Blicke in die Zukunft

Blicke in die Zukunft: Deutschland-Chef von Amazon trifft Kaufbeurer FOS-Abiturienten

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Ralf Kleber (3. v. li.), Country Manager Amazon.de, bei seinem Besuch der FOS Kaufbeuren in der vergangenen Woche.

Kaufbeuren – Sie sind eine Klasse von Siegern: Der Kurs in BWL & Rechnungswesen der Staatlichen Fachoberschule und Berufsoberschule Kaufbeuren konnte mit seiner Bewerbung sowohl die Jury der Handelsblatt-Initiative „Chef zu gewinnen“, als auch Ralf Kleber, Country Manager Amazon.de, überzeugen. Der Manager kam nach Kaufbeuren und stellte sich einen Vormittag lang den Fragen der zukünftigen Absolventen.

Diplom-Betriebswirt Ralf Kleber, der 1999 bei Amazon einstieg, fühlte sich sichtlich wohl im Kreise der jungen Leute. Mit Blick auf seinen eigenen beruflichen Werdegang und auch als Vater einer Abiturientin kann er sich in deren Situation recht gut hinein denken. „Ich hatte als Schüler auch lange keine konkrete Vorstellung, was ich werden will“, erinnert sich Kleber, „und ich glaube es ist immer hilfreich, Einblicke zu sammeln und verschiedene Perspektiven kennenzulernen, um den eigenen Weg zu finden.“

Vielen der jungen Kaufbeurer geht es offensichtlich ebenso, die wenigsten haben schon eine klare Berufsperspektive entwickelt. Die Jugendlichen nutzten aber die Chance, einen möglichen Arbeitgeber ganz genau unter die Lupe zu nehmen, sehr gut aus. So spielten etwa die Fragen nach den Voraussetzungen für ein duale Ausbildung bei Amazon eine Rolle, aber auch, welche Fremdsprachenkenntnisse empfohlen werden, wie sich die Teamarbeit in einem solchen Großunternehmen gestaltet – und wie bei Amazon die Work-Life-Balance gestaltet wird. Natürlich waren auch Karriere- und Verdienstmöglichkeiten bei Amazon ein Thema – aber gut erzogene junge Leute fragen natürlich nicht direkt nach dem Einkommen eines Top-Managers.

Kleber berichtete im Gegenzug ausführlich über die Innovationskultur von Amazon, die kleinen und großen Meilensteine des Unternehmens – aber auch über Themen wie Pop-up-Shops, neue Standards in der Lieferung, Sprachsteuerung oder Einstellungskriterien.

Auch den Lehrerkräften Marion Böhmer-Kistler und Christian Ernemann gefiel die Diskussionsrunde. „Einen Top-Manager wie Ralf Kleber im Rahmen der Aktion ,Chef zu gewinnen‘ zu begegnen, ist für unsere Schüler der 13. Klassen Wirtschaft eine tolle Möglichkeit, einen bleibenden Eindruck von den Herausforderungen zu gewinnen, denen sich ein multinationales Unternehmen täglich stellen muss. Dies hat Herr Kleber auf eine sehr lockere und gewinnende Art vermittelt. Das zeigte auch, dass er die Unternehmensphilosophie von Amazon wirklich lebt“, so ihre Einschätzung.

Ralf Kleber war ebenfalls angetan von der „positiven Energie, die in diesem Gespräch fühlbar war. Für ihn war es die erste Teilnahme an dieser Aktion, und er schätzt ein, dass die Diskussion auch für ihn interessant, nützlich und nicht zuletzt auch unterhaltsam war.

Damit ist der Dialog aber noch nicht beendet: Schüler und Manager freuen sich bereits auf den für März geplanten Gegenbesuch im Amazon-Hauptquartier in München. Dort können die jungen Leute dann ganz genau erfahren, wie sich der Alltag von Ralf Kleber gestaltet, wie in seinem Unternehmen gearbeitet wird – und ob Amazon vielleicht sogar als künftiger Arbeitgeber für sie in Frage kommt.

„Chef zu gewinnen“ hat es sich auf die Fahne geschrieben, Top-Manager führender Unternehmen „anfassbar“ zu machen und die Chance zu eröffnen, Persönlichkeiten, die man in der Regel nur aus dem Fernsehen, aus Magazinen oder von Pressekonferenzen kennt, auf Augenhöhe zu begegnen. Die vom Handelsblatt initiierte Aktion findet seit über zehn Jahren statt. Mit einem Motivationsschreiben können sich Oberstufenkurse aller Schulformen jedes Jahr für neue, spannende Führungspersönlichkeiten bewerben.

Mehr Informationen gibt es unter www.karriere.de/chefzugewinnen.

von Ingo Busch

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