Würdigung des Ehrenamts

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Landrätin Maria Rita Zinnecker freute sich, bei einem Ehrungsabend im Landratsamt zahlreiche ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger für ihr Engagement in kommunalen, sportlichen und sozialen Institutionen, im Beisein der jeweiligen Bürgermeister auszeichnen zu können.

Landkreis – Viele Mitbürger arbeiten ehrenamtlich im Stillen – von Mensch zu Mensch. Es gibt aber auch viele, die ein Ehrenamt im Lichte der Öffentlichkeit bekleiden, die ehrenamtlich in Gremien arbeiten, die regelmäßig Entscheidungen für andere Menschen treffen müssen und dafür nicht immer nur Dank ernten. Bei einem Ehrungsabend im Landratsamt wurden einige diese Bürger für ihr langjähriges Mitwirken in kommunalen, sportlichen und sozialen Institutionen vom Landkreis geehrt.

Landrätin Maria Rita Zinnecker begrüßte die zu Ehrenden, die in Begleitung ihrer jeweiligen Bürgermeister zum Ehrungsabend ins Landratsamt eingeladen waren. Die Landrätin hob dabei das Grundsätzliche im Ehrenamt hervor: „Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement ist immer zeitintensiv. Viele Kommunen könnten nicht so zahlreich helfen, wenn sie nicht einen Kreis von ehrenamtlich engagierten Bürgern hätten“. Deshalb sei das Ehrenamt in vielen Bereichen unverzichtbar, so auch erlebt im Herbst 2015 bei der Aufnahme der Flüchtlinge. Viele der Geehrten seien neben ihrem Hauptehrenamt noch in anderen Aufgaben ehrenhalber im Einsatz.

Mit der Kommunalen Dankurkunde – verliehen vom Staatsminister des Inneren –, wurden elf kommunale Mandatsträgerinnen und -träger für ihr langjähriges, mindestens 18 Jahre langes, verdienstvolles Wirken in der kommunalen Selbstverwaltung, beispielsweise als Gemeinderat, geehrt (siehe Kasten).

Für vorbildlichen persönlichen Einsatz für die Belange der kommunalen Selbstverwaltung wurde die kommunale Verdienstmedaille in Bronze an drei ehemalige Bürgermeister verliehen: an Josef Ampßler aus Wald, Wilhelm Fischer aus Rettenbach und Alfons Stapf aus Eisenberg.

Für langjährige, aktiv ehrenamtliche Tätigkeit in Vereinen und für hervorragende Verdienste wurde das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten an zwei Sportler verliehen. Diese Auszeichnung erhielt Ellengard Schlecht aus Oberostendorf für ihren Einsatz für den Sportverein Oberostendorf seit mehr als 28 Jahren, zunächst als Spielerin in der Frauenfußballmannschaft, später als Kassiererin und dann als Erster Vorstand. Martin Jörg aus Roßhaupten war vor 39 Jahren als Spieler in den TSV Roßhaupten e.V. eingetreten und setzte sich dann als Jugendtrainer und Jugendwart im Vorstand für die Belange der Jugend und im Gesamtverein für die Vereinsarbeit ein.

Vor der Verleihung der Ehrenzeichen des Bayerischen Roten Kreuzes erinnerte die Landrätin an das hohe Ansehen, welches das rote Kreuz auf weißem Grund in der ganzen Welt genieße. „Im Ostallgäu sind rund 700 haupt- und 2.300 ehrenamtliche Mitarbeiter im Rettungs-, Fahrdienst oder in der Verwaltung tätig. Stellvertretend dafür werden heute einige von ihnen geehrt“, so Zinnecker.

Unter anderen wurden die beiden Zwillinge Markus und Thorsten Wöhrl, gebürtig aus Markt­oberdorf, für ihre 25-jährge Mitgliedschaft und ihre Aktivitäten in der Schnell-Einsatz-Gruppe mit dem silbernen Ehrenzeichen am Bande ausgezeichnet. Markus Wöhrl sagte zu den damaligen Gründen für das Engagement: „Das war damals einfach interessant beim Jugendrotkreuz 1990, man hat viel gelernt und wir sind einfach dran geblieben. Außerdem war unsere Mutter damals auch schon aktiv im Roten Kreuz. Da hat sich das so ergeben“.

Hans Osterried wurde sogar für 40 Jahre Dienstzeit beim Roten Kreuz mit dem goldenen Ehrenzeichen am Bande geehrt. Als Ausbilder und Bereitschaftsleiter war er jahrzehntelang ehrenamtlich im Einsatz und man kann ihn auch heute noch bei vielen Sanitätsdiensten im Modeon antreffen.

Bei einem anschließenden Buffet wurden noch viele gemachte Erfahrungen ausgetauscht.

Die Geehrten:

Kommunale Dankurkunde

Josef Gast, Eisenberg, Gemeinderat 1996 bis 2008, Zweiter Bürgermeister 2008 bis 2014

Benedikt Göttl, Rettenbach, Gemeinderat 1990 bis 2014, Zweiter BM Rettenbach 1996 bis 2002

Jakob Greif, Germaringen, Gemeinderat 1996 bis 2014, Dritter Bürgermeister 2002 bis 2008

Jakob Häfele, Eisenberg, Gemeinderat 1996 bis 2014, Dritter Bürgermeister seit 2014

Maximilian Josef Klarer, Germaringen, Gemeinderat seit 1996

Josef Kreuzer, Germaringen, Gemeinderat seit 1996

Georg Reisach, Germaringen, Gemeinderat seit 1996

Walter Riedel, Eisenberg, Gemeinderat 1996 bis 2014

Lothar Scholze, Buchloe, Stadtrat seit 1998

Reinhold Wintergerst, Ruderatshofen, Gemeinderat seit 1996

Kommunale Verdienstmedaille in Bronze

Josef Ampßler, Wald, Gemeinderat 1990 bis 2002, Erster Bürgermeister 2002 bis 2014

Wilhelm Fischer, Rettenbach, Dritter BM 1990 bis 1993, Erster BM Rettenbach 1994 bis 2014

Alfons Stapf, Eisenberg, Gemeinderat 1978 bis 1984 und 1990 bis 1996, Erster BM 1996 bis 2014

Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten

Ellengard Schlecht, Oberostendorf, Mitglied seit 1976, Kassiererin (1987 bis 1997) und 18 Jahre lang Erster Vorstand im SV Oberostendorf

Martin Jörg, Roßhaupten, Mitglied seit 1997, Jugendtrainer und Jugendwart (seit 1984) in der Abteilung Tennis und Ausschussmitglied im Gesamtverein

Ehrenzeichen am Bande (in Silber)

für 25-jährige Dienstzeit beim Bayerischen Roten Kreuz

Claudia Königsberger, Germaringen, Seit 25-Jahren aktiv in der Bereitschaft Kaufbeuren

Markus Wöhl, Biessenhofen, 1990 Jugendrotkreuz, Seit 1997 Bereitschaft Marktoberdorf

Thorsten Wöhl, Kaufbeuren, 1990 Jugendrotkreuz, Seit 1997 Bereitschaft Marktoberdorf

Dagmar Baur, Irsee, 1990 Wasserwacht Kaufbeuren, Sommer 2012 Lebensretterin beim Wachdienst

Wolfgang Hess, Füssen, 1991 BRK, Aufbau Wasserwacht Waal, Bis heute im Rettungsdienst

Ehrenzeichen am Bande (in Gold)

für 40-jährige Dienstzeit beim Bayerischen Roten Kreuz

Hans Osterried, Marktoberdorf, 1975 Bereitschaft, Ausbilder, Bereitschaftsleiter, bis heute aktiv

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