofi Franz „Bulle“ Roth. Da die 32 teilnehmenden Städte, darunter Kaufbeuren, Mannheim, Lindau, Aalen, den teilnehmenden Nationalmannschaften zugeordnet werden, hat Kaufbeuren auch ein Partnerland und zwar Slowenien. Die, wenn es nach OB Bosse geht, auch der Geheimtipp für den Weltmeistertitel sind. „Denn mit uns im Rücken schaffen die das.“ „Alle Kaufbeurer Bürger wollen wir mit auf den Weg nach Südafrika nehmen“, sagt Rudolf Schnippe, Koordinator für die Stadt Kaufbeuren bei dem Projekt. Die Weltmeisterschaft sei ein Millardenspektakel, bei dem „oft die Ärmsten der Armen“ vergessen werden. Auch für die „Beschaffung“ des Geldes hat Schnippe schon zahlreiche Ideen: Schulen könnten Basare veranstalten; Firmen das Geld der Weihnachtsfeiern oder -geschenke spenden, auch Benefizkonzerte seien eine Möglichkeit. Beim Kunsthaus soll ein Euro mehr beim Eintrittspreis verlangt werden, der dem Projekt zu Gute kommt. Den Ideen von Bürgern, Vereinen, Betrieben und Organisationen seien keine Grenzen gesetzt. Eine Veranstaltung steht bereits fest: Am Donnerstag, 17. Dezember, wird zur Benefizgala in den Stadtsaal eingeladen. Es moderiert der ZDF-Sportreporter Rolf Töpperwien. Symbolisch überreichte Dr. Wetzel den „Big Shoe“ (großer Schuh), der unter anderem von Bundeskanzlerin Angela Merkel oder Franz Beckenbauer signiert wurde, an die Stadtpaten, den Stadtkoordinator und OB Bosse. Ein eigener Schuh wird noch folgen, doch dieser sei noch beim Schuhmacher, verriet Dr. Wetzel. Wer helfen möchte, dass ein Kind operiert werden kann oder mehr über das Projekt erfahren möchte, kann sich bei Rudolf Schnippe, Tel. 08341/67489 oder per E-Mail: rudi_schnippe@yahoo.de melden. Näheres zu dem Projekt gibt es auch auf www.wir-helfen-afrika.de.

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