Abschlussfeier bei der Landwirtschaftsschule Kaufbeuren

Diskussionsfreudige Klasse verabschiedet

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Die Besten der diesjährigen Abschlussklasse an der Landwirtschaftsschule Kaufbeuren: Thomas Poppler (v. li.), Hopferau (Notendurchschnitt 2,07), Simon Hitzelberger, Hopferau (1,71) und Simon Schmid, Baisweil (1,64).

Ruderatshofen/Kaufbeuren – Nach dem gemeinsamen Besuch eines festlichen Gottesdienstes mit Diakon Albert Greiter in der Ruderatshofener Pfarrkirche folgte in der Landgaststätte Wallburg der offizielle Teil der diesjährigen Abschlussfeier der Landwirtschaftsschule Kaufbeuren. Wie Schulleiter Dr. Paul Dosch bei dieser Gelegenheit erklärte, ging diesmal an der Schule ein Jahrgang verbunden mit einem Jubiläum zu Ende. „Mit dem heutigen Tag endet schließlich der 120. Schulwinter an der Landwirtschaftsschule Kaufbeuren“, so der Schulleiter.

Mit ihm und den Lehrkräften feierten auch Eltern und Familienangehörige der Abschlussschüler, sowie eine ganze Reihe eingeladener Ehrengäste. Unter ihnen Landrätin Maria Rita Zinnecker, Oberbürgermeister Stefan Bosse, MdL Bernhard Pohl, Bürgermeister Johann Stich, Kreisobmann Josef Nadler, Josef Müller vom Verband für landwirtschaftliche Fachbildung und dem neuen, für alle schwäbischen Landwirtschaftsschulen zuständige Leiter im Bereich Ernährung und Landwirtschaft, Johann Bergmair.

Nach einem kurzen Rückblick in die Vergangenheit der Schule, die mit dem Neubau im Grünen Zentrum einen Höhepunkt im zurückliegenden Jahr erreichte, fand der Schulleiter wieder zurück in die Gegenwart und freute sich dabei, dass alle Studierenden es geschafft und letztendlich auch durchgehalten haben. Weil das nicht so einfach war, sei auch der Gottesdienst unter dem Motto „Durchhalten!“ gestanden. „Sie haben es nun geschafft und dürfen sich ,Staatlich geprüfte Wirtschafter für Landbau‘ nennen. Gern denke ich an unsere gemeinsame Zeit zurück“, betonte Dr. Dosch. „Ihr wart eine lebhafte, morgens vielleicht nicht immer ganz muntere, aber eine diskussionsfreudige Klasse, mit vielen individuellen Persönlichkeiten. Die einen eher impulsiver, andere eher mal etwas in sich gekehrt. Eine gute Mischung! Was jedoch immer ganz vorne stand, war der Geist in der Klasse, der alle bis zum Schluss mitgenommen hat. Das alles hat dazu beigetragen, dass auch wir, die Lehrkräfte, gern in den Unterricht gegangen sind.“

Anstelle von Grußworten der Ehrengäste wurde ein moderiertes Grußwort durchgeführt, an dem Landrätin Zinnecker, Oberbürgermeister Bosse, Landtagsabgeordneter Pohl, Bürgermeister Stich und Kreisobmann Nadler zu Wort kamen. Dabei wurde der enorme Stellenwert der hiesigen Landwirtschaft und deren Bedeutung herausgestellt. Dabei müssten diese Belange noch viel stärker als bisher nach außen getragen werden. Der Druck auf die Landwirtschaft sei größer geworden, auch die Herausforderungen. Deshalb gab Kreisobmann Josef Nadler auch zum Abschluss dieser Diskussionsrunde den wohlgemeinten Ratschlag: „Ich kann euch an diesem Tag nur raten: Blickt künftig öfter über euren Tellerrand, informiert euch und sammelt weitere Erkenntnisse und Erfahrungen“.

Einer der erfolgreichen Absolventen, Simon Hitzelberger, übernahm die weitere Moderation der Veranstaltung, in der anhand von Vorträgen ein Querschnitt aus der zurückliegenden Schulzeit geboten wurde. Dabei gab es für alle Anwesenden eine bunte Mischung aus Humor und Fachlich-Gehaltvollem. Wie beispielsweise ein Vortrag von Simon Schmid aus Baisweil zum Thema „Anbau von Sojabohnen im Ostallgäu“. Ein bebilderter humorvoller Rückblick von Benedikt Fröhlich-Erhart auf gemeinsame „harte Schulzeiten“ weckte die eine oder andere Erinnerung. Schüler des ersten Semesters lockerten mit einem Quiz in der Form von „Wer wird Millionär“ das Ganze auf.

In Reimform wurden anschließend die einzelnen Absolventen von ihren Lehrkräften vorgestellt und mit einem charakteristischen Geschenk, wie beispielsweise einem großen Nagel, Beruhigungspillen oder einem Panzerklebeband, bedacht. Mit kleinen Geschenken verabschiedeten sich auch die ehemaligen Schüler von ihren Lehrkräften und dankten für deren unermüdlichen Einsatz und die dabei bewiesene Geduld.

Zeugnisübergabe

Höhepunkt war dann die Übergabe der Zeugnisse und die Ehrung der Jahrgangsbesten. Insgesamt 17 Studierende vom Erstsemester konnten ihr Zeugnis entgegennehmen, dabei lag der Notendurchschnitt bei 2,25.

Es folgte die Abschlussklasse. 19 Studierende hatten vor rund eineinhalb Jahren begonnen und 19 Absolventen konnten auch ihr Abschlusszeugnis in Empfang nehmen, wobei sich der Notendurchschnitt von 2,76, wie Schulleiter Dosch betonte, durchaus sehen lassen könne. Mit dem bestandenen Abschluss an der Landwirtschaftsschule wurde die fachgebundene Fachhochschule erreicht.

Die jeweils Besten – sowohl im Ersten, als auch im Abschlusssemester – wurden gesondert aufgerufen und für ihre Leistungen mit Preisen und Geschenkgutscheinen bedacht:

• Die Besten im 1. Semester: Theresa Brugger, Ingenried, Notendurchschnitt 1,22, Richard Martin, Seeg, Notendurchschnitt 1,33 und Dominik Maul, Ingenried, Notendurchschnitt 1,55.

• Die Besten im Abschlusssemester: Simon Schmid, Baisweil, Notendurchschnitt 1,64, Simon Hitzelberger, Hopferau, Notendurchschnitt 1,71 und Thomas Poppler, Hopferau, Notendurchschnitt 2,07.

von Klaus-Dieter Körber

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