DRB-Präsidium und DOSB-Präsident Hörmann sehen Westendorfer Heimsieg

Hoher Besuch in Westendorf

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Deutschlands höchster Sportfunktionär in Westendorf: DOSB-Präsident Alfons Hörmann (2. v. li.).

Westendorf/Kaufbeuren – Es kommt nicht alle Tage vor, dass sich so hohe Sportprominenz in der Sparkassen Arena ein Stell-dich-ein gibt. So geschehen vor wenigen Tagen, als der TSV Westendorf in der DRB-Ringer-Bundesliga auf die WKG Pausa/Plauen traf. Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB)-Präsident Alfons Hörmann und Teile des Deutschen Ringer Bundes (DRB)-Präsidiums waren Augenzeugen eines grandiosen Kampfes, den der TSV am Ende hauchdünn mit 18:17 für sich entschied.

Bereits am Vormittag nutzte der Vorstand des Deutschen Ringer-Bundes die Gelegenheit, um sich ebenfalls die neue Arena in Kaufbeuren anzuschauen. Denn im Jahr 2019 soll – wenn alles klappt – dort die Deutsche Männermeisterschaft im griechisch-römischen Stil ausgetragen werden. Westendorf hat hier aussichtsreiche Chancen den Zuschlag zu bekommen.

Georg Steiner (links) und DRB-Präsident Manfred Werner in der neuen Arena.

Große Augen machten nicht nur die DRB-Verantwortlichen, sondern auch Abteilungsleiter Thomas Stechele und Vorstand Georg Steiner. Zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden des Kommunalunternehmens Eisstadion Kaufbeuren, Markus Pferner, und Betriebsleiter Dominik Petzka gab es eine Rundum-Führung. Die neue Arena wurde genau inspiziert. „Hier gibt es beste Voraussetzungen, um eine optimale Meisterschaft auszurichten“, lobte DRB-Vizepräsident Günter Maienschein und hob besonders hervor: „Sämtliche Räume, die Umkleidekabinen, das Sicherheitskonzept, alles passt hier“.

Selbst Präsident Manfred Werner war überwältigt von der neuen Halle. „Westendorf hat sehr gute Chancen diese Titelkämpfe auszurichten.“ Im Jahr 2019 feiert der TSV nämlich sein 50-jähriges Gründungsjubiläum.

Spektakuläre Kämpfe

Am Abend ließen es sich die Herren des DRB auch nicht nehmen, den letzten Vorrunden-Heimkampf hautnah mitzuerleben. Begrüßt wurde auch Alfons Hörmann, Präsident des DOSB. Er folgte einer Einladung von Georg Steiner. Beide Mannschaften fackelten ein Feuerwerk ab. So schnell war noch keine erste Halbzeit im Bürgerhaus zu Ende.

Markus Stechele wehrte sich im leichtesten Limit gegen Vladimir Coderanu, doch musste er sich der Übermacht des Moldawiers vorzeitig nach einer Schulterniederlage beugen. Der Tiroler Daniel Gastl sorgte mit seinem überlegenen Sieg gegen Kevin Drehmann für die ersten vier Mannschaftspunkte. Christopher Kraemer ließ Janik Rausch keine Chance. Trotz starker Gegenwehr gab im Halbschwergewicht Patrick Riedler seinen Kampf gegen Dawid Peplowski mit 0:15 ab. Mit dem 16:1-Sieg von Mehmed Feraim gegen Eryk Maj führte Westendorf zur Pause mit 12:8.

Christopher Kraemer (rotes Trikot) ließ Janik Rausch überhaupt keine Chance.

Auch danach ging es hin und her. Die Zuschauer, die wie so oft ihre Ringer nach vorne peitschten, wurden für ihr Kommen belohnt. Michael Heiß tat alles gegen den DRB-Kaderathleten Maximilian Schwabe, doch konnte er die Niederlage und damit vier Teampunkte für die Sachsen nicht abwenden.

Einer der Schlüsselkämpfe war das Duell zwischen Zakarias Tallroth und dem Polen Dawid Karecinski. Am Ende behielt der Westendorfer mit 4:1-Punken die Oberhand. Auch Simon Einsle sorgte mit seinem unbändigen Kampfeswillen dafür, dass die Gäste nur einen Zähler bekamen. Da Lennart Wunderlich (75 kg) gegen David Sartakov mit 0:15-Wertungspunkten verlor, hing alles vom Auftritt von Philipp Heiß ab. Abgezockt und clever drehte er den 14:17-Rückstand noch in einen Sieg um. Die gesamte Halle quittierte die Leistungen beider Teams mit Standing Ovations.

Auch Alfons Hörmann war hin und weg von der Stimmung. „Ich habe eine tolle Atmosphäre erlebt. Ich war bisher nur in größeren Hallen. Die Stimmung hier ist einmalig. Was Westendorf geleistet hat, war einfach perfekt“, so der DOSB-Präsident. Für ihn war es übrigens der erste Besuch im Alpenblick. „Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, den Blinker zu setzen.“ Selbst das DRB-Präsidium war hellauf begeistert. „Beide Mannschaften haben einen super Kampf gezeigt. Für mich hat heute Abend das Ringen gewonnen. Nirgendwo ist man als Zuschauer so nah dran wie hier. Wer hier in Westendorf ist, weiß was Ringen bedeutet“, hat er den Fanzuspruch und die Begeisterung in dieser Intensität noch nie erlebt.

von Stefan Günter

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