Ein „echter Pädagoge“

Marien-Gymnasium verabschiedet Schulleiter Andreas Merz

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Kaufbeuren – Mit Einfallsreichtum, Witz und vielfältigen musikalischen Einlagen verabschiedete die Schulfamilie des Marien-Gymnasiums Kaufbeuren ihren Direktor Andreas Merz, der von 2013 an die Geschicke der Schule leitete, und künftig die Stelle als Schulrektor am Ringeisen-Gymnasium in Ursberg übernehmen wird. Schülerinnen, Lehrer und weitere Gäste teilten bei den Feierlichkeiten Erinnerungen, Anekdoten und Eindrücke von der gemeinsamen Zeit mit Schulleiter Merz.

Sechseinhalb Jahre war Merz als Rektor am Marien-Gymnasium tätig: „Ein kurzer Zeitraum, aber angefüllt mit vielen Ereignissen“, wie Maria Gapp als stellvertretende Schulleiterin bei ihrer Begrüßung feststellte. Der Arbeitsraum Schule sei „vielen Veränderungen unterworfen“; den damit verbundenen Herausforderungen stellte sich Merz gemeinsam mit dem Kollegium, so Gapp. So habe er als Rektor immer eine „offene Türe“ für die Belange der Kollegen und Schülerinnen gehabt, bot „Unterstützung, wo immer sie gebraucht wurde“ und trat seinem Gegenüber stets mit Wertschätzung entgegen.

Als „außergewöhnlich“ und alles andere als selbstverständlich erachteten die Schülersprecherinnen das gute Verhältnis zu ihrem Schulleiter, der „unsere Anregungen sehr ernst genommen hat“ – auch wenn der Wunsch nach einem Treppenlift mit personalisierten Sesseln nicht realisiert werden konnte.

Auch Schwester Martha Lang, Oberin des Crescentia-Klosters, habe Merz als jemanden wahrgenommen, der „den Menschen zugewandt“ ist. Er habe diese Fähigkeit als Schulleiter, der für eine christliche Schule Verantwortung trägt, im Sinne der ihm anvertrauten Menschen eingebracht.

In seinen Grußworten hob Oberbürgermeister Stefan Bosse die „guten Jahre des Miteinanders“ hervor. Merz sei ein „kompetenter und vertrauenswürdiger Gesprächspartner“ gewesen, der das „besondere Profil“ der Schule mitgetragen habe: „Das Bildungswesen ist massiv in Bewegung, aber sie haben Kurs gehalten“, so der Oberbürgermeister.

Als Vorsitzende des Elternbeirats dankte ihm Julia von Stillfried für seine Offenheit gegenüber Veränderungen und seine Unterstützung von Vorschlägen und Ideen. Merz habe sich für ein gutes Miteinander in der Schule eingesetzt und sich um gute und faire Lösungen bemüht.

Peter Kosak, Direktor des Schulwerks der Diözese Augsburg, habe Merz als „echten Pädagogen“ erlebt, der als erstes die Schüler im Blick hatte, sich allen Widrigkeiten zum Trotz für sie eingesetzt hat, als „Persönlichkeit mit klarer Haltung, der sich dem Mainstream nicht beugt“.

Schülerinnen und das Lehrerkollegium besangen den Schulleiter und gaben Musik- und Showeinlagen zum Besten. Bei der „Abschlussprüfung“ musste sich Merz als Mathe- und Physiklehrer so manch kniffligen Quizfragen stellen, die er zur Zufriedenheit der Anwesenden löste.

Von der Feier „überwältigt“ und sichtlich gerührt war der Schulleiter: „In jeder großen Trennung liegt ein Keim von Wahnsinn“, zitierte er dazu Goethe. Merz drückte seine Dankbarkeit dafür aus, „an so einem besonderen Ort arbeiten und wirken zu können“, der aber erst durch die Menschen zu etwas Besonderem werde. Der gute Geist zeige sich beispielsweise in den gemeinnützigen Aktionen. Eine solche Gemeinschaft werde an dieser Schule gelebt. In diesem Sinne ging sein Dank auch ans Kollegium für ihren Einsatz „weit über das normale Maß hinaus“.

Mit dem Zitat Einsteins „Abschiede sind Tore zu neuen Welten“ wünschte er der Schulfamilie und seiner Nachfolgerin Christine Frank, die zuvor am Maria-Ward-Gymnasium in Augsburg unterrichtete, alles Gute und frische Ideen, denn: „Es braucht viele Tore zu neuen Welten, und mutige Schritte“, so Merz.

von Mahi Kola

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