Die deutsche Staatsbürgerschaft

Bei der Einbürgerungsfeier in vorweihnachtlicher Atmosphäre dürfen sich 20 Kaufbeurer freuen

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Die neuen Staatsbürger freuen sich bei einer Feier im Rathaus mit Oberbürgermeister Stefan Bosse (6. v. li.), über das erfolgreiche Ende der Antragsstellungs-Prozedur.

Kaufbeuren – Im alten Sitzungssaal des Kaufbeurer Rathauses, begrüßte Oberbürgermeister Stefan Bosse 20 Kaufbeurer Bürgerinnen und Bürger zu einer kleinen Feier und beglückwünschte sie zu ihrem Schritt in die Deutsche Staatsbürgerschaft.

Mitte Dezember versammelten sich die Ehrengäste der Stadt „im schönsten Saal den das Rathaus bietet“, wie es der Oberbürgermeister sagte. Laut Bosse war dies ein wichtiger Termin für die Stadt und somit habe er sich gefreut, die neuen Staatsbürger mit den zahlreichen Vertretern der Stadt bei diesem freudigen Anlass begleiten zu dürfen.

„Am Ende eines langen Weges, der geprägt war mit der Beschaffung von Dokumenten, Legitimationen, Beibringung von Urkunden, Abschriften aus dem Heimatland und Vielem mehr, haben sie heute mit der Erlangung der Deutschen Staatsbürgerschaft ihr gesetztes Ziel erreicht“, sagte der Oberbürgermeister in der Feierstunde.

Der erste Anlaufpunkt in Richtung Einbürgerung ist das „Referat Staatsangehörigkeit und Zuwanderung – Ausländerwesen” der Stadt Kaufbeuren. Hier wird der Bürger in der Regel vom Referatsleiter Hannes Gossner zu einem Erstgespräch empfangen. Bei diesem wird dem Antragssteller ein Papier ausgehändigt, auf dem in circa 30 Punkten erklärt ist, welche Unterlagen für die Einbürgerung zu erbringen sind. 

„Bei Unterlagen, die aus dem Heimatland angefordert werden, kann es durch die dortigen staatlichen Institutionen schon mal zu erheblichen Zeitverzögerung kommen“, erklärte Gossner. Dennoch, allein in diesem Jahr erlangten 62 Kaufbeurer die Deutsche Staatsbürgerschaft. Aufgrund der vielfältigen Probleme bei dem Antragsverfahren hat die Stadt im Jahre 2014 einen Integrationbeirat eingerichtet, in dem der Integrationsbeauftragte Walter Nocker mit einigen Helfer den Antragstellern zur Einbürgerung behilflich sind.

Die ursprüngliche Heimat der neuen Staatsbürger ist sehr vielfältig. Oberbürgermeister Bosse begrüßte unter anderem eine Frau aus der Stadt Guaratingueta in Brasilien. In ihrer ursprünglichen Heimat in Südamerika war der Oberbürgermeister selbst vor einigen Jahren, als er der Einweihung der dortigen Crescentia-Kapelle beiwohnte.

„Weltweit gibt es 195 Staaten, davon sind 119 durch Bürgerinnen und Bürger in Kaufbeuren vertreten, die es zu integrieren gilt,“ so der Oberbürgermeister. Laut Bosse gibt es in Kaufbeuren viele Feste, bei denen sich alle Nationalitäten wohlfühlen können.

„Der Schritt von der angeborenen Staatsangehörigkeit in eine neue, ist alles andere als selbstverständlich. Es ist ein Anliegen der Stadt, dass die neuen Staatsbürger ihre Herkunft nicht verleugnen, dass sie stolz darauf sind wo sie herkommen, dass sie stolz sind auf ihre Kultur, die sie in sich tragen“, ermunterte der Oberbürgermeister die anwesenden neuen Staatsbürger.

Stellvertretend für alle anwesenden neu eingebürgerten Mitmenschen bedankte sich die gebürtige Engländerin Berenice Hezinger bei der Stadt Kaufbeuren für die erfahrene Unterstützung bei der Erlangung der neuen Staatsangehörigkeit.

Mit der von allen Anwesenden gesungenen Bayernhymne und dem Kaufbeurer Heimatlied, begleitet vom Klarinettenorchester der Ludwig Hahn Sing- und Musikschule, unter der Leitung von Jiang Bin Wei, endete eine schöne Einbürgerungsfeier.

Jürgen Wischhöfer

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