Dr. Wolfgang Hell ist neuer Bürgermeister

Eindeutiges Votum

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Auch Dr. Hells Familie freute sich über das das Wahlergebnis.

Marktoberdorf – Bereits um 18.10 Uhr, also zehn Minuten nach der Schließung der Wahllokale, zeichnete sich der Sieg des CSU Kandidaten Dr. Wolfgang Hell bei der Stichwahl um das Amt des ersten Bürgermeisters von Marktoberdorf ab.

Amtlich wurde das Wahlergebnis der Wahl zum Marktoberdorfer Bürgermeister gegen 19.30 Uhr. Dr. Wolfgang Hell von der CSU gelang es für sich, mit 5351 Stimmen und 63,5 Prozent ein eindeutiges Votum für die nächsten sechs Jahre zu erzielen, währen seine Gegenkandidatin Brigitte Schröder (FW) mit 3081 Stimmen und 36,5 Prozent einen Achtungserfolg erzielte. An Applaus und Freudenbekundungen fehlte es nicht, als die etwa 50 im Rathaussaal anwesenden CSU Mitglieder und Anhänger ihren neuen Bürgermeister feierten. 

Obwohl man nach der Schließung der Wahllokale von eine sehr geringen Wahlbeteiligung ausgegangen war, blieb die Zahl derer, die von ihrem Wahlrecht Gebrauch machten, nur wenig hinter der Zahl vom 16. März zurück. So konnte beispielsweise der Stimmbezirk acht „Rathaus“ nur 48 Prozent Wahlbeteiligung vorweisen, während das vorläufige amtliche Endergebnis dann doch auf immerhin 61 Prozent kam. Die Frage an die beiden Kandidaten zu Beginn der Auszählung, wie sie denn ihren Wahlkampf bewerten, beschieden sowohl Schröder, als auch Hell mit der Aussage, man habe „sein Bestes“ gegeben. Als gegen 18.45 Uhr 26 der 29 Stimmbezirke ausgezählt waren, bestand für keinen der Anwesenden mehr ein Zweifel am Wahlausgang. 

Freie Wähler abgewatscht 

Dr. Andrea Weinhart (FW) äußerte zu diesem Zwischenergebnis, es sei traurig, dass man es nicht geschafft habe die eigenen Wähler an die Wahlurnen zu bringen. Mit einem so deutlichen Ergebnis habe er nicht gerechnet, sagte Walter Schilhansl (CSU). Den Grund für die Niederlage von Brigitte Schröder sah er in ihrer ungünstigen Wahlaussage zur Verlagerung der St. Martin Grundschule auf die „Grüne Wiese“. Für Doris Rößle (FW), gab es keine Zweifel, die Freien Wähler seien für ihre Krankenhauspolitik „abgewatscht“ worden. Der Ortsvorsitzende der CSU Eduard Gapp sah den Erfolg für den „Macher“ Hell in dem soliden und durchsichtigen Wahlkampf begründet. Die unterlegene Kandidatin Brigitte Schröder, die ihren Wahlkampf besonders auf ihre langjährige kommunalpolitische Erfahrung aufgebaut hatte, kam zu ihrem eigenen, prägnanten Ergebnis: „Qualifikation war bei dieser Wahl nicht gefragt“. Wesentlichen Einfluss habe der Malus gehabt, dem sich die Freien Wähler in Zusammenhang mit der Klinikschließung und Landrat Johann Fleschhut, ebenfalls Freier Wähler, ausgesetzt sahen. Die Frage, wie es denn nun weiter gehe, konnte die in Günzach nicht mehr zur Wahl angetretene Bürgermeisterin Brigitte Schröder noch nicht beantworten. Dr. Wolfgang Hell zeigte sich positiv überrascht und freute sich über das eindeutige Wahlergebnis. 

Wahlversprechen ernst gemeint 

Die Wähler hätten ihm einen klaren Auftrag gegeben, was er besonders auf den Wahlkampf seines Teams zurückführte. Eindeutige Botschaften ohne Schlingerkurs und die Unterstützung des Teams unter Führung des Ortsvorsitzenden Eduard Gapp hätten ihm dieses traumhafte Ergebnis beschert. Einen Zusammenhang zum Krankenhaus wollte er nicht erkennen. Als erstes komme es jetzt darauf an, den Bürgern zu zeigen, dass die Wahlversprechen ernst gemeint seien. Mit Blick auf seine Familie gab Hell die Auskunft, dass er sich schon vor seiner Kandidatur intensiv mit der Vereinbarkeit von Amt und Familie beschäftigt habe. Er sagte: „Wenn ich die Familie vernachlässige, wäre ich auch kein guter Bürgermeister.“ Im Übrigen werde ihm sein ausgeprägtes Organisationstalent helfen beiden Funktionen gerecht zu werden, so Hell. von Klaus Bauer

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