Feuerwehr Marktoberdorf nimmt neue Drehleiter in Empfang

"Eine enorme Bereicherung"

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Die neue Drehleiter ist ein zentrales Rettungsequipment der Freiwilligen Feuerwehr Marktoberdorf.

Marktoberdorf – Am vergangenen Mittwoch traf die lange erwartete Drehleiter für die Freiwillige Feuerwehr Marktoberdorf ein. Diese war gemeinsam mit drei weiteren Gemeinden angeschafft worden.

Im Fahrzeug-Konvoi legten die vier Drehleiterfahrzeuge die 300 Kilometer lange Strecke von Karlsruhe zurück, bis sie am Mittwochabend schließlich in ihren jeweiligen Gemeinden in Em- pfang genommen werden konnten. 

Mit Blaulicht und Martinshorn kündigte sich der aufsehenerregende Fahrzeug-Konvoi bereits lange bevor er zu sehen war an. Von mehreren Begleitfahrzeugen der Feuerwehr flankiert, traf die neue Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Marktoberdorf dann am Mittwochabend nach einer mehrstündigen Fahrt am Feuerwehrhaus in Marktoberdorf ein, wo sie bereits von der versammelten Mannschaft und zahlreichen interessierten Zuschauern erwartet wurde. 

Mehrere Male war die alte Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Marktoberdorf „aufgrund von Schäden oder technischer Defekte“ laut Information der Feuerwehr „in der jüngeren Vergangenheit ausgefallen“. Da ein Ausfall der Drehleiter im Ernstfall ein hohes Sicherheitsrisiko darstelle, hat sich die Feuerwehr im Frühjahr für die Anschaffung eines neuen Drehleiterfahrzeugs entschieden. 

Gemeinsam mit den Gemeinden Obergünzburg, Pfronten und Lindenberg im Allgäu wurden in einer „Sammelbestellung“ der besonderen Art vier baugleiche Drehleitern beschafft. Dadurch konnte die Anschaffung von einem staatlichen Förderprogramm zur „Förderung interkommunaler Zusammenarbeit“ bezuschusst werden, so Rasso Rehle, erster Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Marktoberdorf. 

Bereits am Montag waren zwei Kameraden der Feuerwehr zur technischen Abnahme nach Karlsruhe gereist; sechs weitere Kollegen trafen am Dienstag zur „Drehleiterausbildung“ ein. Als sogenannte „Multiplikatoren“ werden sie ihre Kollegen laut Rehle in den kommenden Wochen in der Bedienung der Drehleiter schulen. „Wir hoffen, dass wir die Drehleiter noch vor Weihnachten in Betrieb nehmen können“. Mit einer Zuladungskapazität von 450 Kilogramm im Drehleiter-Korb hat die neue Drehleiter eine deutlich höhere Belastungsgrenze als das alte Modell. „Das ist vor allem bei Patientenrettungen mit der Trage wichtig“, berichtete Rehle. 

Nun kann mit der Drehleiter neben den Feuerwehrlern zusätzlich ein Notarzt befördert werden, der die medizinische Versorgung der Patienten direkt vor Ort übernehmen und den Patienten während der Fahrt medizinisch überwachen kann. 

Ein weiteres technisches Highlight: Mithilfe des Knickarms „können Häuser nun ganz anders befahren werden“. Dadurch sei die Drehleiter auch im schwer zugänglichen Altstadtbereich gut einsetzbar. Mit einem Leiterpark von 30 Metern Länge kann eine Höhe von knapp 25 Metern erreicht werden. Die Neuanschaffung stellt somit weit mehr als nur einen adäquaten Ersatz für die ausgediente Drehleiter dar. Mit dem Rettungsequipment seien laut Rehle nun „nahezu alle Gebäude in Marktoberdorf mit der Drehleiter befahrbar“ – eine enorme Bereicherung für die Feuerwehr. von Sabrina Hartmann

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