Eigentlich auch etwas schade

Abi-Feier: Jakob-Brucker-Gymnasium punktet mit Leistung und Menschlichkeit

+
Besonders freuten sich Benjamin Trommer (v. li.), Lennart Tietz, Dominik Möggenried, Florian Seitz, Sarah Freidling und Rebekka Endres über den Frank Hirschvogel Preis von 1000 Euro für ihre Traumnote 1,0.

Kaufbeuren – 132 sichtlich zufriedene, erleichterte junge Menschen, die das diesjährige Abitur im Jakob-Brucker-Gymnasium bestanden, füllten schon einen guten Teil des Stadtsaals. Nimmt man Lehrerschaft und Schulpersonal hinzu, blieben für jeden Abiturienten gerade zwei Begleitpersonen, um das alte Theater zum Bersten mit erwartungsvoller Stimmung, aber auch mit etwas trauriger Abschieds-Wehmut zu füllen.

Trotz aller Freude, allen berechtigten Stolzes, aller Erleichterung auf allen Gesichtern, war auch die ein oder andere kleine Träne zu bemerken. Schulleiter Christoph Walter erklärte dies gegenüber unserer Zeitung: „Eigentlich schade, weil es ein ausgesprochen netter Jahrgang war“. Ganz ähnlich äußerte sich Jakob Trautwein, Absolvent, diesjähriger Kaiser beim Tänzelfest sowie Sänger und Gitarrenspieler, der mit seinem musikalischen Auftritt mit David Pfaudler zur gelungenen künstlerischen Gestaltung der Veranstaltung beitrug. „Einerseits bin ich froh, dass es geschafft ist, aber anderseits ist es auch schade, weil ich mit der Schule, vor allem im Bereich Musik und Technik, sehr verbunden war.“

Beeindruckende Ergebnisse

Wenn Zahlen auch nicht alles über acht oft nicht leichte Schuljahre aussagen, so ist die Bilanz doch aller Grund sich zufrieden zu zeigen. 141 Prüflinge waren angetreten. 132 konnten am Schluss das Abiturzeugnis entgegennehmen. Einer macht krankheitsbedingt die Prüfung nach, ist aber wohl nur noch Formsache. Ein phantastischer Notendurchschnitt, laut Walter. Die Bühne füllte sich beträchtlich mit den 31 Absolventen, die mit einem Schnitt zwischen 1,0 und 1,5 abschnitten. Davon wieder sechs junge Menschen, die mit dem Traumergebnis von 1,0 den diesjährigen Preis von 1000 Euro der Frank-Hirschvogel-Stiftung von Anita Mauersberger, der Firmenvertreterin, entgegen nehmen konnten.

Zufrieden zeigte sich auch OB Stefan Bosse, der in seinem Grußwort ausdrücklich betonte, wie sehr er Anteil am Geschehen des städtischen Gymnasiums nimmt. Er weiß, welche enorme Herausforderung das Abiturzeugnis darstellt, aber er gedenkt auch bewusst aller, die in den letzten Jahren und auch noch in der Zielgeraden auf der Strecke geblieben sind.

Janina Shafik, Mutter einer Abiturientin und Vorsitzende des Elternbeirats, dankte allen für die Hilfe und Unterstützung, damit dieses erste wichtige Etappenziel erreicht werden konnte.

Einen fast theatralischen Erfolg konnte Schulleiter Walter selbst mit seiner netten Idee verbinden, seine Abschlussrede in Form einer letzten Schulstunde zu gestalten. Acht historisch-pädagogische Leitsätze der Handwerkskammer Augsburg hatte er sich zum passenden Abschiedsthema ausgewählt. „Es ist noch nie ein Meister vom Himmel gefallen, und man lernt nie in seinem Leben aus“, zitierte er, ganz in der Rolle des Lehrers, aus dem ersten Leitsatz.

Auch Jahrgangsstufensprecher Lisa Altfreder, Paul Bruckmeier und Ana-Lena De Souza fanden bewegende Dankesworte für die Eltern, Lehrer und vor allem für den unermüdlichen Einsatz der Oberstufenkoordinatorin Hiltrud Tietje.

Noch einmal zur maximalen Obergrenze konnte die logistische Meisterleistung punkten, als es um die zügige und doch sehr feierliche Übergabe der Zeugnisse ging, bei denen der Schulleiter für alle noch einmal herzliche Abschiedsworte fand. Einig waren sich am Ende alle Beteiligten, dass diese rundum gelungene Veranstaltung ebenfalls die Traumnote 1,0 verdient gehabt hätte.

von Peter Suska-Zerbes

Auch interessant

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Kaufbeuren
Babys der Woche im Klinikum Kaufbeuren
Kaufbeurer sagen NEIN zur Grundstücks-Vergabe für Moschee-Neubau
Kaufbeurer sagen NEIN zur Grundstücks-Vergabe für Moschee-Neubau
Beim Tänzelfest-Umzug schlüpfen Kinder wieder in historische Gewänder
Beim Tänzelfest-Umzug schlüpfen Kinder wieder in historische Gewänder
Lebendiges Lagerleben
Lebendiges Lagerleben

Kommentare