Deutsche Flugsicherung plant Hallenneubau im Gelände des Offizierskasinos

Bauvoranfrage gestellt

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Nach Ansicht der Deutschen Flugsicherung würde sich das Gelände beim Offiziersheim (Ecke St.Cosmas-Straße und Apfeltranger Straße) für die Errichtung von zwei Ausbildungshallen für Simulatoren bestens eignen.

Kaufbeuren – Keiner weiß momentan, wie lange die Bundeswehr in Kaufbeuren bleibt und das Areal des Fliegerhorstes genutzt wird. Ginge es nach den Kaufbeurer Stadträten, dann sollten die Soldaten mit ihren Angehörigen noch recht lange in Kaufbeuren bleiben.

Dennoch ist man vonseiten der Stadt nicht untätig und sucht nach entsprechenden Nutzungsmöglichkeiten. Manfred Pfefferle, zuständiger Referatsleiter für Stadtplanung und Bauordnung, informierte bei der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses das Gremium darüber, dass die Deutsche Flugsicherung bei der Stadt eine Voranfrage zum Bau von zwei Hallen eingereicht habe, in denen die für Ausbildungszwecke notwendigen Simulatoren untergebracht werden sollen. Dies werten die Stadträte als ein Zeichen dafür, dass sich Kaufbeuren weiterhin als Ausbildungsort für Fluglotsen berechtigte Hoffnungen machen könne. 

Auch Oberbürgermeister Stefan Bosse ist hier „leicht optimistisch“, nachdem er in letzter Zeit schon mehrmals gehört habe, dass Kaufbeuren hinsichtlich Fluglotsenausbildung auch in Zukunft im Gespräch sei. 

Die Überlegungen des Verteidigungsministeriums, das Ganze zu privatisieren, würden allmählich konkretere Formen annehmen, wobei dann die Deutsche Flugsicherung dafür zuständig wäre. Nachdem Untersuchungen und Berechnungen zu dem Ergebnis geführt haben, dass eine private Ausbildung der Fluglotsen weitaus kostengünstiger wäre als die Ausbildung im Rahmen der Bundeswehr, könne man davon ausgehen, dass sich die Chancen für Kaufbeuren dadurch verbessert hätten, so der Oberbürgermeister weiter. 

Allerdings, so Pfefferle, sei die Stadt im jetzigen Stadium für die Voranfrage der Deutschen Flugsicherung nicht zuständig, allein schon aus dem Grund, weil das ins Auge gefasste Gelände im Bereich des Offiziersheimes noch einer militärischen Widmung unterstehe. 

Im Ausschuss war man sich einig, dass der angedachte Standort für die beiden rund 40 Meter langen miteinander verbundenen Hallen im Gelände des Offizierskasinos „recht günstig“ seien. Zum einen sei das Projekt aus dem eigentlichen Militärgelände des Fliegerhorstes ausgegliedert und wäre zum anderen in unmittelbarer Nachbarschaft angesiedelt. 

Für die Stadt seien, so der Referatsleiter, die zur Nutzung beabsichtigten beiden Hallen genehmigungsfähig und könnten dann von der Deutschen Flugsicherung sowohl für die Ausbildung ziviler als auch militärischer Fluglotsen genutzt werden. von Klaus-Dieter Körber

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