Umstellung in der Corona-Krise

Desinfektionsmittel statt Gin: Rotary Club und Lebensfreude verteilten rund 740 Liter

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In der Destillerie in Wald freuen sich Dr. Klaus-Jürgen Michel (von links) und Dr. Veit Zimmermann vom Rotary Club Marktoberdorf mit dem Destillateur Martin Mair und dem Technologen Sascha Raff über die neue Produktion ihres Handdesinfektionsmittels. 

Marktoberdorf/Wald – Normalerweise befinden sind in der Brennblase der Waldbrand GmbH Gin, Single Malt oder Obstbrände  seit kurzem wird in Wald Desinfektionsmittel produziert. Der Rotary Club Marktoberdorf und die Lebensfreude Marktoberdorf verteilten rund 740 Liter, gespendet von der Albert Frey AG, produziert von der Waldbrand Destillerie in Wald, an Praxen, Heime und Pflegedienste in und um Marktoberdorf.

„Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, die Versorgungslücke mit Handdesinfektionsmittel zu schließen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Albert Frey AG in Wald und kommende Präsident des Rotary Clubs Marktoberdorf, Peter Frischmann. So stellte er mit dem Destillateur und Geschäftsführer der Waldbrand GmbH, Martin Mair, kurzerhand die laufende Produktion von Gin auf Handdesinfektionsmittel um. Vorher wurde dies mit dem Zoll abgestimmt und das Rezept nach Anleitung der Weltgesundheitsorganisation WHO bestimmt. Es wurde Wasserstoffperoxid und Glycerol besorgt, beides Produkte, die neben Ethanol für die Produktion von Desinfektionsmittel benötigt werden. Das Team Waldbrand hat dies alles in nur 14 Tagen hinbekommen und umgesetzt. Die Waldbrenner destillieren in ihrer Brennblase zu normalen Zeiten Single Malt, Waldbrand Gin, Birnenbrand, Zwetschgenbrand oder Streuobstler. Dies ist derzeit alles gestoppt.

Die Verteilung hat der Rotarier und Vorsitzende der Lebensfreude Marktoberdorf, Dr. Klaus-Jürgen Michel, mit dem Rotarier und Arzt Dr. Veit Zimmermann übernommen und bereits rund 740 Liter, in fünf Liter Behälter, an unterversorgte Praxen, Heime und Pflegedienste verteilt.

Zudem auch an den Kooperationspartner der Einrichtung Lebensfreude, die Kirchliche Sozialstation Marktoberdorf oder das Dominikus-Ringeisen-Werk in Kaufbeuren. Dazu gibt es ein Merkblatt mit den wichtigsten Hinweisen. Aufgrund der aktuellen Situation sollen nun auch punktuell Schulen und Kindergärten in Marktoberdorf versorgt werden.

kb

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