Werben für den Standort Kaufbeuren

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Gespräch über Drohnenausbildung in Kaufbeuren: Prof. Klaus-Dieter Scheurle (links) und Bernhard Pohl bei der DFS.

Kaufbeuren – Die Mandatsträger der Region aus den verschiedenen Ebenen sind auf allen zur Verfügung stehenden Wegen bestrebt, im Falle einer gesetzlich angestrebten Lizenz für den Betrieb unbemannter Luftfahrtsysteme – sogenannter Drohnen eine mögliche Ausbildungszelle in Kaufbeuren anzusiedeln.

Aus Sicht aller Abgeordneten böte sich mit der in Kaufbeu­ren ansässigen Deutschen Flugsicherung (DFS) sowohl die fachliche Expertise als auch die infrastrukturelle Voraussetzung für eine fundierte Ausbildung an.

Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer (CSU) hatte sich an die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundeswirtschaftsministerium und Koordinatorin der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt Brigitte Zypries gewandt (wir berichteten), MdL Bernhard Pohl (FW) weilte Anfang der Woche zu einem Gespräch bei Prof. Klaus-Dieter Scheurle als Vorsitzenden der Geschäftsführung der DFS in Frankfurt. MdB Stephan Stracke ließ verlauten, dass bei Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt „die Belange Kaufbeu­rens mit dem Interesse an einer Ausbildung platziert sind“ und Kaufbeurens OB Stefan Bosse eingebunden sei.

Wie Pohl von seinem Besuch berichtete, zeigte sich der Vorsitzende der DFS-Geschäftsführung „aufgeschlossen und sehr interessiert“ an einer Ausbildung am Standort in Kaufbeuren. Derzeit müsse man aber die im Entwurf befindliche Gesetzesregelung abwarten. Laut Stracke wird der Entwurf der neuen luftfahrtrechtlichen Verordnungen aktuell überarbeitet und befindet sich in der Abstimmung im Verkehrsministerium. Diese entsprechende Verordnung des Bundes zur Regelung des Betriebs von unbemannten Flugobjekten wird nach den Worten von Pschierer in den nächsten Wochen erwartet.

Einigkeit besteht bei allen Mandatsträgern auch darüber, dass sich die Standorte Kaufbeu­ren und Mattsies bei Mindelheim in idealer Form ergänzen würden: Die theoretische Ausbildung könnte am Fliegerhorst und der praktische Anteil auf dem Gelände der Firma Grob stattfinden.

von Wolfgang Becker

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