Ehrenamt mit ganz viel Schwung

Das Bayerische Rote Kreuz (BRK), Kreisverband Ostallgäu, wird sein Projekt „Schwungrad“ ab sofort von Marktoberdorf auf das gesamte Ostallgäu ausdehnen. Unterstützt wird es dabei vom Landkreis. Das Projekt mit einer Laufzeit von drei Jahren wird vom europäischen Förderprogramm „Leader“ bezuschusst. Vergangenen Freitag kamen Vertreter des BRK und des Landkreises im Landratsamt Ostallgäu zusammen, um das gemeinsame Projekt vorzustellen.

Seit dem Start im Oktober 2006 leitet Sabine Weißfuß das Freiwilligenzentrum unter dem Motto „Schwungrad verleiht Kräfte“. Sie versteht sich dabei als Brücke zwischen engagementbereiten Bürgern und den Organisationen, die deren Hilfe benötigen: „Es ist uns wichtig, die Freiwilligen als Ansprechpartner auch während ihres Einsatzes zu begleiten, damit sie die nötige Einbindung am Ort ihrer Tätigkeit erfahren.“ Auf der einen Seite stehen die Einrichtungen und Organisationen mit ihrem Bedarf an freiwilliger Hilfe, auf der anderen Seite die Freiwilligen, die sich einsetzen wollen. Das „Schwungrad“ will hier bedarfsgerecht vermitteln, so dass jeder nach seinen Fähigkeiten tätig werden kann und die Einrichtungen Unterstützung bekommen. Zusätzlich zu Beratung und Netzwerkarbeit wurden durch das Schwungrad verschiedene Projekte ins Leben gerufen, die bereits den Sozialpreis des Bezirks Schwaben und den Bürgerkulturpreis erhalten haben. Bisher fanden die einzelnen Projekte hauptsächlich in Marktoberdorf und Umgebung statt. In Zusammenarbeit mit dem Landkreis Ostallgäu ist jetzt eine Erweiterung für den gesamten Landkreis geplant. Schwerpunktaufgabe für das kommende Jahr ist der Aufbau von „Mini-Schwungrädern“, um die Freiwilligen vor Ort beraten zu können. Die Kooperation des BRK und des Landkreises bieten dabei optimale Voraussetzungen für das Projekt. Das Rote Kreuz bringt Erfahrung aus der bisherigen Umsetzung mit, der Landkreis Ostallgäu kann mit der Servicestelle „EhrenAmt“ das bürgerschaftliche Engagement stärken. Neben dem „EhrenAmt“ als zentrale Anlaufstelle gibt es hierfür weitere Angebote des Landkreises wie das Ehrenamtportal, den Freiwilligenpass, verschiedene Fort- bildungen und Anerkennungen für ehrenamtlich Tätige. Finanzielle Unterstützung für das Projekt „Schwungrad“ kommt auch von der Europäischen Union: 50 Prozent der Fördersumme werden vom europäischen Förderprogramm „Leader“ gestellt, jeweils 25 Prozent vom BRK Kreisverband Ostallgäu und dem Landkreis. Der Landkreis sieht in der Initiative eine Zukunftsoption für die Ostallgäuer Kommunen und ihren gesellschaftspolitischen Auftrag. Der Hauptsitz des Freiwilligenzentrums „Schwungrad“ befindet sich an der Beethovenstraße 2 in Marktoberdorf. Interessierte können sich auch im Internet auf www.fzschwungrad.de über das „Schwungrad“ und seine Projekte informieren.

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