"Man bekommt auch viel zurück"

Bürgermedaille des Marktes Obergünzburg an Renate Schmid verliehen

+
Obergünzburgs Erster Bürgermeister Lars Leveringhaus verlieh die Bürgermedaille 2019 an Renate Schmid (Mitte). Die Laudatio hielt Landtagsabgeordnete Angelika Schorer.

Obergünzburg – Für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement insbesondere im sozial-caritativen und kommunalen Bereich ehrte der Markt Obergünzburg Renate Schmid mit der Bürgermedaille 2019. Mit der Verleihung der Bürgermedaille will der Markt Obergünzburg vor allem Gemeinschaftsgeist und Bürgersinn seiner Mitbürgerinnen und Mitbürger in besonderem Maße anerkennen und herausheben. Die Festveranstaltung im Saal des Gasthofes Goldener Hirsch wurde von der Musikkapelle Ebersbach musikalisch umrahmt.

In seiner Begrüßung freute sich der Erste Bürgermeister Lars Leveringhaus über die Anwesenheit früherer Träger der Bürgermedaille und begrüßte stellvertretend Jürgen Hailer, den Ausgezeichneten des vergangenen Jahres. „Auch ist hier heute viel Familie Schmid vertreten: Renate Schmid im Kreis ihrer acht Kinder“, erklärte Leveringhaus und hob die Verbundenheit in der Familie gleichsam als Basis, als Grundprinzip heraus. „Aber eben auch die Verbundenheit und Solidarität mit den Menschen, die hier leben“. Seit Jahrzehnten setze sich Schmid eben für die Menschen in der Marktgemeinde, im Ortsteil Ebersbach, ein. Dies geschehe alles ehrenamtlich und neben ihren Aufgaben als Bäuerin und Mutter von acht Kindern. Ihr soziales, kirchliches, fachliches und politisches Engagement sei beispielhaft und bewundernswert, weshalb der Marktgemeinderat die Verleihung der Bürgermedaille 2019 an Renate Schmid einstimmig beschlossen hätte. „Liebe Renate, wir brauchen Menschen wie Dich“, forderte Bürgermeister Leveringhaus und lobte sie als Vorbild und Ansporn für andere, sich zu engagieren.

„Es ist leichter, ein Held (oder eine Heldin) zu sein, als ein Ehr­enmann. Ein Held muss man nur einmal sein. Ein Ehrenmann immer“. Mit den weisen Worten des italienischen Dichters Luigi Pirandello begann Landtagsabgeordnete Angelika Schorer ihre Laudatio. Dabei stellte sie die Lebensleistung von Renate Schmid heraus, die unter anderem 45 Jahre im Vorstand des Katholischen Frauenbundes aktiv war, 20 Jahre als Pfarrgemeinderätin, mehr als 40 Jahre als aktives Mitglied in der Caritas, sowie als Markträtin und Ortsbäuerin. Besonders eingesetzt hatte Schmid sich für den Krankenhausbesuchsdienst, den Seniorenhoigate und das Sammeln für den Maialtar. Seit 1972 war sie der CSU eng verbunden und wirkte 25 Jahre im Ortsvorstand, war aktiv bei der Frauenunion und 20 Jahre lang Kreisdelegierte. Angelika Schorer betonte ebenfalls, dass die Gesellschaft Menschen wie Renate Schmid als Vorbilder brauche, „gerade in einer Zeit der Vereinzelung der Menschen“. Hier hatte Schmid es verstanden, Menschen zusammen zu bringen und gemeinsame Aktivitäten zu organisieren. Der Dank von Schorer ging auch an die Familien Schmid, „die das Engagement von Renate Schmid mitgetragen und ihr so den Rücken freigehalten haben“.

Anschließend verlieh Leveringhaus die Bürgermedaille an Renate Schmid und auf ihren ausdrücklichen Wunsch hin spielte das Bickenrieder Duo mit Ingrid Greifenhagen und Toni Reisach das gefühlvolle Lied „Wisst’s wo mei Hoimat is?“

In ihrer Danksagung schloss die neue Trägerin der Bürgermedaille 2019 besonders ihre Freundinnen ein, „die mit mir gehen“. Aufmunternd verabschiedete sich Renate Schmid bei den zahlreichen Gratulanten: „Ehrenamt ist Arbeit, aber man bekommt auch viel zurück. Vergelt’s Gott“.

von Wolfgang Krusche

Auch interessant

Meistgelesen

Erster aufrecht gehender Menschenaffe war ein Allgäuer
Erster aufrecht gehender Menschenaffe war ein Allgäuer
Babys der Woche im Klinikum Kaufbeuren
Babys der Woche im Klinikum Kaufbeuren
AGCO/Fendt: Paffen und Gschwender gehen in Ruhestand
AGCO/Fendt: Paffen und Gschwender gehen in Ruhestand
Maximilian Hartleitner möchte Bürgermeister von Buchloe werden
Maximilian Hartleitner möchte Bürgermeister von Buchloe werden

Kommentare