Junger Deutsch-Italiener starb bei Zugkatastrophe in Spanien

Zug-Opfer wuchs in Kaufbeuren auf

Kaufbeuren/Santiago – Bei dem verheerenden Zugunglück, das sich am Mittwochabend vergangener Woche in Spanien vor der Pilgerstadt Santiago de Compostela ereignet hat, ist auch Dario L. ums Leben gekommen. Der 25-jährige junge Italiener ist in Kaufbeuren aufgewachsen und zur Schule gegangen.

Wie jetzt bekannt wurde, lebte Dario L. seit einigen Jahren zusammen mit seinem Bruder bei den Großeltern in Sizilien, in der Ortschaft Forza d´Agrò, dem Heimatort seiner Eltern, unweit von Taormina. Beide Brüder studierten in der nahen Provinzstadt Catania, am Fuße des Vulkans Ätna.Dario L. war nach Spanien gereist, um dort gemeinsam mit einer Gruppe von jungen Europäern, die er im Rahmen eines EU-Jugendprogramms kennengelernt hatte, an den Feierlichkeiten für den Heiligen Jakobus teilzunehmen. „Auf Grund der verspäteten Ankunft seines Fluges in Madrid hatte er den Anschlussflug nach Santiago de Compostela versäumt und sich entschlossen, mit dem Hochgeschwindigkeitszug zur Pilgerstadt zu fahren“, so Carmine Macaluso aus Kaufbeuren und Präsident der Christlichen Arbeiterbewegung Italiens (ACLI) in Deutschland. Er selbst zeigte sich zutiefst erschüttert von dieser Nachricht: „Die ACLI Kaufbeuren spricht der Familie, die sich derzeit noch in Spanien vor Ort befindet, ihre tiefe Anteilnahme am schmerzlichen Verlust des geliebten Dario aus“. Die Familie des Opfers betreibt in Kaufbeuren seit langem ein Restaurant.Am Montag fand in der Kathedrale von Santiago di Compostela ein Trauergottesdienst für die Opfer des Zugunglücks statt. Danach wurde der Leichnam des jungen Mannes nach Italien überführt. Insgesamt starben bei der Katastrophe 78 Menschen, 180 wurden verletzt. kb

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