Jahreshauptversammlung der Bergwacht Kaufbeuren

Ehrenamtlich als Retter im Einsatz

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Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Kaufbeurer Bergwacht konnte Flo Amende – zuständig für Rettungstechnik und Ausrüstung – seinen Kolleginnen und Kollegen eine ganze Reihe neuer Ausrüstungsgegenstände zeigen. Das Foto zeigt die derzeitige Vorstandschaft: Julian Schlich (v. li.), Martin Ebert, Daniela Barale, Christian Hundschell, Bernadett Predel, Flo Amende und Reinhold Spitschan.

Kaufbeuren – Insgesamt 18 aktive Einsatzkräfte (14 männliche/vier weibliche) versehen derzeit ihren Dienst bei der Kaufbeurer Bergwacht und stehen für Einsätze im Rahmen einer Dienstgemeinschaft mit der Bergwacht in Füssen bereit.

An jedem zweiten Wochenende sind die Kaufbeurer „Bergwachtler“ vor Ort und betreuen ein Gebiet, das am Buchenberg bei Buching beginnt und über den Tegelberg und die Bleckenau bis zum Alatsee bei Füssen reicht. An die 200 Stunden Bereitschaftsdienst und weitere 100 Stunden für Übungen und Ausbildung kommen da pro Einsatzkraft und Jahr zusammen.

Wie der stellvertretender Bereitschaftsleiter Julian Schlich in seinem Bericht auf der Jahreshauptversammlung erklärte, absolvierten die Helfer im abgelaufenen Jahr 18 Bergrettungseinsätze, die alle gut und ohne weitere Komplikationen zu Ende gebracht wurden. Bewährt habe sich dabei die gut funktionierende Zusammenarbeit mit den Füssener Kameraden.

Dass die Aktiven der Bergwacht eine umfangreiche und harte Ausbildung absolvieren und in anspruchsvollen Prüfungen ihre Fertigkeiten in Bergsteigen, Skifahren, Bergrettung im Sommer wie im Winter, Notfallmedizin, Naturschutz und Luftrettung unter Beweis stellen mussten, zeigte sich im Bericht von Daniela Barale, der Verantwortlichen im Bereich Ausbildung. Augenblicklich befinden sich 15 Anwärter (13 männliche/zwei weibliche) in dieser Ausbildungsphase. Neben den regelmäßig stattfindenden Ausbildungsabenden gab es zusätzlich weitere Übungen im Gelände sowie Simulationseinsätze im Ausbildungszentrum Bad Tölz.

Erfolgreich nahmen Mitglieder der Kaufbeurer Bergwachtgruppe an verschiedenen Lehrgängen teil und bestanden mit Bravour die jeweiligen Abschlussprüfungen. So Daniela Barale: Ausbilderlehrgang für Luft- und Winterrettung, sowie Einsatzleiter Sommer- und Winterrettung. Markus Jung und Anna Sommer: Bergwacht-Sanitäter Winter- und Sommerrettung, zusätzlich jeweils 160 Stunden Klinikpraktikum und 160 Stunden Praktikum im Rettungsdienst. Markus Jung schloss darüber hinaus 2017 erfolgreich seine Ausbildung zum Bergwacht-Rettungssanitäter ab. Tobias Brehm nahm an einem Lehrgang für Einsatzleiter Sommerrettung teil und Christian Jedelhauser besuchte einen Lehrgang für Sachkundige im Bereich persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz. Lisa Geister, Christian Jedelhauser und Christopher Pfeilschifter bestanden die Naturschutzprüfung.

Reinhold Spitschan erklärte in seinem Finanzbericht, dass die Handlungsfähigkeit für die weitere Zukunft stets gewährt sei. Trotzdem sei man aber auch weiterhin auf Spenden und Förderbeiträge angewiesen. Ein zweites Konto, die sogenannte „Hüttenkasse“ wies einen erwirtschafteten Überschuss auf. Da aber mit Sicherheit Ausgaben für den Unterhalt der gepachteten Selbstversorgerhütte in der Nähe von Immenstadt anstehen, sollte über eine Erhöhung der Übernachtungspreise nachgedacht werden. Da die Kassenprüfungen keine weiteren Beanstandungen durch die Revisoren ergeben hatten, wurde die Entlastung des gesamten Vorstandes vorgeschlagen und diese auch einstimmig erteilt.

Bereitschaftsleiter Martin Ebert erinnerte in seinem Bericht, dass die Kaufbeurer Bergwacht im Jahre 2017 nicht nur Höhen sondern auch Tiefen erleben musste. So beispielsweise beim Tod von Georg Sedlmeier, der Jahrzehnte lang das Amt eines Kassiers ausgeübt hatte und auch einige Jahre als Bereitschaftsleiter fungierte. Andererseits aber auch schöne und gesellige Stunden bei der Einweihung der neuen modernen Berg­rettungswache in Füssen, in deren Räumlichkeiten auch die Kaufbeurer Bergwacht ein entsprechendes Domizil gefunden hat. Bei der Veranstaltung „Freiflug“ in Neugablonz war man ebenso beteiligt wie bei der „24-Stunden-Tour“ von Oberbürgermeister Stefan Bosse. Beachtung fand auch wieder der herausgebrachte „Bergwacht-Kalender“.

Beim Punkt Notfallmedizin berichtete Bernadett Predel von der Teilnahme ihres Teams an mehreren Ausbildungslehrgängen. Ein neu dazu gekommener Arztrucksack wurde auf die erforderlichen Bedürfnisse umgestaltet. Flo Amende, zuständig für die Rettungstechnik und Ausrüstung, stellte eine Reihe neuer Ausrüstungsgegenstände vor und Christian Hundschell war an diversen Exkursionen beteiligt und Gast bei der in Immenstadt durchgeführten Naturschutzprüfung.Hüttenwart Walter Wiltschka erinnerte an durchgeführte Renovierungsarbeiten und Holzaktionen und wies eindringlich darauf hin, im Hüttenbereich unter keinen Umständen mit offenem Feuer zu hantieren.

von Klaus-Dieter Körber

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