Besondere geschichtliche Bedeutung

Denkmalschutz für Eisenbahnerhäuser an der Füssener Straße statt Abbruch und Neubau

Füssener Str Kaufbeuren
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Eigentlich hatte die Stadt vor, das Grundstück mit den vier alten Bahn-Häusern an der Füssener Straße zu erwerben und anschließend Mietwohnungen darauf errichten zu lassen. Nach der Eintragung als Baudenkmale in die Denkmalliste des Freistaates Bayern muss dieses Vorhaben im Stadtrat allerdings neu bewertet werden.
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Eigentlich hatte die Stadt vor, das Grundstück mit den vier alten Bahn-Häusern an der Füssener Straße zu erwerben und anschließend Mietwohnungen darauf errichten zu lassen. Nach der Eintragung als Baudenkmale in die Denkmalliste des Freistaates Bayern muss dieses Vorhaben im Stadtrat allerdings neu bewertet werden.
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Eigentlich hatte die Stadt vor, das Grundstück mit den vier alten Bahn-Häusern an der Füssener Straße zu erwerben und anschließend Mietwohnungen darauf errichten zu lassen. Nach der Eintragung als Baudenkmale in die Denkmalliste des Freistaates Bayern muss dieses Vorhaben im Stadtrat allerdings neu bewertet werden.
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Eigentlich hatte die Stadt vor, das Grundstück mit den vier alten Bahn-Häusern an der Füssener Straße zu erwerben und anschließend Mietwohnungen darauf errichten zu lassen. Nach der Eintragung als Baudenkmale in die Denkmalliste des Freistaates Bayern muss dieses Vorhaben im Stadtrat allerdings neu bewertet werden.
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Eigentlich hatte die Stadt vor, das Grundstück mit den vier alten Bahn-Häusern an der Füssener Straße zu erwerben und anschließend Mietwohnungen darauf errichten zu lassen. Nach der Eintragung als Baudenkmale in die Denkmalliste des Freistaates Bayern muss dieses Vorhaben im Stadtrat allerdings neu bewertet werden.
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Eigentlich hatte die Stadt vor, das Grundstück mit den vier alten Bahn-Häusern an der Füssener Straße zu erwerben und anschließend Mietwohnungen darauf errichten zu lassen. Nach der Eintragung als Baudenkmale in die Denkmalliste des Freistaates Bayern muss dieses Vorhaben im Stadtrat allerdings neu bewertet werden.
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Eigentlich hatte die Stadt vor, das Grundstück mit den vier alten Bahn-Häusern an der Füssener Straße zu erwerben und anschließend Mietwohnungen darauf errichten zu lassen. Nach der Eintragung als Baudenkmale in die Denkmalliste des Freistaates Bayern muss dieses Vorhaben im Stadtrat allerdings neu bewertet werden.

Kaufbeuren – Das Landesamt für Denkmalpflege hat die vier gründerzeitlichen Häuser an der Füssener Straße 33 bis 39 als Baudenkmale in die Denkmalliste des Freistaates Bayern eingetragen. Aufgrund ihrer besonderen geschichtlichen Bedeutung liege die Erhaltung der Bauten im öffentlichen Interesse, teilt das Landesamt mit.

Eine Prüfung der Denkmaleigenschaft erfolgte, wie die Stadt mitteilt, auf Initiative der Kaufbeu­rer Stadtheimatpflegerin Corinna Malek, die sich für den Erhalt der aus heimatpflegerischer Sicht wertvollen Gebäude eingesetzt hat. Wie der städtische Baureferatsleiter Helge Carl dem Kreisbote auf Anfrage mitteilte, habe sie Impulse aus der Bürgerschaft aufgenommen, wonach der Ruf nach Erhaltung der vier Häuser laut geworden sei. Aktuell seien eine Handvoll Wohnungen bewohnt, so Carl.

In der Begründung des Landesamts wird auf die bauhistorische Bedeutung der vier gründerzeitlichen Gebäude verwiesen, die in den Jahren 1908 bis 1915 für königlich-bayerische Eisenbahnbeamte errichtet wurden. Insbesondere im Innern sind die historischen Einbauten in großen Teilen erhalten und stellen einen erhaltenswerten Teil der Kaufbeurer Sozialgeschichte dar.

Die Entscheidung, ob Bauwerke unter Denkmalschutz gestellt werden, trifft das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege in München unabhängig von der Stadt Kaufbeuren.

Geänderte Rahmenbedingungen

Grundstückeigentümerin ist das Bundeseisenbahnvermögen, die Stadt ist Genehmigungsbehörde und hat Ersterwerbsrecht. Der Kaufbeurer Stadtrat beabsichtigte, wie er in nicht-öffentlicher Befassung beschlossen hatte, an dieser Stelle bezahlbare Wohnungen durch den Eigenbetrieb Immobilienverwaltung errichten zu lassen. Die Idee war laut Carl, die Häuser – unter der Voraussetzung, dass das möglich ist – abzubrechen und stattdessen Geschossbauten zu entwickeln, ähnlich dem „Wohnviertel Blasius Blick“ auf dem ehemaligen „Wünstel“-Gelände. Ein Wertgutachten wurde noch nicht erstellt.

Das Ergebnis der Denkmaleigenschaft führt jedoch zu einer grundsätzlichen Neubewertung, nachdem sich alle bedeutenden Rahmenbedingungen, insbesondere die Möglichkeiten zur Entwicklung, wesentlich verändert haben. Der Aufwand für Sanierung und Entwicklung sei laut Carl nun wesentlich höher. Jetzt stellt sich die Frage, ob die Stadt das Areal nach wie vor erwerben und sanieren möchte und gegebenenfalls mit Ergänzungsbauten realisieren will. Hiermit wird sich der Stadtrat in einer der nächsten Sitzungen befassen.

Sollte das nicht der Fall sein, sich allerdings private Akteure für die Häuser interessieren, die sie sanieren und auf den neuesten Stand bringen wollen, würde die Stadtverwaltung ebenfalls gerne bei der Umsetzung unterstützen, so Carl. Denn Denkmäler, die bewohnt sind, würden besser gepflegt, als leerstehende.

Rubriklistenbild: © Staudinger

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