"Ein katastrophaler Einschnitt für Kaufbeuren"

Wie dieser alte Kampfjet wird nun auch der Fliegerhorst Kaufbeuren ausgemustert.

Lange und auf allen politischen Ebenen hatte man sich für den Erhalt des Fliegerhorstes in Kaufbeuren eingesetzt. Doch bereits in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch sickerten aus Berlin die ersten Informationen durch, dass der Standort in der Wertachstadt geschlossen wird.

Oberbürgermeister Stefan Bosse reagiert in einer ersten Stellungnahmen entsetzt auf die angekündigte Schließung: „Das ist ein katastrophaler Einschnitt für unsere Stadt und die gesamte Region. Wir sind schon strukturschwach und verlieren jetzt auch noch den mit Abstand größten Arbeitgeber und einen maßgeblichen Identitätsfaktor.“ Als Gründe für die Standortschließung werden unter anderem primär ein Sanierungsbedarf beim Fliegerhorst in zweistelliger Millionen-Euro-Höhe angeführt. Aber auch die Frage nach der Effizienz im Zuge der tiefgreifenden Veränderung in der Luftwaffe. So wurden laut MdB Stephan Stracke (CSU) unter anderem deutlich weniger Eurofighter in den Dienst gestellt, als ursprünglich geplant. Darüber hinaus bestehe für den Flugplatz keine wirklich sinnvolle militärische Nutzung mehr, so Stracke. „Das ist eine Katastrophe für Kaufbeuren, eine echte Tragödie. Ich bin entsetzt und enttäuscht“, so auch die Reaktion des Kaufbeurer Landtagsabgeordneten Bernhard Pohl (Freie Wähler) zur Schließung des Bundeswehrstandortes Kaufbeuren. Ein wenig Hoffnung bestehe für ihn nur noch im Erhalt einer „Minikomponente“ im Bereich der Fluglotsenausbildung mit zirka 120 Dienstposten – vorausgesetzt, es gibt die Möglichkeit einer zivil-militärischen Kooperation. Mehr Einzelheiten zur Schließung, Reaktionen und Infos erhalten Sie in der kommenden Wochenendausgabe des KREISBOTEN Kaufbeuren.

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