Direkter Draht zum Bauhof

Neue App für Kaufbeuren – Bürger können Störungen aller Art melden

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OB Stefan Bosse (v. li.), Georgio Buchs, der Leiter des Bauhofs, und Arno Gebert, Anwendungsentwickler der Stadt Kaufbeuren, haben sie bereits: die neue Störungsmelder App.

Kaufbeuren – „Die Testphase ist überstanden.“ Was Melissa Hellebrandt, Pressesprecherin der Stadt Kaufbeuren, damit meinte, ist die neue App „Störungsmelder KF“. Während es bisher möglich war, defekte Straßenbeleuchtungen zu melden, können nun Störungen aller Art direkt an den städtischen Bauhof übermittelt werden. Oberbürgermeister Stefan Bosse initiierte den Ausbau der App.

Die Möglichkeit, defekte Beleuchtungen per App anzugeben, habe sich bewährt. „Es gab tägliche Meldungen“, sagte der Leiter des Bauhofs, Georgio Buchs. Nun wurde das Angebot für Probleme und Störungen im öffentlichen Raum erweitert und steht seit vergangenem Dienstag zur Verfügung. Der Anwendungsentwickler der Stadt Kaufbeuren, Arno Gebert, realisierte die App für Kaufbeuren. Das Grundgerüst des Services gab es bereits. „Wir satteln auf ein System auf, das sich bewährt hat“, sagte Hellebrandt. Die App ist als kostenloser Download im „Google Play­store” oder im „Apple-App Store” mit dem Suchbegriff Kaufbeu­ren zu finden. Für die Installation müssen keine persönlichen Daten eingegeben werden.

Der erste Schritt definiert den Ort der Störung. „Mit dem GPS-Dienst der Handy-Ortung passiert das automatisch“, erklärte Gebert. Es ist jedoch auch möglich, die Lokalität manuell einzugeben. Schon ist der Nutzer bei Schritt zwei: die Wahl der Störung. Insgesamt stehen zehn Kategorien zur Verfügung: Verkehrszeichen, Ampeln, Parkbänke, Abfalleimer, Straßen und Wege, Spielplätze, wilder Müll, öffentliche Grünanlagen, Zäune und nach wie vor defekte Leuchtmittel. Bei der Beschreibung des Problems kann entweder unter Vorgaben gewählt oder ein kurzer Freitext verfasst werden. Damit erreicht der Nutzer Schritt vier, die Erklärung der Datenschutzbestimmungen (ein Klick) und die Eingabe der eigenen E-Mail-Adresse. Diese ist nötig, um dem zuständigen Bauhofmitarbeiter bei eventuellen Rückfragen zur Sache die Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Eine Telefonnummer kann auch angegeben werden. Nach der Eingabe der E-Mail-Adresse kann die Störung gesendet werden. „Hinter jeder Schadensmeldung sitzt auch die richtige Abteilung mit dem richtigen Bearbeiter,“ erklärte Buchs. Für den App-Nutzer ist dann auch ersichtlich, in welchem Status der Bearbeitung sich sein Hinweis befindet. Angegeben werden die Stufen „In Arbeit“, oder, nach Beseitigung des Anliegens, „OK“.

„Alles“ wird gemeldet

Buchs konnte aus Erfahrung berichten, „unter den Meldungen gibt es alles. Von Leuchtmitteln bis zum Krokodil im Rasen“ (– es war ein Babyalligator, der vom Besitzer ein wenig Auslauf genehmigt bekam). Bei einem akuten Notfall sei die App jedoch nicht der richtige Weg. Sollte Gefahr für Leib und Leben bestehen, müsse unbedingt der Notruf gewählt werden, fügte Hellebrandt hinzu.

Wer kein Smartphone zur Hand hat, kann den neuen Service trotzdem nutzen. Auf der Homepage der Stadt ist der Störungsmelder ebenfalls zu finden. Unter www.kaufbeuren.de findet sich die praktische Onlineanwendung für den PC. Den Bürgerservice angeklickt und das Modul Onlineanwendungen gewählt, befindet sich der Service rechts unten bei den aufgelisteten Hilfsmitteln. Störungen werden in dieser Anwendung genauso gemeldet und bearbeitet wie in der App. Das weitere Ziel sei es, so OB Bosse, die Apps der Stadt zu einer zusammen zu führen. „Aber das“, sagte Hellebrandt, „wäre Ausbaustufe zwei“.

von Selma Höfer

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