Wildunfall – Was tun?

Die Jägervereinigung Marktoberdorf gibt Tipps

Wildunfall totes Reh
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Vor allem in den Wintermonaten kommt es auf Bayerns Straßen vermehrt zu Wildunfällen.

Marktoberdorf – Vor allem in den Wintermonaten kommt es immer wieder verstärkt vor, dass in der Dämmerung und nachts Rehe und andere Wildtiere beim überwechseln der Straße angefahren, verletzt oder gar getötet werden. Die häufigsten Wildwechsel finden morgens zwischen 5 und 8 Uhr und abends zwischen 17 und 22 Uhr statt. Daher sollten Verkehrsteilnehmer in Bereichen von Waldgebieten und am Waldrand immer aufmerksam und bremsbereit fahren. Darauf weist die Jägervereinigung Marktoberdorf jetzt hin.

Doch wie sollen sich Autofahrer verhalten, wenn es doch passiert und ein Stück Wild angefahren wurde? „Oberstes Gebot nach einem Wildunfall: Ruhe bewahren, Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anlegen und dann die Unfallstelle mit einem Warndreieck absichern“, so die Jägervereinigung. In der Folge sollte dann unverzüglich die Polizei, sofern der Jagdpächter nicht bekannt ist, informiert werden. In Bayern besteht nämlich eine gesetzliche Meldepflicht von Wild­unfällen.

Die angefahrenen und verletzten Tiere sollten nicht berührt werden, „denn sie könnten aufgemüdet werden und in Panik weiter auf die Fahrfläche springen“, betont die Jägervereinigung Marktoberdorf. Getötete Tiere können indes auf die Straßenseite gezogen werden, sofern jemand dazu bereit ist.

Sollte der Jäger nicht gleich eintreffen, dann muss unbedingt die Stelle markiert werden, an der die Kollision mit dem Wildtier stattgefunden hat. Hierzu reicht eine Tüte, ein aufgespießtes Stück Papier, eine Ersatzwarnweste oder ähnliches.

Das ist wichtig für die Nachsuche mit dem Jagdhund. Dieser muss genau dort auf die Fährte gesetzt werden, wo das Wildtier in den Wald oder in das Gebüsch geflüchtet ist, nur so kann die Nachsuche erfolgreich verlaufen.

kb

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