Verkehrsfreigabe

Neue Ortsdurchfahrt wertet auch den Ortskern von Bidingen auf

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Verkehrsfreigabe im Ortskern Bidingen: Bürgermeister Franz Martin freut sich mit geladenen Gästen, zahlreichen Anwohnern und der Musikkapelle Bidingen über die neue Ortsdurchfahrt und die verbesserte Sicherheit durch Gehwege.

Bidingen – Nach nur einem Jahr Bauzeit wurde in Bidingen die neue Ortsdurchfahrt offiziell für den Verkehr freigegeben. Landrätin Maria Rita Zinnecker betonte eine Aufwertung des Ortes. Bürgermeister Franz Martin sieht die Ortsdurchfahrt als wichtige Verkehrsader in Nord-Süd-Richtung an.

Am vergangenen Mittwoch wurde es nachmittags um 16 Uhr ganz ruhig im Ortskern von Bidingen, rund um den Mai­baum. Kein Verkehrslärm war zu hören, keine Kinder vor der Grundschule. Dann erklang ein festliches Stück, gespielt von der Musikkapelle Bidingen unter der Leitung von Herbert Rauch zur offiziellen Eröffnung der Ortsdurchfahrt Bidingen. Die Feuerwehr hatte kurzzeitig die Durchfahrt gesperrt und den Verkehr umgeleitet.

Dort, wo die Kreisstraßen OAL vier und acht aufeinandertreffen, war die Straße noch vor einem Jahr nicht mehr in einem guten Zustand und hatte viele Fahrbahnschäden aufgewiesen. Unter der Federführung des Landkreises wurde in einer gemeinsamen Maßnahme mit der Gemeinde die Fahrbahn auf sechs Meter Breite ausgebaut, im Ortsbereich ein Gehweg mit 1,75 Meter Breite angebaut und die Hühnerbachbrücke verbreitert. Dabei wurde durch die Gemeinde in Teilbereichen auch gleich der Regenwasserkanal erneuert.

Landrätin Zinnecker lobte in ihrer kurzen Ansprache, dass es in Bidingen vorwärts gehe. „Bidingen hat sich eine neue Mitte geschaffen, das wertet den Ort auf“, sagte die Landrätin zu den Ehrengästen und den zahlreich erschienenen Anwohnern. Um das gesteckte Ziel, die Fahrbahn bis zum Wintereinbruch fertig zu stellen und frei zu geben, sei mit zwei parallel arbeitenden Baukolonnen gearbeitet worden. „Die Maßnahme hat das Ortsbild verschönert und die Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer erhöht“, lobte Zinnecker. Die Gesamtprojektkosten lägen bei drei Millionen Euro, knapp 680.000 Euro entfalle auf die Gemeinde. Den Anteil des Landkreises werde der Freistaat Bayern mit voraussichtlich 1,285 Millionen Euro fördern. Die gemeindlichen Baumaßnahmen erhielten durch das Amt für ländliche Entwicklung noch eine Förderung von 75.000 Euro nach Dorferneuerungsrichtlinie. „Ich hoffe, dass es durch den neuen Fahrbahnbelag auch geringere Lärmemissionen gibt“, sagte die Landrätin. Ihr Dank ging an die Bauunternehmen und auch an die Grundstückseigentümer entlang der Straße, die Abtretungen für den Ausbau möglich machten.

Bidingens Bürgermeister Martin hob in seiner Rede die Ortsdurchfahrt als Lebensader für den Verkehr in Nord-Süd-Richtung hervor: „So wie sich seit der Postkutschenzeit die Fahrzeuge im Laufe der Zeit angepasst haben, mussten jetzt auch die Straßen angepasst werden“. Die neuen Gehwege böten durch die Trennung der Verkehrsteilnehmer ein wichtiges Stück Sicherheit für die Schulkinder auf dem Weg zu Grundschule in der Ortsmitte. Auch die Seitenflächen seien gestaltet und bepflanzt worden.

Jürgen Wöhr vom Amt für ländliche Entwicklung lobte die Zusammenarbeit der verschiedenen Ämter: „Wir haben es geschafft“. Vor zehn Jahren habe man mit der Dorferneuerungsplanung begonnen, weitere Privatprojekte seien in Arbeit. Danach segnete Pfarrer Thaddäus Biernacki die fertiggestellte Ortsdurchfahrt und erinnerte daran: „Straßen sind Abbilder unserer Pilgerwege zum Herrn“. Anschließend wurde durch das Zerschneiden eines Absperrbandes die erneuerte Ortsdurchfahrt offiziell für den Verkehr wieder freigegeben.

Christine Weber, Anwohnerin aus der Geislatsrieder Straße, freute sich: „Nach einem Jahr Baulärm und Dreck ist nun alles wieder schön ordentlich sauber“. Es gebe in Bidingen einen „Einkaufsweg“ mit Metzgerei, Bäckerei und Asia-Shop, dazu einen Arzt, eine Bank und einen Apothekendienst mit Hauslieferung. „Wir fühlen uns wohl in Bidingen“ versicherte Christine Weber.

von Wolfgang Krusche

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