Drei neue Bauvorhaben sollen Wohnraum in MOD schaffen

Endlich Platz zum Wohnen

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Wohngebäude in dreigeschossiger Bauweise und moderner Erscheinung sollen ab Herbst 2015 in der Hirschberger Straße in Marktoberdorfs Norden entstehen.

Marktoberdorf – Drei auf einen Streich. Marktoberdorfs Bürgermeister Wolfgang Hell wirkte durchaus zufrieden, bei der ersten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses in diesem Jahr gleich drei neue Wohnbauprojekte in der Kernstadt präsentieren zu können.

Das größte dieser drei Bauvorhaben soll in der Hirschberger Straße im Norden Marktoberdorfs entstehen und eine über 30 Jahre alte Baulücke schließen. Auf zwei Grundstücken und insgesamt rund 7500 Quadratmetern Grund möchte der in Buchloe ansässige Bauträger Acredo ein modernes Wohnensemble mit acht Ein- und Zweifamilienhäusern und vier Mehrfamilienhäusern errichten. 

Der Ausschuss beschied die Bauvoranfrage von Acredo-Geschäftsführer Gerhard Schlichtherle mit breiter Zustimmung und sprach seine Empfehlung aus, das gemeindliche Einvernehmen vorzubereiten. 

Moderner Wohnraum 

Bereits im Herbst diesen Jahres soll der Spatenstich erfolgen, wie Schlichtherle in seiner Vorstellung betonte. Ein Jahr später könnten dann bereits die ersten Wohneinheiten bezugsfertig sein. „Das gesamte Vorhaben soll bis spätestens Ende 2017 abgeschlossen sein“, sagte Schlichtherle dem Ausschuss. 

Wie der Münchner Architekt Christof Lampadius ausführte, sieht die Planung 12 Einzel- und Mehrfamilienhäuser in dreigeschossiger Bauweise mit Flachdach, Dachterrassen und teilweise integrierten Garagen vor. Die konsequente Abstufung der Geschosse in zwei Stockwerke plus „Türmchen“ ließe die Bebauung locker erscheinen und ermögliche den Bewohnern zahlreiche Blickbeziehungen bis in die Berge, erklärte der Planer. Die Eigen- tumswohnungen weisen eine Größe von rund 50 bis 100 Quadratmetern, die Einzelhäuser eine Wohnfläche von bis zu 220 Quadratmetern auf. 

Alle Gebäude, so Schlichtherle, werden in Massivbauweise und nach dem Niedrigenergie-Standard KfW70 erstellt. Energetisch werden sie über ein Nahwärmekonzept auf Pelletbasis versorgt. 

Breite Zustimmung 

Franz Barnsteiner (FW) begrüßte zwar das Bauprojekt, konnte sich aber mit dem reinen Flachdachbau nicht anfreunden. „Ins Allgäu gehört ein richtig Dach“, meinte er. Ralf Baur, Leiter des städtischen Bauamts verwies in diesem Zusammenhang auf ein ähnliches Wohnensemble in Kaufbeuren, das Acredo vor einigen Jahren realisiert hatte. „Dort waren alle 36 Wohneinheiten binnen kürzester Zeit verkauft.“ Auch Christian Vavra (Grüne) und Eugen Kögel (CSU) lobten das Bauvorhaben, da es innerhalb kürzester Zeit dringend benötigten Wohnraum schaffe. 

Mehr Projekte 

Frischen Wind in die Wohnlandschaft der Stadt bringen auch zwei weitere Projekte, über die die Stadtverwaltung berichten konnte. Die ehemalige Gaststätte „Buchenhain“ im Buchenweg soll abgerissen werden und drei Häusern mit insgesamt 13 Wohneinheiten weichen. Des weiteren sollen auf einem Grundstück an der Kaufbeurener Straße zwei Wohnhäuser entstehen. Auch hier muss zunächst ein bestehendes Gehöft abgerissen werden.

von Angelika Hirschberg

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