Bürgerentscheid Eggenthal: 78 Prozent Wahlbeteiligung

Bürger wollen Funklösung

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Eggenthals Bürger waren am Sonntag aufgerufen, ihre Stimme beim Bürgerentscheid abzugeben.

Eggenthal – Auch nach dem Bürgerentscheid in Eggenthal sieht es nicht so aus, als ob der Streit um die "richtige" Internetversorgung durch eine Funklösung beziehungsweise Breitband ein Ende hat. Zwar stimmte die Mehrzahl für die Funklösung der Gemeinde, die BI sieht aber "unsachliche Hetze" im Vorfeld. 

Eine überaus hohe Beteiligung (78 Prozent) der Bürger aus den Eggenthaler Gemeinden führte zu einem deutlichen Ergebnis für die vom Gemeinderat favorisierte Internet-Funkversorgung mit Allgäu-DSL. 458 Gemeindemitglieder stimmten gegen die kabelgebundene Lösung – 337 Bürger wären dafür gewesen. Jetzt sei es vorrangiges Ziel, so Eggenthals Bürgermeister Harald Polzer, die Ruhe im Dorf wieder herzustellen und Sachfragen in den Vordergrund zu stellen. 

Nach Ostern findet am 9. April die nächste Gemeinderatssitzung statt, in der dann auch diskutiert werden soll, ob mit Allgäu-DSL weitere Standorte für die Funkantennen gesucht werden, erklärte der Rathauschef auf Anfrage des Kreisboten. Gregor Bracht von der Bürgerinitative (BI) „ProGlasfaser“ respektiert das Abstimmungs- ergebnis, stellt aber fest, „dass erkennbar viele Mitglieder der örtlichen Vereine für die Wahl aktiviert wurden“. Gleichwohl sollen die weiteren Schritte in sachlich und rechtlich korrekter Weise abgeklärt werden. In einer Presseerklärung der BI heißt es dazu: „Der Ausgang der Wahl ist unter dem Schatten einer regelrechten Hetzkampagne gegen die BI in den letzten Tagen zu sehen. Trotz zweimaliger Intervention des Landratsamtes als kommunaler Aufsichtsbehörde verletzte die Gemeindeführung in ihren mündlichen und schriftlichen Informationen permanent das ihr auferlegte Neutralitäts- und Paritätsprinzip“. Daher habe die BI Bürgermeister Polzer bereits letzte Woche darauf hingewiesen, prüfen zu lassen, inwieweit der Wahlausgang anzufechten sei. „Wir sind der Meinung, dass die Bürger Eggenthals aufgrund von sachlichen Informationen über eine so wichtige Maßnahme entscheiden sollten, frei von unsachlichen und persönlichen Herabsetzungen“, erklären die Verantwortlichen der BI. von Ferdinand Schmalholz / Kreisbote

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