Eislöwen aus Dresden mit Ex-Trainer Brockmann kommen

Der ESVK ist keine Wohlfühloase: Kreitl nimmt Joker in die Pflicht

ESVK-Geschäftsführer Michael Kreitl
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ESVK-Geschäftsführer Michael Kreitl hat zur sportlichen Situation ungewohnt deutlich Stellung bezogen und die Mannschaft nun in die Pflicht genommen.

Kaufbeuren – Mit dem 6:3-Auswärtserfolg bei den Heilbronner Falken hat der ESV Kaufbeuren am Dienstagabend mit dem richtigen Signal auf die aufgekommene Kritik aus den letzten Spielen reagiert. In einem Interview bezog auch Geschäftsführer Michael Kreitl Stellung.

So machen sich auch die Anhänger der Joker um die sportliche Entwicklung der Mannschaft sorgen und drückten dies in den sozialen Netzwerken aus. Kritik an der Mannschaft, kein erkennbares Spielsystem und die vielen Strafzeiten in dieser Saison sorgten dabei für reichlich Gesprächsstoff unter den Joker-Fans. Doch auch der Verein empfing diese Signale und bezog diese Woche durch ein Interview mit Geschäftsführer Kreitl auf der vereinseigenen Internetseite dazu Stellung. „Unser Hauptproblem ist neben den langfristigen Ausfällen von Stefan Vajs und Sami Blomqvist mit Sicherheit auch, dass einige Leistungsträger aus den unterschiedlichsten Gründen seit längerem nicht ihre Top-Leistungen abrufen können. Wir sehen aber schon auch, dass der eine oder andere vielleicht an seiner Leistungsgrenze angekommen ist. Die DEL2 wird von Jahr zu Jahr stärker, das ist auch nicht von der Hand zu weisen“, wird Michael Kreitl zitiert. Dabei kommt auch zur Sprache, dass sich wohl beim ESVK eine kleine Wohlfühloase gebildet habe. Zu 100 Prozent steht der Verein jedoch weiter hinter dem Trainerduo Rob Pallin und Sebastian Osterloh. „Wir haben die Lage gemeinsam analysiert und sind zu der Erkenntnis gekommen, dass einige Probleme sich schon länger in der Kabine festgesetzt haben. Der eine oder andere Spieler ist jetzt auf Bewährung und muss sich beweisen“, findet Kreitl ungewöhnlich scharfe Worte in Richtung der Mannschaft.

Eislöwen aus Dresden kommen am Sonntag

Nach der Auswärtspartie am morgigen Freitag in Bietigheim kommt es am Sonntag zu einem Wiedersehen mit Ex-Trainer Andreas Brockmann, der erst vor kurzem bei den Eislöwen in Dresden anheuerte. Er kennt vermutlich die Stärken und Schwächen seiner ehemaligen Mannschaft noch besser, als Rob Pallin sie in seiner bisherigen Zeit beim ESVK kennenlernen konnte. Brockmann konnte auch den Eislöwen zuletzt wieder mehr Biss verleihen und möchte dabei bestimmt auch bei seinem alten Arbeitgeber eine weitere Duftmarke setzen. Zudem haben die Gäste sicher noch die 1:8-Niederlage aus dem ersten Saisonspiel im Hinterkopf, die den ESVK zum ersten Tabellenführer der neuen Saison machte. „Wir können keine Spiele gewinnen, wenn nicht alle an ihre Leistungsgrenze gehen und alles für den Verein geben. Je nachdem wie sich die kommenden Spiele entwickeln, wird es dann unter Umständen auch mal die eine oder andere nicht so schöne oder auch unpopuläre Entscheidung geben. Auch mit dem Blick in die Zukunft werden wir sehr genau hinschauen, wer auch weiterhin das ESVK-Trikot tragen kann und wer eben nicht“, sagt Kreitl im Interview und hofft, dass die Reaktion aus dem Spiel gegen Heilbronn keine Eintagsfliege war.

Am kommenden Dienstag um 19.30 Uhr steht das Nachholspiel gegen Bad Nauheim auf dem Programm. Alle Spiele sind wieder wie gewohnt über ­Sprade TV zu empfangen.

von Thomas Schreiber

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