Neue Abwassergebühren

+
Die Kläranlage in Obergünzburg soll 2017 und 2018 saniert werden, insbesondere das Schlammbecken und die Schlammwasserbeseitigung stehen dabei im Schwerpunkt.

Obergünzburg – „Die Marktgemeinde hat ein Mitspracherecht bei den Gebühren und die müssen so gestaltet sein, dass kein Fehlbetrag mehr entsteht, der dann durch die Marktgemeinde ausgeglichen werden muss“, verkündete Obergünzburgs Bürgermeister Lars Leveringhaus in der ersten Marktratssitzung des Jahres. Er kündigte für den Sommer 2017 neue Gebühren beim Obergünzburger Kommunalbetrieb OKB für die Wasserversorgung und insbesondere die Abwasserversorgung an.

Der Vorstand des OKB, Max Schwarzer, gab bekannt, dass die Gebühren noch im ersten Quartal dieses Jahres neu kalkuliert würden, die auch den aktuellen Stand der Rechtsprechung berücksichtigen würden.

Der Jahresabschluss des OKB weise für 2015 eine Bilanzsum­me von 23,3 Millionen Euro auf, der Schuldenstand stünde bei 10,1 Millionen Euro. Das seien 430.000 Euro mehr als im Vorjahr, informierte Schwarzer den Marktrat, „aber die momentane Zinssituation kommt uns entgegen. Wir haben zwar mehr Schulden, aber weniger Zinslast.“ Mit der Entwicklung des OKB zeigte sich Schwarzer insgesamt zufrieden.

Obergünzburgs Kämmerer Christoph Brenner benannte für die Wirtschaftsplanung des Kommunalbetriebes für 2017 und die Folgejahre, die geplanten Schwerpunkte bei den Baumaßnahmen der Wasserversorgung. Dazu zählen die Wasserleitungsverlegung am Eichenweg/Lindenweg, die Wasserversorgung in Ebersbach und die Arbeiten zur Hauptwasserleitung in der Sintstraße. Er griff auch die für 2017 und 2018 anstehende Sanierung der Kläranlage auf. An der notwendigen Sanierung, unter anderem des Schlammbehälters und der Schlammwasserbeseitigung, werde sich auch die ortsansässige Firma Saliter beteiligen. „Insgesamt wird sich für 2017 ein Finanzierungsbedarf von 1,993 Millionen Euro ergeben“, so Brenner.

Im Zusammenhang mit der Wasserversorgung verwies Leveringhaus auf eine Verknüpfung auf der Homepage der Marktgemeinde, Rubrik Verbraucher Information, mit Informationen zur letzten Trinkwasseruntersuchung und zum Härtegrad des Wassers. Markt­rat Dr. Günter Räder (Bündnis 90/Die Grünen) ergänzte mit einem Hinweis auf die Verfügbarkeit von Informationen zum regionalen Grundwasserpegel über die Internetseite www.nid.bayern.de/grundwasser/iller_lech/oberguenzburg-q-3-13147.

Leveringhaus kommentierte das dort täglich aktualisierte Schaubild: „Der Grundwasserpegel ist niedrig, aber weit entfernt vom Niedrigststand“ (vom Frühjahr 2014; Anm. d. Red.).

Durch eine Überarbeitung des Bayerischen Kommunalen Abgabengesetzes KAG wurde vom Gesetzgeber den Kommunen eine Überarbeitung der Ausbaubeitragssatzung empfohlen, über deren Aufnahme der Marktrat zu entscheiden hatte. Es geht dabei um Beiträge der Anwohner zur Deckung des Aufwandes bei Herstellung oder Erneuerung von Straßen, Wegen und Plätzen des Marktes. Nach kurzer Diskussion beschloss der Marktrat einstimmig die Aufnahme der Änderung, die nun auf schriftlichen Antrag die Möglichkeit von Ratenzahlungen und Verrentung bei Beitragsschuldnern bei mangelnder wirtschaftlicher Leistungskraft ermöglicht.

von Wolfgang Krusche

Auch interessant

Meistgelesen

Unfall durch Geisterfahrer: Verursacher stirbt
Unfall durch Geisterfahrer: Verursacher stirbt
Rathaus rüstet technisch auf
Rathaus rüstet technisch auf
Positive Kernaussage
Positive Kernaussage
Qualität soll lenken
Qualität soll lenken

Kommentare